09. Dezember 2017 / 17:30 Uhr

RB Leipzig gibt Sieg gegen Mainz leichtfertig aus der Hand

RB Leipzig gibt Sieg gegen Mainz leichtfertig aus der Hand

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig empfing am 9. Dezember den FSV Mainz 05 zum Duell in der Red Bull Arena. (@ Imago) (6)
Danny Latza und Diego Demme im Kampf um den Ball. © Imago
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Eine zähe Partie, Trubel um den Videobeweis und der späte Ausgleich. Trotz zweimaliger Führung verschenkt RB Leipzig gegen den FSV Mainz zwei Punkte.

Leipzig. Den fünften Heimerfolg in Serie verpasst, im heimischen Stadion aber weiter ungeschlagen: RB Leipzig und der FSV Mainz 05 trennen sich am Samstagnachmittag in einer Partie ohne großen Glanz mit 2:2 (2:1). Während der Vizemeister trotz des Remis zumindest bis zum Abend hinter den Bayern auf Platz zwei steht, bleiben die Rheinhessen auswärts sieglos und rutschen immer mehr in den Tabellenkeller der Bundesliga.

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Vor gerade einmal 32.817 Zuschauern, Negativrekord in dieser Saison, bringt Kevin Kampl RBL mit 1:0 in Führung. Mainz gleicht nach einer umstrittenen Schiedsrichtentscheidung aus (39.). Timo Werner bringt die Hausherren kurz vor dem Pausenpfiff per Elfmeter erneut in Front (45.+3). Drei Minuten vor dem Abpfiff fängt sich Leipzig noch den unnötigen Ausgleich.

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RB Leipzig empfing am 9. Dezember den FSV Mainz 05 zum Duell in der Red Bull Arena. (@ Imago) (2) Zur Galerie
RB Leipzig empfing am 9. Dezember den FSV Mainz 05 zum Duell in der Red Bull Arena. (@ Imago) (2) ©

Publikumsliebling Kaiser erstmals in der Startelf

Am Mittwoch wurde Dominik Kaiser mit seinem Einsatz in der Königsklasse neuer Rekordspieler bei RB Leipzig, am Samstag darf er erstmals in dieser Saison von Beginn an ran, weil Bruma angeschlagen ist. In der Startelf stand er zum letzten Mal am 11. März. Insgesamt nimmt Coach Hasenhüttl im Vergleich zur 1:2-Niederlage in der Champions League vier Änderungen vor: Yussuf Poulsen im Sturm für Jean-Kevin Augustin, Konrad Laimer für den angeschlagenen Naby Keita, Bernardo als Rechtsverteidiger für Marcel Halstenberg.

Zunächst ist es ein zähes Unterfangen. Aber der Gastgeber tastet sich mit zunehmender Spieldauer immer näher an das gegnerische Tor heran. Kaiser wirbelt, ist mit seinen Ecken und Vorlagen belebendes Element. Immer wieder schallen Kaiser-Rufe von den diesmal nicht so dicht besetzten Rängen. Im Sturm ist Werner kaum zu halten, hat auch nach vor der Führung die beste Chance, die 05-Keeper Zentner in letzter Sekunde mit einer starken Reaktion vereitelt.

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Ansonsten sind die Gäste erschreckend schwach. Mit schönem Kombinationsfußball vor und im Strafraum der Mainzer landet der Ball bei Kampl. Der Slowene hat Platz, nimmt Maß und trifft nach einer knappen halben Stunde ins obere linke Eck zur verdienten Führung. Es ist das erste Tor für Kampl im RB-Trikot.

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Peter Gulacsi: Drei Termine, drei Mal pünktlich - guter Mann. Note 2. (@ GEPA Pictures) Zur Galerie
Peter Gulacsi: Drei Termine, drei Mal pünktlich - guter Mann. Note 2. (@ GEPA Pictures) ©

Zweimal Videobeweis – zwei Tore

In der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit rücken gleich zweimal der Schiedsrichter und der Videobeweis in den Vordergrund. Der Ausgleich fällt nur, weil Referee Patrick Ittrich seine Entscheidung nach der Benutzung des Video-Assistenten revidiert. Nach einem Foul von Ilsanker gibt er nun Freistoß und Gelb. Gulacsi kann den Schuss von Brosinski noch aus dem Winkel kratzen. Doch Quaison reagiert schneller als alle Leipziger und gleicht mit dem Nachschuss aus.

Dem zweiten Tor der Leipziger geht ebenfalls ein Videobeweis voraus. Obwohl Ittrich nach einem deutlichen Foul an Demme schon auf Elfmeter entschieden hat, vergewissert er sich erneut am Bildschirm. Diesmal bleibt der Schiedsrichter dabei. Werner tritt an und verwandelt den Strafstoß links unten zur erneuten Führung.

Doppelwechsel zur Pause

In der zweiten Halbzeit wechselt Hasenhüttl doppelt, bringt Bruma und Compper für die beiden Gelb vorbelasteten Laimer und Ilsanker. Mainz ist nun zielstrebiger auf dem Weg nach vorn. Das Schwarz-Team bringt Leipzig mehrfach in Bedrängnis und ist dem Ausgleich näher, als der Gastgeber dem 3:1.

Höhepunkte gibt es wenige. Einer: Gästecoach Schwarz muss eine Viertelstunde vor Schluss wegen Meckerns auf die Tribüne. Drei Minuten vor dem Abpfiff kassiert RB doch noch den Ausgleich. Nach einer Ecke springt Berggreen am höchsten und köpft zum 2:2 ein.

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Willi Orban (RB Leipzig): Ich glaube schon, dass der Standard entscheidend war. Wir sprechen das vor dem Spiel immer an und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin sprachlos. Zur Galerie
Willi Orban (RB Leipzig): "Ich glaube schon, dass der Standard entscheidend war. Wir sprechen das vor dem Spiel immer an und ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin sprachlos." ©

Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi - Klostermann, Ilsanker (46. Compper), Orban (C), Bernardo – Laimer (46. Bruma)   , Demme – Kaiser (83. Halstenberg), Kampl - Werner, Poulsen

FSV: Zentner - Donati, Balogun, Diallo, Brosinski (C) - Gbamin - Latza, Frei (78. Maxim) - Serdar, Quaison (78. Samperio), Holtmann (57. Berggreen)

Tore: 1:0 Kampl (29.), 1:1 Quaison (39.) 2:1 Werner (FE; 45.+3), 2:2 Berggreen (87.)

Zuschauer: 32.817


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