07. April 2022 / 20:50 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:1 gegen Atalanta Bergamo

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:1 gegen Atalanta Bergamo

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Merih Demiral im Zweikampf mit André Silva.
Merih Demiral im Zweikampf mit André Silva. © Getty Images
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RB Leipzig tut sich gegen Atalanta Bergamo schwer, dreht erst in der Schlussphase auf. 1:1 (0:1) heißt es nach 90 Minuten. Das Tor für die Hausherren erzielt ein Kicker der Gegner. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Leipzig. Alles noch offen! Alles weiter möglich! RB Leipzig ist im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Atalanta Bergamo nicht über ein 1:1-Unentschieden (0:1) hinausgekommen. In der heimischen Red Bull Arena waren die Gäste fast durchweg das Spiel bestimmende Team, stellten die in ihren offensiven Aktionen viel zu ungenauen Gastgeber immer wieder vor große Probleme. Der Bundesligist, der durch André Silva einen Elfmeter vergab, war mit dem Remis zwischenzeitlich gut bedient. Zumal dieses Ergebnis für das Rückspiel in einer Woche alle Optionen lässt. Durch den Wegfall der Auswärtstorregel würde RB ein Sieg, egal in welcher Höhe, zum Erreichen des Halbfinales reichen.

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Man müsse nicht alles in den ersten 15 Minuten entscheiden, meinte RB-Coach Domenico Tedesco vor dem Anpfiff. Schließlich seinen 180 Minuten Zeit. Doch was seine Jungs dann in Halbzeit eins boten war für den Geschmack des gebürtigen Italieners dann vielleicht doch etwas zu geruhsam. Denn das Spiel in der Red Bull Arena machten die Gäste aus der Lombardei, die munter nach vorn agierten. Vor allem Luis Muriel bekamen die Hausherren nicht in den Griff. Der Atalanta-Stürmer war es auch, der in der 17. Minute erst Lukas Klostermann verlud und dann die Führung für sein Team herausschoss. Die Gastgeber suchten ihr Heil in Umschaltmomenten. Da nahmen sie dann zwar tatsächlich im Handumdrehen Tempo auf. Allerdings fehlte die in Dortmund noch vorhandene Genauigkeit beim Kontern. Pässe ins Leere oder mitten ins Getümmel häuften sich unschön. Als es dann doch einmal klappte - Konrad Laimer zog urplötzlich an, gab den Ball in die Mitte, wo André Silva abzog - knallte das Leder an den Pfosten. Es war die beste, im Grunde die einzige RB-Chance, in Halbzeit eins.

DURCHKLICKEN: Das sehen die Noten für die RB-Elf aus

So bewertet LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf im Viertelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo: Zur Galerie
So bewertet LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf im Viertelfinal-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo: ©

Beide Trainer verzichteten auf Wechsel zur Halbzeit und auch das Spielgeschehen setzte sich nahezu unverändert fort. Bergamo war offensiv deutlich aktiver, Muriel hatte in der 53. Minute die Chance zum 2:0 für die Italiener. Doch Peter Gulacsi reagierte gut. Kurz darauf Jubel bei den RB-Fans: Schiri Michael Oliver zeigte nach Foul an Christopher Nkunku auf den Punkt. Silva schritt zur Ausführung und versemmelte zum dritten Mal in der laufenden Saison. Keeper Juan Musso hielt den halbhohen Schuss, hechtete dann in die andere Ecke und verteilte den Folgenden Kopfball. 1:1 stand es dann aber dennoch. Denn unmittelbar im Anschluss flanke Angelino nach innen, wo Willi Orban bereitstand. Davide Zappacosta versuchte zu klären und köpfte ins eigene Netz (58.). Bergamo-Coach Gian Piero Gasperini wechselte anschließend dreifach, Tedesco brachte Emil Forsberg für den enttäuschten Silva, nach 73 Minuten dann auch noch Dominik Szoboszlai (für Dani Olmo) und Marcel Halstenberg (für Josko Gvardiol). Bergamo marschierte munter weiter, hatte deutlich mehr vom Spiel. Vor allem die frischen Giorgio Scalvini und Duvan Zapata stellten Leipzigs Defensive vor Aufgaben. Szoboszlai vergab eine der wenigen Leipziger Möglichkeiten, köpfte in der 82. Minute nur an die Latte. Kurios: Auch Bergamo scheiterte zwei Mal am Aluminium. RB entwickelte in der Schlussphase dann nochmal ordentlich Druck, allerdings zu spät für mehr.

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