23. April 2019 / 22:59 Uhr

RB Leipzig gewinnt 3:1 in Hamburg und steht im DFB-Pokalfinale

RB Leipzig gewinnt 3:1 in Hamburg und steht im DFB-Pokalfinale

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Freude pur: RB Leipzig steht im Finale des DFB-Pokals.
Das war die Entscheidung: Emil Forsberg trifft zum 3:1 für RB Leipzig und schießt damit seine Farben nach Berlin. © GEPA pictures
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Mit einer über weite Strecken konzentrierten Leistung ziehen die Roten Bullen nach Treffern von Yussuf Poulsen, Emil Forsberg sowie einem Eigentor von Vasilije Janjicic ins DFB-Pokalfinale ein. 

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Hamburg. Es ist vollbracht, RB Leipzig steht erstmals in einem leibhaftigen Profi-Finale, dem Endspiel um den legendären DFB-Pokal in Berlin! Das steigt am 25. Mai und heißt RB gegen Bremen oder RB gegen den FC Bayern. Der Gegner der Roten Bullen wird am Mittwoch von 20.45 Uhr an der Weser ermittelt. Der Leipziger Weg ins Final-Glück - steinig und schwer. Der 3:1 (1:1)-Sieg beim wehrhaften Hamburger SV war schwer erkämpft, ein Klassenunterschied nur phasenweise erkennbar. Tore im ausverkauften Volksparkstadion:

0:1, Yussuf Poulsen (12.), 1:1, Bakery Jatta (24.), 1:2, Vasilije Janjicic (Eigentor, 53.), 1:3, Emil Forsberg (72.). Um 22.37 Uhr war der größte Erfolg in der nahezu zehnjährigen RB-Geschichte aktenkundig. Am Sonnabend, 15.30 Uhr, kommt der SC Freiburg nach Leipzig. Bundesliga.

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Hamburger SV - RB Leipzig (1:3) Zur Galerie
Hamburger SV - RB Leipzig (1:3) ©
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„Hamburg, meine Perle“, 52000 Hamburger und vielleicht auch ein paar der knapp 5000 Leipziger Fans schmettern den Gassenhauer von Lotto King Karl. Danach Sirtaki im griechisch-römisch-sächsischen Wiegeschritt und los geht“s: Großer Fußball in einer großartigen Stadt, einem pickepackevollen Stadion: HSV gegen RB. Der Zweite der zweiten Liga gegen den dritten der ersten Liga. Ralf Rangnick wieder mit Viererkette und Willi Orban minus Nordi Mukiele. Yussuf Poulsen stürmt für Matheus Cunha. Erste RB-Chance nach einer Minute, Marcel Sabitzers Volley aus Nahdistanz ist kein richtiger.

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Nach dem 3:1 gegen den Hamburger SV feiern Fans und Spieler ausgelassen den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Zur Galerie
Nach dem 3:1 gegen den Hamburger SV feiern Fans und Spieler ausgelassen den Einzug ins DFB-Pokalfinale. ©

Apropos Sabitzer. Vorm Anpfiff ist vor hochemotionalen Diskussionen um eine Niederkunft. Seit Franz Beckenbauer und den Folgen einer Weihnachtsfeier wissen wir: Jo, mei, der liebe Gott freut sich über jedes Menschenkind. Aber im vorliegenden und drängenden Fall, jenem des attraktiven Pärchens Katja Kühne/Marcel Sabitzer, freuen sich Gott und die Welt und die Eltern und die RB-Fans auch noch, wenn sich das Baby bis nach dem Pokalfight Zeit lässt. Der Rotebrauseblogger zum Thema: „Wenn Sabitzer Kind heute kommt, ist es nicht Sabitzers Kind ...“

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(1) Peter Gulacsi: Sieht beim 1:1 nicht ganz so gut aus. Ansonsten schon. Note 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Sieht beim 1:1 nicht ganz so gut aus. Ansonsten schon. Note 3 ©

Weil Sabitzers Kind wüsste, dass der ehrgeizige Papa in Hamburg Geschichte zu schreiben gedenkt. Katja, das Baby und Sabitzer spielen mit.

Die Stimmung - fantastisch,. Marcel Halstenbergs Linksschuss auch - knapp vorbei (6.). RB drängt aufs 1:0 und köpft es. Poulsen wuchtet eine Halstenberg-Ecke ins Tor von Julian Pollersbeck (12.). Frühe Führung, verdiente Führung. Die nach 16 Minuten ausgebaut werden muss, aber nicht wird. Poulsen trifft nach Timo-Werner-Flanke mit links den rechten Pfosten, Sabitzer arbeitet nach und rasiert mit rechts das gleiche Stück Alu. Monsterchancen.

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Statt der Vorentscheidung fällt der Ausgleich. Kevin Kampl verdaddelt den Ball gegen Bakery Jatta, der schlenzt den Ball Richtung aus 30 Metern aufs RB-Tor, wo sich Peter Gulacsi lang und länger, aber nicht lang genug macht und den Ball hauchzart in den Winkel abfälscht. 1:1, das Volksparkstadion bebt - und Rangnick gleich mit.

RB schüttelt sich, Werner tankt sich an vier Hamburgern vorbei, schießt einen halben Meter neben das Tor (27.). Der HSV glaubt wieder an sich, Khaled Narey hat nach Flanke von Douglas Santos das 2:1 auf dem Fuß (32.). Das Spiel wogt hin und her, Santos & Narey bleiben im Duett kreuzgefährlich. Siehe die 42. Minute: Santos steckt auf Narey durch, dem versagen frei vor Gulacsi die Nerven. Halbzeit, standing ovations für die Hamburger. Ja, das ist ein Pokalfight im Wortsinn. Ja, der Underdog ist an der Aufgabe und am Herausforderer gewachsen. Ja, Kampls Bock hat dem Spiel eine neue und aus Leipziger Sicht ungewollte Statik verpasst. Ja, der HSV könnte 2:1 führen.

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Konrad Laimer (RB Leipzig): Auch wenn es ein Zweitligist war. Man hat schon nach 20 Minuten gesehen, dass sie gut kicken können. Das haben sie gezeigt. Aber sind verdient ins Finale eingezogen. Die Rückfahrt wird sicher lustig. Man kommt nicht jeden Tag ins Finale. Das feiern wir. Zur Galerie
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Auch wenn es ein Zweitligist war. Man hat schon nach 20 Minuten gesehen, dass sie gut kicken können. Das haben sie gezeigt. Aber sind verdient ins Finale eingezogen. Die Rückfahrt wird sicher lustig. Man kommt nicht jeden Tag ins Finale. Das feiern wir." ©

Wiederbeginn und die zeitnahe Leipziger Führung. Kampl schnibbelt den Ball gefühlvoll zwischen Elferpunkt und Fünfmeter-Raum, Poulsen lässt Richtung Tor abtropfen, Vasilije Janjicic fabriziert ein Eigentor, 2:1 für RB (53.). RB übernimmt das Kommando und Forsberg schießt nach Flankenlauf von Lukas Klostermann an die Latte (70.). Forsberg holt zwei Minuten später Versäumtes nach, jagt den Ball aus 17 Metern zum 3:1 ins Netz. Danach geht der Schwede, Nordi Mukiele rückt in die Abwehr.

Der Rest ist weniger aufregend. Der HSV ist mit seinem Latein und seiner Kraft am Ende, RB schaukelt den größten Erfolg der RB-Geschichte über die Zeit. Karriere-Highlight auch für Tim Thoelke. Der kultige RB-Stadionsprecher spricht, tanzt, gröhlt und reißt beim großen Finale in Berlin mit. In seinem roten Kampfanzug mit Krawatte.

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