24. Februar 2022 / 20:51 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:1-Sieg bei Real Sociedad

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:1-Sieg bei Real Sociedad

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Kevin Kampl im Kampf um den Ball gegen Rafinha.
Kevin Kampl im Kampf um den Ball gegen Rafinha. © Getty Images
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RB Leipzig mischt weiter mit im internationalen Geschäft. Mit dem 3:1-Sieg bei Real Sociedad zieht die Tedesco-Elf ins Achtelfinale der Europa League ein. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten vergeben.

San Sebastian. Es ist geschafft! Nach einem 2:2 im Hinspiel hat RB Leipzig am Donnerstagabend das Playoff-Rückspiel in der Europa League 3:1 (1:0) bei Real Sociedad San Sebastian gewonnen - und zwar hochverdient. Auch wenn die Sachsen in der Schlussphase noch einmal zittern mussten, legten sie über die größten Teile der Begegnung einen starken und souveränen Auftritt hin, stehen nun im Achtelfinale des Wettbewerbs. Welcher Gegner dort auf den Bundesligisten wartet, entscheidet sich am Freitag. Dann werden die Paarungen der Runde der letzten 16 ausgelost.

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Auf zwei Positionen verändert - Tyler Adams und Angelino blieben draußen, Benjamin Henrichs und Willi Orban rückten ins Team - startete RB in die Partie. Und übernahm von Anpfiff weg mit viel Ballbesitz die Kontrolle. Eine frühe Führung war gleich mehrfach drin, aber Lukas Klostermann (3.) und Kevin Kampl (11.) scheiterten. Von den Gastgebern kam offensiv nichts. Die Leipziger pressten sehenswert, Real Sociedad verteidigte engagiert, machte die Räume eng. Unsicherheitsfaktor bei den Hausherren war ausgerechnet Keeper Mathew Ryan, der mehrfach wackelte, einmal außerhalb des Strafraums klärte (es gab Freistoß) und schließlich Christopher Nkunku von den Beinen holte (37.). Zum fälligen Strafstoß trat - etwas unverständlich - André Silva an. Der Portugiese vergab - konnte sich aber bei Orban bedanken, der mit reichlich Geschwindigkeit angerauscht kam und den Nachschuss in die Maschen setzte (39.). RB führte 1:0, und das nach einer überlegen geführten ersten Hälfte völlig verdient, wenn auch zu niedrig.

DURCHKLICKEN: Diese Noten gibt's für die Leistung der RB-Elf

Guido Schäfer hat sich die Leistung der RB-Kicker angesehen und folgende Noten vergeben: Zur Galerie
Guido Schäfer hat sich die Leistung der RB-Kicker angesehen und folgende Noten vergeben: ©

Beide Trainer schickten ihre Teams nach der Pause unverändert zurück auf den Rasen. Auch an den Kräfteverhältnissen änderte sich nichts. Die Spanier blieben zunächst bei ihrer defensiven Herangehensweise, RB machte das Spiel und belohnte sich mit dem 2:0. Silva machte seinen Fehler beim Elfer wett, traf nach Vorlage von Mohamed Simakan (59.). Alles klar? Mitnichten. San Sebastians Coach Imanol Alguacil wechselte doppelt, Tedesco dreifach. Er brachte unter anderem Emil Forsberg und Amadou Haidara. Doch den Schwung hatten plötzlich die Hausherren. Nach Freistoß des eingewechselten Adnan Januzaj, den RB nicht seriös verteidigt bekam, verkürzte Martin Zubimendi (67.). Nun waren neben den Hausherren auch die 35.000 Zuschauer endgültig wach. Es wurde ungemütlich. Die Leipziger, denen die Partie zuvor so leicht von der Hand (oder vom Fuß) ging, hatten nun Probleme, vor allem David Silva sorgte für gute spanische Momente. Für die Schlussphase griffen beide Trainer nochmal in die personelle Kiste. Bei RB kam Yussuf Poulsen für den erschöpften Dani Olmo, bei Real Sociedad ausgerechnet Alexander Sörloth, bekanntlich von RB an die Gastgeber ausgeliehen. Doch es war dann doch nicht der Norweger, der den entscheidenden Treffer markierte, sondern Forsberg - per Handelfmeter. Es war das 1000. Tor in der Geschichte von RB Leipzig.