17. Februar 2022 / 23:05 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:2 gegen Real Sociedad

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 2:2 gegen Real Sociedad

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Dani Olmo kämpft mit Mikel Oyarzabal um den Ball.
Dani Olmo kämpft mit Mikel Oyarzabal um den Ball. © dpa
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Gegen tief stehende Spanier läuft RB Leipzig zweimal einem Rückstand hinterher, gleicht zweimal aus und wahrt die Chance auf die nächste Runde in der Europa League. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten vergeben.

Leipzig. Die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales in der Europa League ist nach wie vor da. Denn RB Leipzig trennte sich am Donnerstagabend im ersten Teil des Playoff-Duells 2:2 (1:1) von Real Sociedad San Sebastian. Die Spanier, in der heimischen Liga mit schlechter Chancenverwertung unterwegs, zeigten sich effizient, machten offensiv wenig für die Partie, gingen aber dennoch zweimal in Führung. RB machte aus dem vorhandenen eigenen Ballbesitz zu wenig, kämpfte sich aber zweimal mit viel Energie zurück ins Spiel.

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Domenico Tedesco änderte seine Startformation im Vergleich zum Sieg gegen den 1. FC Köln auf drei Positionen. Für den erkälteten Willi Orban rückte Mohamed Simakan in die Dreierkette. Statt Benjamin Henrichs und Amadou Haidara vertraute der Coach auf Tyler Adams und Kevin Kampl. RB war zunächst nicht ausreichend präsent, leistete sich beim Versuch, den Ball in den eigenen Reihen zu halten einige eklatante Patzer. Das 0:1 durch Robin Le Normand (8.). resultierte dann aber nicht aus einem solchen, sondern aus einer falschen Zuordnung bei einer Ecke der Spanier. Die Hausherren erlangten erst allmählich die Spielkontrolle, belohnten sich nach 30 Minuten mit dem 1:1. Christopher Nkunku traf nach Flanke von Angelino per Kopf. Es war die erste echte Torchance der Leipziger, die sich damit zum wiederholten Mal überraschend effizient zeigten. Mit dem Unentschieden ging es in die Kabinen. Wie zuletzt häufiger fehlte es RB am letzten und entscheidenden Pass in die Spitze. Allerdings verteidigte Real Sociedad tief und vor allem kompakt, stand teilweise mit sechs Mann in der letzten Kette.

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LVZ-Chefreporter Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen. So sieht seine Einzelkritik aus. Zur Galerie
LVZ-Chefreporter Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen. So sieht seine Einzelkritik aus. ©

Zur zweiten Hälfte korrigierte Tedesco eine seiner Personalentscheidungen, brachte Henrichs für Adams, der überraschend in der Abwehrzentrale gespielt hatte. Für ihn rückte nun Lukas Klostermann in die Innenverteidigung, Henrichs rückte nach rechts. RB hielt am zuvor bewährten Prinzip fest. Viel Ballbesitz, aber eben auch wenig Gefährlichkeit. Zudem schenkten die Hausherren den Gästen ein weiteres Tor. Denn Josko Gvardiol, der nach einer Ecke klären wollte, ging wie ein Volleyballer mit der Hand voran zum Kopfball. Schiri Cüneyt Çakir bekam einen Wink von VAR Massimiliano Irrati, ging selbst zum Bildschirm und entschied korrekt auf Elfmeter. Mikel Oyarzabal hatte keine Mühe - 1:2 (64.). So mancher RB-Fan dürfte sich dolle geärgert haben. San Sebastian machte quasi nichts für's Spiel, führte aber zum zweiten Mal in der Partie. Inzwischen war auch Emil Forsberg mit von der Partie. Er kam für Konrad Laimer und sollte für mehr offensive Momente sorgen. Denn die waren absolute Mangelware. Der Schwede machte dann auch das 2:2 - ebenfalls per Strafstoß, nach dem der eingewechselte Dominik Szoboszlai knapp im Sechzehner von den Beinen geholt worden war (82.). Das vermeintliche 3:2 von André Silva zählte nicht - Abseits. So blieb es beim Unentschieden, das beiden Kontrahenten alle Möglichkeiten für's Rückspiel lässt.