16. April 2021 / 22:41 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum schwachen 0:0 gegen Hoffenheim

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum schwachen 0:0 gegen Hoffenheim

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Strafraumszenen wie diese, gab es nicht allzu häufig in der ersten Halbzeit.
Strafraumszenen wie diese, gab es nicht allzu häufig in der ersten Halbzeit. © Picture Point
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Es war kein Unentschieden der besseren Art. RB Leipzig trennt sich torlos von der TSG Hoffenheim. Den vermeintlichen Siegtreffer von Yussuf Poulsen in der 96. Minute nimmt der VAR wegen Handspiels zurück. Was bleibt, ist eine verpasste Chance im Meisterkampf. Guido Schäfer hat sich die Partie angesehen und Noten verteilt.

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Leipzig. Mit einer blutleeren Vorstellung und einem 0:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat es RB Leipzig verpasst, im Titelkampf den Druck auf den FC Bayern München zu erhöhen. Im Freitagspiel der Bundesliga ließen die Hausherren nahezu alles vermissen, was sie in dieser Saison so oft ausgezeichnet hatte. Der Rückstand auf den Rekordmeister vor dessen Partie beim VfL Wolfsburg beträgt vier Punkte.

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Viel Anlass zur Begeisterung gab es für RB-Fans schon in der ersten Hälfte nicht. Highlights? Fehlanzeige. Ordentliche Chancen? Fehlanzeige. Statt dessen agierten die Hausherren seltsam lustlos, ohne Tempo und Pressing. An Pässen mangelte es nicht, wohl aber an deren Genauigkeit, so dass es den Gästen von der TSG nicht schwer viel, die Leipziger Bemühungen immer wieder frühzeitig zu stoppen. Die Hoeneß-Elf verteidigte engagiert, zeigte bisweilen Ansätze für Konter, riss offensiv aber auch keinerlei Bäume aus. In die Kabinen ging es mit einem 0:0 und beiderseits reichlich Luft nach oben.

DURCHKLICKEN: Die Noten für die RB-Elf

(1) Peter Gulacsi: Der ungarische Nationaltorhüter bekam schon in Bremen wenig auf die Hütte, muss auch gegen Hoffenheim wieder darben und keinen Ball halten. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Der ungarische Nationaltorhüter bekam schon in Bremen wenig auf die Hütte, muss auch gegen Hoffenheim wieder darben und keinen Ball halten. Note 3. ©

Auch Julian Nagelsmann gefiel die Darbietung seines Team offensichtlich nicht. Zur Pause wechselte der Coach neben Angelino, der erstmals nach rund sechs Wochen wieder dabei war, auch Nordi Mukiele aus. Für sie kamen Kevin Kampl und Amadou Haidara. Doch auch mit dem Duo ging es nur schleppend voran. Symptomatisch für die Partie: In der 58. Minute gelang RB durch Christopher Nkunku der erste Schuss auf's Tor überhaupt. Wenig später köpfte Tyler Adams den Ball aus Nahdistanz übers statt ins Gehäuse. Knapp 30 Minuten vor dem Ende durfte mit Alexander Sörloth dann endlich ein echter Neuner ran, zehn weitere Minuten später mit Yussuf Poulsen ein weiterer. Sonderlich positive Auswirkungen hatten diese personellen Maßnahmen allerdings nicht. Nagelsmann schrie entweder oder wendete sich verärgert ab: Seiner Elf gelang es auch weiterhin nicht, Tempo aufzunehmen oder irgendeine Art von Gefährlichkeit zu entwickeln. Bis zur 96. Minute. Dann traf Poulsen, köpfte sich den Ball aber an den Arm. Kein Tor. Kein Sieg.

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