20. Januar 2019 / 11:13 Uhr

RB Leipzig hadert nach Niederlage gegen BVB mit eigener Abschlussschwäche

RB Leipzig hadert nach Niederlage gegen BVB mit eigener Abschlussschwäche

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Eine von zahlreichen vergebenen Möglichkeiten: RB Leipzigs Marcel Saitzer scheitert am Dortmunder Torhüter Roman Bürki. 
Eine von zahlreichen vergebenen Möglichkeiten: RB Leipzigs Marcel Saitzer scheitert am Dortmunder Torhüter Roman Bürki.  © dpa
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Gegen den Tabellenführer aus Dortmund muss sich RB Leipzig zum Rückrundenauftakt mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Den Roten Bullen mangelte es weder an Leidenschaft noch an Spielwitz. Doch für die ambitionierten Ziele braucht es dringend Tore.

Leipzig. Zum Rückrundenauftakt am Samstagabend gegen Borussia Dortmund ist RB Leipzig zum zweiten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer in der Red Bull Arena geblieben. Überhaupt passierte dies in nun mehr zweieinhalb Jahren Bundesliga erst vier Mal – eine Bilderbuch-Quote und wichtiger Faktor der Leipziger Heimstärke.

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RB Leipzig - Borussia Dortmund (0:1) Zur Galerie
RB Leipzig - Borussia Dortmund (0:1) ©

Umso ärgerlicher, dass es auch im Topspiel gegen den Tabellenführer keineswegs an Chancen mangelte. Allein Marcel Sabitzer vergab zwei Mal aus bester Position vor Roman Bürki und war nach dem Spiel ob der liegengelassenen Möglichkeiten sichtlich angefressen. Doch nicht nur der Österreicher, der defensiv wie sein gesamtes Team über weite Strecke eine bärenstarke Partie ablieferte, musste sich nach 90 Minuten eingestehen, dass da deutlich mehr drin war.

Genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen

Auch Leipzigs Toptorschütze Timo Werner und einige andere hätten zumindest für den Ausgleich sorgen müssen. Yussuf Poulsen resümierte folgerichtig: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren nur nicht effizient genug. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Wir haben genug große Chancen rausgespielt, um das Spiel zu gewinnen. Manchmal will das Ding nicht rein."

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(1) Peter Gulacsi: Machtlos beim 0:1, Retter gegen Philipp, ansonsten nicht geprüft. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Machtlos beim 0:1, Retter gegen Philipp, ansonsten nicht geprüft. Note 2. ©

Der 24-Jährige mag Recht haben. Im Fußball gibt es solche Tage. Da rennt eine Mannschaft an, schießt aus allen Rohren, investiert und probiert. Allein, das Aluminium, der gegnerische Keeper – in diesem Fall ein glänzend aufgelegter Roman Bürki – oder das Pech stehen im Weg. Gegen Dortmund war das so, kurz vor dem Jahreswechsel beim bitteren 0:1 gegen Bayern München ähnlich. Doch greift die Erklärung für eine Mannschaft mit Ambitionen für die ersten vier Plätze der Liga nicht zu kurz? Wieso gelingt es RB Leipzig in engen Topspielen noch nicht, sich für den immensen kämpferischen und spielerischen Aufwand zu belohnen? Diese Fragen muss der Verein für sich beantworten.

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Rangnick von Vielzahl an Chancen überrascht

Trainer Ralf Rangnick war nach dem Spiel am Samstag regelrecht überrascht von der Vielzahl an guten Chancen, die sich sein Team herausgespielt hatte: "Wenn mir jemand gesagt hätte, dass wir gegen Dortmund so viele Chancen bekommen, hätte ich gesagt, dass das sehr optimistisch ist." 14:8 Torschüsse standen am Ende auf dem Tableau.

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, hatten dann aber in der zweiten Halbzeit mehr Zugriff. 

Der Ball wollte leider einfach nicht rein und letztlich hat uns das Matchglück gefehlt, um einen verdienten Punkt mitzunehmen.“ Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, hatten dann aber in der zweiten Halbzeit mehr Zugriff. Der Ball wollte leider einfach nicht rein und letztlich hat uns das Matchglück gefehlt, um einen verdienten Punkt mitzunehmen.“ ©

In der Winterpause gab sich Rangnick mit Blick auf einige vergebene Chancen im Test gegen Galatasaray Istanbul noch sehr entspannt: "Ich mache mir keine Sorgen. Wir schießen schon unsere Tore." Gegen Dortmund blieb seine Mannschaft dieses Versprechen schuldig und nach dem verlorenen Auftakt haderte auch der Coach mit der Effizienz: "Das Problem war, dass wir aus einer Vielzahl von Chancen keine Tore gemacht haben. Das ist schade und fühlt sich im Moment auch sehr traurig an."

Aufgabe für die nächsten Wochen

Unter den Top fünf der Liga hat RB als Vierter mit 31 Treffern die derzeit deutlich schwächste Ausbeute. Der bisherige Erfolg dieser Saison fußt auf der ausgezeichneten Defensive. Wollen die Roten Bullen ihre ambitionierten Ziele für die Saison weiter im Auge behalten, müssen Rangnicks Worten in den kommenden Wochen Taten folgen, auch gegen Spitzenteams.

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