02. Dezember 2020 / 21:13 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum Tor-Spektakel in Istanbul

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum Tor-Spektakel in Istanbul

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia Dortmund, 28. Spieltag am 08.04.2017 in der Allianz Arena in München (Bayern). Sokratis (l) und Marcel Schmelzer von Dortmund diskutieren nach Spielende miteinander. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Gleich viermal hatte RB Leipzig in Istanbul Grund zum Jubeln. © Getty Images
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Alexander Sörloth trifft endlich und RB Leipzig wahrt die Chance auf das Achtelfinale der Champions League. 4:3 (2:1) gewinnen die Messestädter durch einen Treffer des Norwegers in der Nachspielzeit bei Istanbul Basaksehir. Guido Schäfer hat sich die Leistung der RB-Elf an einem atemberaubenden Abend angesehen und Noten verteilt.

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Istanbul. Was für ein Abend! RB Leipzig zittert sich zum Sieg bei Istanbul Basaksehir, wahrt die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales der Champions League ohne fremde Hilfe. Held des Abends beim 4:3 (2:1) war Dauer-Pechvogel Alexander Sörloth, der wochenlang vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte. Ausgerechnet in seiner alten Heimat - der Norweger spielte bis zum Sommer bei Trabzonspor - platzte der Knoten.

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Bis auf Christopher Nkunku, der aus persönlichen Gründen fehlte, vertraute Coach Julian Nagelsmann auf die Elf aus der Partie bei Paris Saint-Germain. Die machte es von Beginn an nicht schlecht, ließ gleich in der Anfangsphase ein Offensivfeuerwerk los. Drei ordentliche Chancen von Emil ForsbergNordi Mukiele und Yussuf Poulsen blieben aber erst einmal ungenutzt. Der Däne machte es dann in der 26. Minute besser, fälschte einen Schuss von Kapitän Marcel Sabitzer ins Tor ab. RB blieb am Drücker, arbeitete konzentriert weiter, war auch bei Standards gefährlich, insgesamt eine starke Vorstellung. Einziger Lapsus: eine Hammerchance von Demba Ba, die Peter Gulacsi mit Mega-Parade vereitelte. Kurz vor der Pause zog Forsberg in den Strafraum, legte zu Mukiele - 2:0. Absolut verdient. Allerdings folgte der Dämpfer auf dem Fuße. Nach einer Ecke passte die Verteidigung nicht, Irfan Can Kahveci schaltete am schnellsten - nur noch 2:1.

DURCHKLICKEN: Guido Schäfers Noten für die RB-Elf

Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf im Gruppenspiel bei Istanbul Basaksehir unter die Lupe genommen. So sieht seine Einschätzung aus. Zur Galerie
Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf im Gruppenspiel bei Istanbul Basaksehir unter die Lupe genommen. So sieht seine Einschätzung aus. ©

RB wechselte zur Halbzeit. Für Kevin Kampl, der sich im ersten Abschnitt nach einem Ausfallschritt an die Leiste fasste, kam Tyler Adams. Die Gastgeber machten jetzt deutlich mehr Druck, attackierten früh. Leipzig stand tief, konnte sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien, hatte überhaupt nicht mehr den Zugriff auf's Spiel wie noch in Halbzeit eins. Dennoch: Forsberg hatte nach einer halben Stunde die Chance auf das 3:1, setzte den Ball aber aus kürzester Distanz neben das Tor. Dani Olmo war da in der 66. Minute treffsicherer. Eigentlich hätte Nagelsmann jetzt über kraftsparende Wechsel nachdenken können. Aber Kahveci zog in der 72. Minute völlig unbedrängt an der Strafraumgrenze ab. Toller Schuss und nur noch 3:2. Dabei blieb es nicht. Während Poulsen nur den Pfosten und Sabitzer später die Latte traf, setzte der Doppeltorschütze noch Einen drauf, verwandelte in der 85. Minute einen Freistoß zum 3:3. Und dann kam Sörloth.