30. April 2021 / 23:21 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:1-Sieg beim SV Werder Bremen

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:1-Sieg beim SV Werder Bremen

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Für den Final-Einzug mussten sich die RB-Profis am Freitag in Geduld üben.
Für den Final-Einzug mussten sich die RB-Profis am Freitag in Geduld üben. © Getty Images (Montage)
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Was für ein Pokal-Drama: RB Leipzig setzt sich durch einen Treffer von Emil Forsberg in der 120. Minute gegen den SV Werder Bremen mit 2:1 durch und darf weiter vom ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte träumen. Guido Schäfer hat sich die Partie angesehen und Noten verteilt.

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Bremen. Sie brauchten den ganz langen Atem und fanden ihn. RB Leipzig steht zum zweiten Mal in seiner Geschichte im Finale des DFB-Pokals, mühte sich beim SV Werder Bremen zu einem 2:1 n.V. (0:0, 1:1). In der regulären Spielzeit waren die Sachsen zwar über weite Strecken spürbar überlegen und die Einzigen, die offensiv etwas zum Geschehen beitrugen, trafen aber mehrfach das Aluminium statt ins Tor. Erst Hee-chan Hwang und Emil Forsberg machten es besser.

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Mit Alexander Sörloth im Angriff (er hatte zuletzt in Bremen doppelt getroffen) ließ der scheidenden RB-Trainer beginnen. Seine Jungs begannen mit Feuer. Der Norweger sorgte für das erste Achtungszeichen, stieg in der 4. Minute nach Flanke von Angelino zum Kopfball hoch. Aber Jiri Pavlenka machte sich ganz lang, verhinderte die Führung. Nach rund 20 Minuten ebbte die Leipziger Offensive spürbar ab. Die Messestädter ließen sich nun zunehmend in Zweikämpfe und kleine Nickligkeiten verwickeln. Das hemmte den Spielfluss. Die Intensität nahm zu. Aufreger dann kurz vor der Pause: Nach einem Zweikampf zwischen Nordi Mukiele und Davie Selke entschied der gewohnt souveräne Manuel Gräfe auf Elfmeter. Selke feierte sich, als hätte er soeben das Siegtor erzählt. Aber VAR Bibiana Steinhaus-Webb funkte dazwischen. Gräfe ging zum Bildschirm, schaute sich die Szene noch einmal an und korrigierte sich dann: kein Strafstoß. So ging es mit 0:0 in die Pause.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Früh gegen Sargent gefordert, hat danach Glück, dass Sargents nächste Chance hauchzart am Tor vorbei geht. Im zweiten Durchgang ohne Aufgaben. Beim 1:1 irgendwie zwischen Baum und Borke. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Früh gegen Sargent gefordert, hat danach Glück, dass Sargents nächste Chance hauchzart am Tor vorbei geht. Im zweiten Durchgang ohne Aufgaben. Beim 1:1 irgendwie zwischen Baum und Borke. Note: 3 ©

Nagelsmann wechselte zu Wiederbeginn, brachte Christopher Nkunku für den gelb-vorbelasteten Amadou Haidara. RB war nun besser unterwegs, hatte etwas mehr Platz, konnte besser kombinieren. Mukiele traf in der 52. Minute von rechts nur den Pfosten. Kurze Zeit später zirkelte Angelino einen Freistoß über den Kasten. In der 64. Minute köpfte Willi Orban den Ball nach Hereingabe von Nkunku an die Unterkante der Latte. Für die nächste Chance sorgte Nkunku, dessen Schuss auch nur am Aluminium landete. In der 89. Minute durfte Hee-chan Hwang ran, ein schneller Mann für die entscheidende Phase.

Und der Südkoreaner traf. Kurz nach Beginn der Verlängerung vollendete er eine schöne Kombination zum 1:0. Der Sieg? Mitnichten! Denn Dayot Upamecano leistete sich, mal wieder, einen entscheidenden Klops. Sein Rückpass in der 105. Minute war zu kurz für Gulacsi. Die Gelegenheit ließ sich der in Leipzig geborene Leonardo Bittencourt nicht entgehen - 1:1. Aber dann kam Emil Forsberg. Eingewechselt in der 113. Minute, machte er in der 121. Minute das entscheidende Tor.