10. Februar 2019 / 09:05 Uhr

RB Leipzig hadert mit der Chancenverwertung

RB Leipzig hadert mit der Chancenverwertung

dpa
RB Leipzigs Yussuf Poulsen (l) im Duell mit Frankfurts Evan Ndicka. 
RB Leipzig und Eintracht Frankfurt haben sich mit einem torlosen Remis getrennt. © dpa
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RB Leipzig hat beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt, die Chance verpasst, den Vorsprung auf den direkten Verfolger auszubauen und sich als Tabellenvierter abzusichern.

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Es mangelte an nichts - außer Glück. Kein Tor gefangen, aber auch keines geschossen. Dass die eher ungewohnt formierte Defensive von RB Leipzig die hochkarätige Offensive von Eintracht Frankfurt völlig kontrollierte, freute Spieler und Trainer. Dass der sächsische Fußball-Bundesligist beim 0:0 gegen den direkten Verfolger Eintracht Frankfurt am Samstag die große Gelegenheit verpasste, weitere Patzer der Konkurrenz zu nutzen, trübte die Stimmung. Nach dem Abpfiff in der Red Bull Arena reichte es nur noch zum Abklatschen unter den müden Roten Bullen.

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Trotz Feldvorteilen und zahlreichen guten Möglichkeiten kam RB Leipzig gegen die SG Eintracht Frankfurt nicht über ein torloses Remis hinaus. Zur Galerie
Trotz Feldvorteilen und zahlreichen guten Möglichkeiten kam RB Leipzig gegen die SG Eintracht Frankfurt nicht über ein torloses Remis hinaus. ©
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ERKENNTNIS I: Taktisch ist RB unter Trainer Ralf Rangnick zur ein oder anderen Finesse fähig. Was macht man, wenn gegen eine der besten Offensiven mit dem 14-fachen Saisontorschützen Luka Jovic, dem 11-fachen Torschützen Sébastien Haller und dem 7-fachen Torschützen Ante Rebic beide Innenverteidiger im gesperrten Ibrahima Konaté und Langzeitverletzten Dayot Upamecano fehlen? Einfach drei Innenverteidiger aufbieten: Kapitän Willi Orban, Nordi Mukiele und Stefan Ilsanker. Dazu auf den Flügeln Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann. Sie ließen nur zwei Frankfurter Chancen zu, auch weil vor der Kette Diego Demme und Konrad Laimer abräumten, was abzuräumen war. Gegner Frankfurt fand kein Mittel.

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(1) Peter Gulacsi: Klasse reagierend bei Kostic-Freistoß, sonst ungeprüft. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Klasse reagierend bei Kostic-Freistoß, sonst ungeprüft. Note 2. ©

ERKENNTNIS II: Torjäger sind auch keine Torgaranten. Nicht nur bei den Frankfurtern ging das Trio mit vermeintlicher Treffergarantie erfolglos vom Platz. Timo Werner, bisher elfmal erfolgreich, mühte sich nach seiner Grippepause. Gelingen wollte aber nicht viel. Fünf Torschüsse verzeichnete der 22-Jährige immerhin. Aber auch Nebenmann Yussuf Poulsen, bisher zehnmal erfolgreich, gelang kein Tor. Am knappsten war es bei Orban, dem Abwehrchef. Seine Hackenverlängerung klärte Gelson Fernandes in der zweiten Hälfte aber per Kopfball auf der Linie.

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ERKENNTNIS III: „Natürlich wäre es schön gewesen bei den anderen Ergebnissen, heute gewonnen zu haben.“ Was Leipzigs Trainer Rangnick meinte: Mit einem Sieg hätte seine Mannschaft nicht nur den Abstand als Tabellenvierter auf Frankfurt auf acht Punkte ausgebaut. RB wäre auch bis auf zwei Punkte an den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach rangekommen, der daheim 0:3 gegen Hertha BSC verlor.

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Stefan Ilsanker (RB Leipzig): „Wir haben viel investiert, leider aber nicht den vollen Ertrag mitgenommen. Das ganze Team hat sehr gut nach hinten gearbeitet und wir haben fast nichts zugelassen. Vorn haben wir leider keine unserer vielen hochkarätigen Chancen verwertet. Der Sieg wäre möglich und verdient gewesen – doch auch den Punkt nehmen wir gern mit.“ Zur Galerie
Stefan Ilsanker (RB Leipzig): „Wir haben viel investiert, leider aber nicht den vollen Ertrag mitgenommen. Das ganze Team hat sehr gut nach hinten gearbeitet und wir haben fast nichts zugelassen. Vorn haben wir leider keine unserer vielen hochkarätigen Chancen verwertet. Der Sieg wäre möglich und verdient gewesen – doch auch den Punkt nehmen wir gern mit.“ ©
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ERKENNTNIS IV: RB Leipzig setzt seine Serie fort. Nach dem 0:1 zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund kassierten die Sachsen keine Niederlage mehr. In der Liga und im Pokal folgten insgesamt drei Siege, dazu nun das Remis. In den vier Partien kassierte Leipzig keinen Gegentreffer.

We fought and fought and fought and fought, but couldn't find a way past a spirited Frankfurt defence 🤷‍♂️ A class...

Gepostet von RB Leipzig am Samstag, 9. Februar 2019

ERKENNTNIS V: Wie schon beim 1:0 gegen den VfL Wolfsburg im DFB-Pokalachtelfinale konnte sich Leipzig auf Keeper Peter Gulacsi verlassen. Den Freistoß von Filip Kostic, Frankfurts einziger Chance in der ersten Halbzeit, parierte der Ungar großartig.

ERKENNTNIS VI: „Für mich ist RB Leipzig eine Champions-League-Mannschaft.“ Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter.

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