20. April 2022 / 22:54 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum Pokalsieg gegen Union

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum Pokalsieg gegen Union

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Taiwo Awoniyi und Willi Orban im Kampf um den Ball.
Taiwo Awoniyi und Willi Orban im Kampf um den Ball. © Picture Point
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RB Leipzig steht zum dritten Mal in vier Jahren im Finale des DFB-Pokals. Die Sachsen besiegten Union Berlin dank eines Treffers von Emil Forsberg in der Nachspielzeit. Guido Schäfer hat die Leistung der Gastgeber unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Leipzig. Der erste große Titel ist - erneut - greifbar nah! RB Leipzig hat sich auch im 15. Pflichtspiel in Folge keine Blöße gegeben. Vor 47.069 Fans in der erstmals seit dem Ausbau ausverkauften Red Bull Arena feierte die Elf von Coach Domenico Tedesco am späten Mittwochabend einen 2:1-Sieg (0:1) gegen den 1. FC Union Berlin. Dank dieses Erfolges stehen die Sachsen zum dritten Mal in ihrer Geschichte im Finale des DFB-Pokals. Dort wartet der SC Freiburg, der bereits am Dienstag im anderen Halbfinale 3:1 gegen den Hamburger SV gewonnen hatte.

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Mit Dominik Szoboszlai als Ersatz für den angeschlagenen Kevin Kampl ging RB in die Partie. Der ungarische Nationalspieler, der am Sonntag das Siegtor in Leverkusen geschossen hatte, begann im offensiven Mittelfeld neben Dani Olmo. Insgesamt änderte Tedesco seine Startelf im Vergleich zum Gastspiel bei Bayer auf sechs Positionen. Seine Jungs standen von Beginn an unter Druck. Denn die Eisernen standen hinten sicher, ließen die Hausherren wenig Raum, zwangen sie immer wieder zu langen Bällen. Die fanden allerdings zu selten ihr Ziel. Bis zur 37. Minute hatten RB so keine entscheidende offensive Szene. Da vergab André Silva freistehend vor dem Kasten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Leipziger allerdings bereits hinten. Sheraldo Becker hatte Union nach Pass von Christopher Trimmel unter frenetischem Jubel der Köpenicker Fans in der 25. Minute in Führung gebracht. Die Elf von Coach Urs Fischer setzte immer wieder Nadelstiche, profitierte dabei auch von zu häufig vorkommenden Fehlabspielen der Gastgeber. Die Berliner Führung zur Pause war durchaus verdient.

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So beurteilt LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf im Pokal-Halbfinale gegen Union Berlin: Zur Galerie
So beurteilt LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf im Pokal-Halbfinale gegen Union Berlin: ©

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. RB versuchte, mehr Druck zu machen, das Spiel nach vorn zu gestalten. Auch die Unioner packten nun noch einmal etwas oben drauf. Die Partie gewann merklich an Tempo. Taiwo Awoniyi hatte das 2:0 aus Sicht der Eisernen auf dem Fuß (57.), konnte einen Konter aber nicht erfolgreich abschließen. Auf der Gegenseite brachte Paul Jaeckel Leipzigs Nkunku im Strafraum zu Fall. Schiri Dr. Felix Brych benötigte den zweiten Blick, wurde vom VAR an den Monitor gebeten und zeigte dann auf den Punkt. Silva verwandelte sicher (61.). Das Duell gewann nun deutlich an Qualität, aber auch an Intensität und Hitzigkeit. Die besseren offensiven Szenen hatten die Gäste. Doch das Tor machte RB.