10. April 2021 / 17:31 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 4:1-Sieg beim SV Werder Bremen

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 4:1-Sieg beim SV Werder Bremen

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Dani Olmo besorgte das 1:0 für RB, feiert hier mit seinen Teamkollegen.
Dani Olmo besorgte das 1:0 für RB, feiert hier mit seinen Teamkollegen. © Getty Images
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Souverän und effizient präsentierten sich die Roten Bullen beim klaren Auswärtserfolg in Bremen und zeigten sich gut erholt von der schmerzhaften weil unnötigen Niederlage gegen Bayern München. Guido Schäfer hat sich die Partie angesehen und Noten verteilt.

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Bremen. Diese Auswärtsfahrt hat sich gelohnt für RB Leipzig. Der Bundesliga-Zweite, der in der Vorwoche seine Meisterschaftsträume hatte begraben müssen, zeigte sich am Samstag bestens aufgelegt. Beim SV Werder Bremen bewiesen die Sachsen, dass sie es auch effizient können. Von drei Schüssen auf's Tor in den ersten 45 Minuten waren drei drin. Alexander Sörloth traf doppelt. In der Endabrechnung stand ein nie gefährdetes 4:1 (3:0) zu Buche. Für die RB-Profis, die in knapp drei Wochen im DFB-Pokal-Halbfinale erneut an die Weser reisen, dürfte die Partie reichlich positive Erkenntnisse gebracht haben.

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Coach Julian Nagelsmann entschied sich gleich für zwei etatmäßige Stürmer, schickte neben dem Norweger auch Justin Kluivert auf den Platz. In der Abwehr kehrte Marcel Halstenberg zurück. Die Sachsen begannen druckvoll, ließen den Hausherren zunächst wenig Raum. Die verlegten sich zunächst auf die Defensive, warteten auf Konter. Die erste Chance der Partie gehörte Kluivert, der nach Flanke von Christopher Nkunku abzog und aus 13 Metern nur das Außennetz traf (10.). Dani Olmo machte es besser, nutzte die zweite RB-Chance zur 1:0-Führung nach tollem Pass von Kevin Kampl (23.). Nun wachte Werder auf. Marco Friedl bediente Davie Selke, dessen Kopfball knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Es blieb ein Strohfeuer. Denn Leipzig zeigte sich ungewohnt effizient. Nkunku bediente Sörloth, der unbewacht auf Höhe des Elfmeterpunktes lauerte und auf 2:0 erhöhte (32.). Halstenbergs vermeintliches 3:0 zählte berechtigt nicht - abseits. Aber es gab ja noch den "King of the North". Noch vor der Pause war Sörloth nach Zuspiel von Willi Orban erneut zur Stelle, sein erster Doppelpack im RB-Trikot (41.).

DURCHKLICKEN: Die Noten für die RB-Elf

(1) Peter Gulacsi: Bekommt bis auf den Elfmeter fast nix auf die Hütte, muss sich mit Gymnastik auf Betriebstemperatur halten. Kein Tag für Torhüter, die gerne durch die Gegend fliegen. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Bekommt bis auf den Elfmeter fast nix auf die Hütte, muss sich mit Gymnastik auf Betriebstemperatur halten. Kein Tag für Torhüter, die gerne durch die Gegend fliegen. Note: 3 ©

Bremens Coach Florian Kohfeldt konnte nicht zufrieden sein, wechselte zur Halbzeit gleich dreifach. Milot Rashica, Kevin Möhwald und Milos Veljkovic kamen. Bei RB durfte ganz im Sinne des weiteren Formaufbaus Benjamin Henrichs für Tyler Adams ran. Werder kam engagiert und mit viel Feuer aus der Kabine, agierte mutig, während die Leipziger sich erst einmal finden mussten. Allerdings fanden die Bälle der Bremer trotz ordentlichen Spielvortrags selten den Weg in den Sechzehner. Als es in der 59. Minute dann doch mal soweit war, sprang das Leder Kampl unglücklich an den Arm. Elfmeter. Rashica fackelte nicht lange, verwandelte zum 3:1 aus RB-Sicht. Nagelsmann reagierte sofort, brachte Amadou Haidara für Kluivert. Das vierte Leipziger Tor machte dann allerdings Marcel Sabitzer, und zwar nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer, eine starke Antwort gegen einmal mehr amateurhaft verteidigende Hausherren. In der Folge schalteten die Sachsen einen Gang zurück, die Partie verflachte, die Fehler auf beiden Seiten häuften sich. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.