27. Februar 2021 / 20:40 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:2-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 3:2-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Marcel Sabitzer und Denis Zakaria im Kampf um den Ball.
Marcel Sabitzer und Denis Zakaria im Kampf um den Ball. © Getty Images
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Was für eine Moral: RB Leipzig gewinnt nach einem 0:2-Rückstand und einer drückend überlegen geführten zweiten Halbzeit gegen Borussia Mönchengladbach noch mit 3:2. Siegtorschütze war ausgerechnet Alexander Sörloth. Guido Schäfer hat die Leistung der Roten Bullen unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Leipzig. Was für ein Spiel! 0:2 liegt RB Leipzig trotz eines sehr ordentlichen Auftritts zur Pause zurück, dreht dann nach Wiederbeginn so richtig auf und gewinnt das Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach kurz vor Schluss doch noch 3:2. Christopher Nkunku, Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth sorgten für die Tore. Der Rückstand der Sachsen auf Tabellenführer Bayern München (gewann am Nachmittag 5:1 gegen Köln) beträgt damit weiter zwei Punkte.

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Vor allem die erste Hälfte war - mal wieder - ein Beleg dafür, dass Ballbesitz und Spielanteile nur wenig aussagen über das, was tatsächlich auf dem Tableau respektive der Anzeigetafel steht. RB bestimmte die Partie, agierte engagiert, hatte Chancen durch Dani Olmo, Marcel Halstenberg, Marcel Sabitzer oder Tyler Adams, lag aber dennoch zur Pause 0:2 zurück. Grund waren ein von einem völlig linkisch zu Werke gehenden Dayot Upamceano verursachter Elfmeter (Jonas Hofmann verwandelte) und ein Schulter-Tor von Marcus Thuram. Da waren gerade einmal knapp 20 Minuten absolviert. RB haderte zudem mit Schiri Manuel Gräfe. Coach Julian Nagelsmann beschwerte sich mehrfach lautstark beim vierten Offiziellen. Am Halbzeitstand änderte aber auch das nichts.

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(1) Peter Gulacsi:  Ist bei Hofmanns Elfer dran am Ball und beim abgefälschten zweiten Tor chancenlos. Danach nicht mehr im Fokus. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi:  Ist bei Hofmanns Elfer dran am Ball und beim abgefälschten zweiten Tor chancenlos. Danach nicht mehr im Fokus. Note: 3 ©

Nagelsmann reagierte zur Pause offensiv, brachte Alexander Sörloth für den bereits mit Gelb belasteten Kapitän Sabitzer. Der Norweger ergänzte das Angriffsduo Yussuf Poulsen und Justin Kluivert und hatte gleich Pech. Denn den vermeintlichen Anschlusstreffer in der 51. Minute erzielte er mit dem Arm. Das Tor zählte natürlich nicht. Für Christopher Nkunku lief es wenig später nach Pass von Sörloth besser - 1:2 (57.). RB war jetzt am Drücker, presste nach allen Regeln der Kunst und bei den Fohlen, die das Mittwochsspiel in der Champions League in den Knochen hatten, ließen die Kräfte merklich nach. Das 2:2 durch Poulsen (66.) war die logische Folge. Leipzig hielt den Druck hoch, zu hoch für die Gäste. Sörloth erlöste schließlich sein Team, und das vollkommen verdient.