28. April 2022 / 22:57 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:0-Sieg gegen die Rangers

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:0-Sieg gegen die Rangers

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Scott Wright kämpft gegen Dani Olmo und Konrad Laimer um den Ball.
Scott Wright kämpft gegen Dani Olmo und Konrad Laimer um den Ball. © Getty Images
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Lange tut sich RB Leipzig schwer gegen die defensiven Glasgow Rangers, holt am Ende aber doch einen 1:0-Sieg. Mit dem geht es in der kommenden Woche ins Halbfinal-Rückspiel. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Leipzig. Die Fans mussten lange warten, bis es etwas zu bejubeln gab an diesem Europa-League-Abend. Erst in der 85. Minute löste sich die Spannung auf den Rängen. Da traf Angelino zur umjubelten Führung für RB Leipzig. Die Hausherren hatten sich bis zur Schlussviertelstunde äußerst schwer getan gegen massiv verteidigende Glasgow Rangers. Erst ein Doppelwechsel brachte mehr Impulse. Das Tor reichte am Donnerstagabend zum Sieg im Halbfinal-Hinspiel gegen die Schotten. In der kommenden Woche wird sich zeigen, wie wertvoll dieses 1:0 war.

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Gleich auf sechs Positionen tauschte RB-Coach Domenico Tedesco in der Startelf. Die Gelbsperren von Willi Orban, Mohamed Simakan und Kevin Kampl zwangen vor allem in der Defensive zu einem Umbau. Für eine Überraschung sorgte der Trainer aber vor allem in der Offensive, wo er auf einen gelernten Stürmer verzichtete. Sowohl André Silva als auch Yussuf Poulsen saßen zunächst draußen. Statt dessen sollte das Trio Dominnik Szoboszlai, Dani Olmo und Christopher Nkunku für Gefahr sorgen. Das gelang in Halbzeit eins nicht. Die Rangers empfingen die Hausherren an der Mittellinie, verteidigten gefühlt mit zehn Mann das Gehäuse. RB fehlte die Idee, der viel gepriesene vertikale Pass, der Zug zum Tor. Die beste Gelegenheit vergab Angelino in der 31. Minute. Der Spanier nahm im Sechzehner einen Ball volley. Der Schuss hätte gepasst, wenn die Gästeabwehr nicht in letzter Sekunde geblockt hätte. Weitere Höhepunkte gab es abseits der Ränge, wo die Fans beider Lager ordentlich sangen, nicht.

DURCHKLICKEN: So bewertet Guido Schäfer die RB-Elf

LVZ-Chefreporter Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Profis unter die Lupe genommen. Das sind seine Noten. Zur Galerie
LVZ-Chefreporter Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Profis unter die Lupe genommen. Das sind seine Noten. ©

Rund 20 Minuten nach Wiederbeginn sangen die RB-Fans dann nicht mehr nur, sie pfiffen - das eigene Team aus. Denn die Hausherren kamen auch weiterhin kaum in Bewegung, ihr Spiel wirkte statisch. Das vom Coach vorab ausgegebene Ziel, den Gegner zu bewegen, so Räume zu schaffen für eigene Aktionen, war auf diese Weise nicht zu erreichen. Ein Leipziger Tor lag so gar nicht in der Luft. Bis zur 70. Minute. Da hatte Christopher Nkunku die Riesenchance, hatte Keeper und Verteidiger bereits umkurvt und schoss dann über das leere Tor. Fassungslosigkeit im Fanblock. Danach wechselte Tedesco doppelt, Silva und Emil Forsberg kamen für Dani Olmo und Dominik Szoboszlai. Und tatsächlich wurde das Leipziger Spiel nach vorn nun allmählich besser. Die Gastgeber hatten Möglichkeiten. Nkunku vergab per Kopf. Und schließlich traf Angelino in der 85. Minute.