19. Januar 2022 / 20:32 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:0-Pokalsieg gegen Rostock

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:0-Pokalsieg gegen Rostock

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Yussuf Poulsen köpfte bereits in der Anfangsphase das 1:0.
Yussuf Poulsen köpfte bereits in der Anfangsphase das 1:0. © Picture Point
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Lange musste die 1000 anwesenden Fans zittern, dann war klar: RB Leipzig steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. 2:0 (1:0) gewinnen die Hausherren gegen Zweitligist Hansa Rostock. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Leipzig. Bayern München ist raus. Borussia Dortmund ist raus. Borussia Mönchengladbach ist raus. Und RB Leipzig? Ist weiter! Die Sachsen setzten sich am Mittwochabend vor 1000 Zuschauern im Achtelfinale des DFB-Pokals 2:0 (1:0) gegen Zweitligist Hansa Rostock durch, steht damit in der Runde der letzten Acht. Gegen wen es dort geht, entscheidet sich am 30. Januar. Dann wird - wie immer im Rahmen der ARD-Sportschau - ausgelost.

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Domenico Tedesco hatte mehrfach beteuert, den Gegner ernst zu nehmen und dokumentierte das mit seiner Aufstellung. Er veränderte die Startelf im Vergleich zum Sieg in Stuttgart am Wochenende lediglich auf einer Position. Für André Silva rückte Benjamin Henrichs ins Team und dort ins zentrale Mittelfeld. Tedescos Gegenüber Jens Härtel nahm dagegen gleich sechs Wechsel vor. Ob sein Team deshalb einige Minuten brauchte, um in die Partie zu finden, darf spekuliert werden. Die Gastgeber entwickelten von Beginn an viel Druck und nutzten direkt ihre erste Chance: Poulsen köpfte nach Pass von Lukas Klostermann unbedrängt zum 1:0 ein. Da waren gerade sechs Minuten gespielt. Weitere Tore fielen in Halbzeit eins nicht, auch wenn die Partie in aller Regel nur eine Richtung kannte, die auf's Rostocker Tor. Die Hanseaten strafften sich, machten die Räume bisweilen enger als eng, nötigten RB, die mit viel Aufwand; Pässen und Ballbesitz agierten, Disziplin und Geduld ab. Willi Orban und Christopher Nkunku vergaben weitere Gelegenheiten für die Hausherren.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Lange Zeit nur als Libero und Platzanweiser gefragt, hält sich mit Gymnastik auf Betriebstemperatur, spielt einen - folgenlosen - Fehlpass. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Lange Zeit nur als Libero und Platzanweiser gefragt, hält sich mit Gymnastik auf Betriebstemperatur, spielt einen - folgenlosen - Fehlpass. Note 3. ©

Die zweite Halbzeit begann ungewohnt, nämlich mit hanseatischem Druck und vor allem auch zwei Chancen der Gäste. Aber sowohl Streli Mamba also auch der eingewechselte Nico Neidhart scheiterten. Die Härtel-Elf agierte jetzt deutlich aktiver, stand defensiv weiterhin sicher und machte dem Bundesligisten das Leben schwer und schwerer. Der Favorit blieb bei seiner Herangehensweise aus dem ersten Durchgang, spielte Pass um Pass um Pass, ließ dabei aber die Zielstrebigkeit vermissen. Zudem leisteten sich die Hausherren die eine oder andere Ungenauigkeit, luden Rostock so unnötig zum Umschalten ein. In der 79. Minute brannte es lichterloh im Leipziger Strafraum. Da musste dann sogar Ballmagnet Kevin Kampl mit retten. Für Beruhigung sorgte Dani Olmo. Der kam in der 81. Minute für den angeschlagenen Mohamed Simakan und machte in der 82. Minute das wichtige 2:0.