28. November 2020 / 17:34 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Kevin Kampl im Duell mit Reinhold Yabo.
Kevin Kampl im Duell mit Reinhold Yabo. © Picture Point
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Pflichtaufgabe gemeistert: Trotz viel neuen Personals und ohne Glanz hat RB Leipzig gegen Arminia Bielefeld den erwarteten Sieg gelandet. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann am Samstag gegen Arminia Bielefeld mit 2:1. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

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Leipzig. In einer Partie, die für Gastgeber RB Leipzig ganz unter dem Motto "Belastungssteuerung" stand, haben sich die Messestädter am Samstagnachmittag 2:1 (1:0) gegen die nimmermüde Arminia aus Bielefeld durchgesetzt. Angelino und Christopher Nkunku trafen für die Hausherren. Fabian Klos machte das Tor für den Aufsteiger, der eine couragierte und beherzte Vorstellung bot, nie aufgab und RB vor mehr Probleme stellte als erhofft.

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Mit Rückkehrer Marcel Halstenberg, Lazar Samardzic und Alexander Sörloth in der Startelf begann RB wie gewohnt: viel Ballbesitz, überlegen, aber erst einmal ohne nennenswerte Chance. Die Gäste versteckten sich nicht, igelten sich nicht so weit hinten ein, wie befürchtet, ganz im Gegenteil. Mutig spielte die Arminia nach vorn. Ritsu Doan hätte leicht auf 0:1 stellen können, aber Peter Gulacsi war auf dem Posten. Es blieb nicht Doans einzige Gelegenheit. Kurz vor der Pause vergab er frei vorm Tor. Zu diesem Zeitpunkt waren es die Hausherren, die führten. Angelino hatte in der 29. Minute nach feiner Vorarbeit von Smardzic getroffen.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Muss früh gegen Doan retten, danach fast nur noch bei Spieleröffnungen gefragt. Bekommt Klos-Tor ins kurze Eck. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Muss früh gegen Doan retten, danach fast nur noch bei Spieleröffnungen gefragt. Bekommt Klos-Tor ins kurze Eck. Note: 3 ©

Zur Pause wechselte Julian Nagelsmann ganz im Sinne der Belastungssteuerung doppelt, brachte Christopher Nkunku und Ibrahima Konaté für Halstenberg und Dayot Upamecano. Nkunku führte sich bestens ein, bestrafte einen unerklärlichen Lapsus in der Bielefelder Abwehr unmittelbar nach Wiederanpfiff - 2:0. Aber: Der DSC blieb mutig, attackierte, steckte nicht auf. Die Leipziger dagegen, die angesichts der kommenden Aufgaben in Liga und Champions League durchaus darum bemüht waren, Körner zu sparen, ließen etwas nach. Da das 2:0 aber Bestand hatte, gab es weitere Wechsel zur Schonung der Kräfte. Emil Forsberg und Amadou Haidara lösten Dani Olmo und Nordi Mukiele ab. Auch für Samardzic war früher Schluss, allerdings verletzungsbedingt. Für ihn kam Marcel Sabitzer.

Tragischer Augenblick dann in der 73. Minute: Sörloth holt einen Elfmeter raus. Seine Mannschaftskameraden überlassen ihm den Ball, wissen, der Norweger braucht ein Tor. Er läuft an, schießt und Stefan Ortega Moreno springt in die richtige Ecke. Auch den Nachschuss bringt Sörloth nicht im Tor unter. Seine Miene: Fassungslosigkeit pur. Das Problem: Während sich RB kurz sammelt, ist Fabian Klos da. Anschlusstreffer. Bielefeld war jetzt dran. Klos vergab in der 86. Minute den Ausgleich. Zu mehr reichte es für die Gäste dann aber nicht mehr.