01. Februar 2020 / 20:28 Uhr

FC Bayern neuer Spitzenreiter! Nkunku rettet RB Leipzig Punkt gegen Gladbach

FC Bayern neuer Spitzenreiter! Nkunku rettet RB Leipzig Punkt gegen Gladbach

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Leipziger bejubeln den Treffer von Christopher Nkunku, verlieren aber die Tabellenführung.
Die Leipziger bejubeln den Treffer von Christopher Nkunku, verlieren aber die Tabellenführung. © imago images/Picture Point LE
Anzeige

Borussia Mönchengladbach hat RB Leipzig in Unterzahl von der Spitze der Bundesliga-Tabelle gekegelt, einen Sieg im Topspiel aber nach einem Traumtor des Leipzigers Christopher Nkunku kurz vor Schluss verpasst. Neuer Tabellenführer ist der Rekordmeister FC Bayern München.

Anzeige
Anzeige

Der FC Bayern München ist neuer Tabellenführer der Bundesliga! Der Rekordmeister, der am Samstagmittag bei Mainz 05 (3:1) gewinnen konnte, profitierte am Abend von einem Remis des bisherigen Leaders RB Leipzig, der im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach in Überzahl nur 2:2 (0:2) spielte. In einer aus RB-Sicht ganz schwachen ersten Hälfte waren eiskalte Gladbacher durch Alassane Plea (24.) und Jonas Hofmann (35.) mit 2:0 in Führung gegangen, nach Wiederanpfiff schoss der eingewechselte Patrik Schick (50.) den Anschlusstreffer. Die Borussia spielte nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte für Plea (61.) lange nur mit zehn Mann. Christopher Nkunku (90.) schoss per Traumtor immerhin noch das 2:2.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Wir haben eine überragende erste Hälfte gespielt, unheimlich gutes Gegenpressing gespielt und nichts zugelassen von Leipzig", sagte Gladbach-Torwart Yann Sommer nach dem Spiel bei Sky. "Wir wollten nicht passiv werden. Die Rote Karte hat uns das Genick gebrochen." Der Platzverweis wegen mehrfachen Meckerns von Plea war in der Tat höchst umstritten. Noch während des Spiels echauffierte sich Sky-Experte Lothar Matthäus. "Ich finde diese Gelb-Rote Karte komplett überzogen", grollte der Rekordnationalspieler, der von 1979 bis 1984 für die Borussia spielte.

Die Leipziger hatten keine gute erste Halbzeit erwischt und sich von wachen Gladbachern regelrecht düpieren lassen. Die Gäste spielten ein heftiges Offensivpressing, gingen teilweise mit sechs Angreifern auf die RB-Abwehr, die sich immer wieder nicht selten haarsträubende Fehler leisteten. Leipzig kam mit den schnellen Borussen nicht zurecht. Nach einer Hereingabe von Wendt konnte Alassane Plea (24.) die Gäste in Führung bringen, weil RB der defensive Zugriff fehlte.

DURCHKLICKEN: Bilder zum 2:2 gegen Gladbach

Ein Punkt der Moral: RB Leipzig erkämpft sich gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. Zur Galerie
Ein Punkt der Moral: RB Leipzig erkämpft sich gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. ©

Leipzig kommt mit aggressivem Gladbach-Pressing nicht zurecht

Minuten später musste Weltmeister Christoph Kramer den Platz verlassen. Der Mittelfeldspieler bekam ein Knie ins Gesicht, blieb benommen am Boden liegen und wurde durch Strobl ersetzt. In der Pause gab Gladbachs Co-Trainer Alexander Zickler Entwarnung: "Es geht ihm schon wieder besser, er ist bei Bewusstsein." Helfen konnte er den gut aufspielenden Gladbachern allerdings nicht mehr. Dennoch zwang die Borussia die Sachsen immer wieder zu Fehlern - wie vor dem 0:2, als Klostermann den Ball völlig ohne Not in den Fuß von Neuhaus spielte. Der hatte in der Vorwoche noch selbst als Traumtorschütze geglänzt und setzte nun mit einem Kontakt brilliant Jonas Hofmann (35.) in Szene, der RB-Keeper Gulacsi keine Abwehrchance ließ.

Mehr vom SPORTBUZZER

Die Leipziger waren sichtlich verunsichert, vor allem Stürmer Timo Werner bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Das änderte sich im zweiten Durchgang. Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann brachte mit Patrik Schick und Yussuf Poulsen ins Spiel. Das wirkte: Schon fünf Minuten nach seiner Einwechslung traf Schick (50.) zum 1:2 - nach einem Slapstick-Patzer von Gladbach-Keeper Yann Sommer, der über Zakaria stürzte und den Ball in die Beine von Schick fallen ließ.

Leipzig-Neuzugang Dani Olmo trifft als Joker den Pfosten

50 ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach – wo sind sie gelandet?

Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur Fohlen-Fans ein Begriff sind. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©

In der 60. Minute nahm das Spiel eine bittere Wendung: Wegen Meckerns sah Gladbachs Plea erst Gelb und nur wenige Augenblicke später Gelb-Rot - weil er sich nach Meinung von Schiedsrichter Tobias Stieler zu sehr über eine Situation beschwert hatte. Eine überharte Entscheidung, zumal Stieler seine bis dahin gute Linie (nur einmal Gelb) verlassen musste und im weiteren Spielverlauf mit einer zunehmend aggressiv geführten Partie mehr Probleme hatte. Gegen zehn Gladbacher rannte RB nun mit Gewalt an - und Neuzugang Dani Olmo, der in der 69. Minute zu seinem Debüt im Leipzig-Trikot kam. Der Spanier hatte die beste Leipziger Chance, traf in der 82. Minute aus spitzem Winkel den Pfosten. Dann kam der große Auftritt von Christopher Nkunku, dem mit einem sehenswerten Fernschuss noch das 2:2 gelang.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus aller Welt