21. Februar 2021 / 17:32 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:0-Sieg bei Hertha BSC

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:0-Sieg bei Hertha BSC

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Angelino und Lucas Tousart im Kampf um den Ball.
Angelino und Lucas Tousart im Kampf um den Ball. © Picture Point
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RB Leipzig hat die Vorlage des FC Bayern München genutzt. Die Messestädter gewinnen bei Hertha BSC 3:0 (1:0), rücken so auf zwei Zähler an den Tabellenführer heran. Guido Schäfer hat die Leistung der Roten Bullen unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

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Berlin. Das Meisterrennen nimmt wieder Fahrt auf! RB Leipzig löst die Pflichtaufgabe bei Hertha BSC souverän, gewinnt 3:0 (1:0) und verkürzt damit den Abstand auf Tabellenführer Bayern München auf zwei Punkte. Marcel SabitzerNordi Mukiele und Willi Orban sorgten für die Tore. Positiver "Nebeneffekt" des erfolgreichen Nachmittags: Der Vorsprung auf Platz fünf, den ersten Nicht-Champions-League-Rang, beträgt nun satte zehn Zähler.

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Die Nagelsmann-Elf hätte nach fünf Minuten in Führung gehen können. Aber der erstmals in der Bundesliga in der Startelf stehend Hee-chan Hwang verzog aus aussichtsreicher Position. In der Folge entwickelte sich eine beiderseits kampfbetonte Partie, die RB zwar kontrollierte, aber einmal mehr die Präzision im letzten Drittel vermissen ließ. Hertha stand kompakt, versuchte offensiv über Matheus Cunha Akzente zu setzen. Aber der Brasilianer blieb glücklos und wirkte zusehends gefrustet. Die beste Berliner Szene hatte Dodi Lukebakio, dessen Treffer nur durch den beherzten Einsatz von Lukas Klostermann verhindert wurde (22.). Dass Leipzig dann doch zur Führung kam, war Kapitän Sabitzer zu verdanken. Der Österreicher zirkelte einen Fernschuss aus gut 30 Metern ins Tor von Rune Jarstein (28.). Dabei blieb es zunächst

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(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit nicht über Gebühr gefordert, wehrt nach Wiederbeginn einen Linksschuss von Cunha ab, ist immer Herr des Verfahrens und auch fußballerisch top unterwegs. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit nicht über Gebühr gefordert, wehrt nach Wiederbeginn einen Linksschuss von Cunha ab, ist immer Herr des Verfahrens und auch fußballerisch top unterwegs. Note 2. ©

Die Gastgeber kamen mit Feuer aus der Kabine. Zunächst verzog Lukebakio (50.), dann scheiterte Cunha mit einem Konter im Eins-gegen-Eins an Peter Gulacsi (51.). RB blieb zunächst ohne echte Chancen. Die logische Folge: Julian Nagelsmann regierte personell, brachte Christopher Nkunku für den dann doch harmlosen Hwang und Mukiele für Amadou Haidara (59.). Damit bewies der Coach ein goldenes Händchen. Denn der Franzose stand in der 71. Minute goldrichtig, nachdem Tyler Adams den Ball stark erkämpft hatte, und zimmerte das Leder ins Tor - 2:0. Berlin steckte nicht auf, rannte weiter an. Noch einmal musste Klostermann retten. Aber Orban beendete nach toller Flanke von Sabitzer alle Zweifel und setzte das 3:0 drauf.