24. November 2021 / 23:03 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 5:0-Kantersieg in Brügge

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 5:0-Kantersieg in Brügge

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
André Silva beim Kopfball. Er erzielte das 3:0 für RB.
André Silva beim Kopfball. Er erzielte das 3:0 für RB. © Getty Images
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RB Leipzig erlebt einen geradezu magischen Abend, holt den so dringend benötigten Sieg beim FC Brügge in beeindruckender Manier. 5:0 (4:0) heißt es am Ende für die stark ersatzgeschwächte Truppe. Guido Schäfer hat die Leistung des Bundesligisten unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Brügge. Was für eine Abend für RB Leipzig! Die Rumpftruppe um Ersatz-Kapitän Kevin Kampl legte im entscheidenden Champions-League-Gruppenspiel bei Club Brügge vor allem in der ersten Hälfte einen nahezu fabelhaften Auftritt hin und holte sich einen überzeugenden 5:0-Erfolg (4:0), der durchaus auch hätte höher ausfallen können. Mit dem Sieg sichert sich der deutsche Vizemeister auch den direkten Vergleich gegen die Belgier, hat im Kampf um das Überwintern in der Europa League nun wieder beste Chancen.

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Die Vorzeichen waren, gelinde gesagt, ungünstig. Coach Jesse Marsch und Keeper Peter Gulacsi fehlten aufgrund positiver Corona-Tests. Abseits dessen fielen zehn weitere Profis aus. Achim Beierlorzer, der Marsch an der Seitenlinie vertrat und kurzfristig doch vom noch eingeflogenen Marco Kurth unterstützt wurde, hatte noch fünf Feldspieler auf der Bank. Mit Benjamin Henrichs war nur einer von ihnen mehr als 19 Jahre alt.

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(31) Josep Martinez: Der 23-jährige Spanier spielt wie ein Mann, der seit Jahren allwöchentlich im Kasten steht. Gute Ausstrahlung, blickig, klasse Vorstellung. Note 2. Zur Galerie
(31) Josep Martinez: Der 23-jährige Spanier spielt wie ein Mann, der seit Jahren allwöchentlich im Kasten steht. Gute Ausstrahlung, blickig, klasse Vorstellung. Note 2. ©

Was die verbliebene RB-Elf dann allerdings in Halbzeit eins in Brügge auf den Rasen brachte, ließ beim Einen oder Anderen wahrscheinlich die Kinnlade herunterklappen. Der Bundesligist agierte wie aus einem Guss - aggressiv, hungrig, laufbereit, intensiv in den Zweikämpfen, dominierend auch in den Duellen um den zweiten Ball. Die Hausherren waren schlicht ohne Chance. Und so fielen die Leipziger Tore denn auch in Serie. Christopher Nkunku machte nach Vorarbeit von André Silva den Anfang (12.), Emil Forsberg legte nach Foul an Brian Brobbey vom Punkt nach (17.). Silva köpfte das 3:0 nach toller Flanke von Angelino (27.) und Forsberg setzte mit dem Pausenpfiff einen satten Schuss knapp neben den linken Pfosten ins Netz.

Mit Wiederbeginn rafften sich die Gastgeber nach Doppelwechsel dann doch auf, erzeugte selbst mehr Druck, profitierten dabei allerdings von Lässigkeiten in der RB-Abwehr, die es so zuvor nicht gegeben hatte. Allerdings bewies Brügge teilweise wenig Geschick, vor allem bei der letzten Aktion im und am Sechzehner. Allzu lange hielt die belgische Herrlichkeit ohnehin nicht. Leipzig fing sich nach einer guten Stunde und drei Wechseln - unter anderem kam Hugo Novoa für Brobbey - wieder. Und begann zwischenzeitlich, Chancen im Minutentakt zu vergeben. Nkunku nutzte dann in der Nachspielzeit immerhin noch eine zum 5:0.