20. April 2021 / 20:35 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum unerwarteten 1:2 beim 1. FC Köln

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum unerwarteten 1:2 beim 1. FC Köln

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Jonas Hector (14), Amadou Haidara (8), Elvis Rexhbecaj (20) und Ellyes Skhiri schauen dem Ball hinterher.
Jonas Hector (14), Amadou Haidara (8), Elvis Rexhbecaj (20) und Ellyes Skhiri schauen dem Ball hinterher. © dpa
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Mit dieser Niederlage hatte wohl kaum einer gerechnet, am allerwenigsten RB Leipzig selbst. 1:2 (0:1) unterlag die hoch favorisierte Elf von Coach Julian Nagelsmann beim 1. FC Köln scheiterte dabei einmal mehr an fehlender Effizienz. Guido Schäfer hat sich die Partie angesehen und Noten verteilt.

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Köln. Fünf Spiele in Folge hatte RB Leipzig zuletzt in der Fremde gewonnen. Mit breitester Brust fuhr der Tabellenzweite also zum Vorletzten - und kassierte eine gänzlich unerwartete aber bei weitem nicht unverdiente 1:2-Niederlage (0:0). Jonas Hector schoss den 1. FC Köln mit einem Doppelpack zum Sieg. Und die Sachsen: Die zeigten sich in der ersten Halbzeit alt bewährt ineffizient, schliefen in der zweiten mehrfach und verpassten so die endgültige Qualifikation für die Champions League. Für die Elf von Coach Julian Nagelsmann war es die fünfte Bundesliga-Niederlage der Saison.

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RB begann wie die Feuerwehr, schnürt den Effzeh in der eigenen Hälfte ein. Ein Tor lag quasi vom Anpfiff weg in der Luft - fiel aber nicht. Die erste gute Chance vergab Amadou Haidara in der 3. Minute. Er war einer von fünf Akteuren, die im Vergleich zum 0:0 gegen Hoffenheim in die Startelf gerutscht waren. Sein Schlenzer nach Hereingabe von Alexander Sörloth strich knapp am Kasten vorbei. Kurz darauf traf Christopher Nkunku nur das Außennetz. Die Gastgeber brauchten Zeit, um sich angesichts des Dauerdrucks zu finden. Nach rund einer Viertelstunde entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Auch Köln setzte jetzt den einen oder anderen Akzent. Jonas Hector prüfte Peter Gulacsi (25.). Spiel bestimmend blieb aber Leipzig. Nur effizient war das Dargebotene nicht. Nkunku verpasste zwei weitere Male, Nordi Mukiele traf das Tor nicht, ein toller Kopfball von Sörloth landete in den Armen von Timo Horn. Das 0:0 zur Pause war schmeichelhaft für die Hausherren und bezeichnend für die Gäste.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit einmal gefragt, bei Hectors Kopfball dran, aber nicht gänzlich chancenlos. Beim 1:2 ohne Schuld. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit einmal gefragt, bei Hectors Kopfball dran, aber nicht gänzlich chancenlos. Beim 1:2 ohne Schuld. Note 3. ©

Wer sich ungut an das Hinspiel - 0:0 bei drückender RB-Überlegenheit - erinnert fühlte, wusste 56 Sekunden nach Wiederbeginn: Es geht schlimmer. Köln kam mit Dampf aus der Kabine, zog Richtung Leipziger Tor. Dort stand Dayot Upamecano deutlich zu weit weg vom Mann. Hector bedankte sich per Kopf - 1:0 für den Tabellenvorletzten. Natürlich machte Leipzig weiter Druck und belohnte sich in der 59. Minute. Haidara hämmerte den Ball in die Maschen. Die Freude hielt allerdings nur eine Minute. Denn dann war Jonas Hector wieder unbewacht und schon war der alte Abstand wieder hergestellt - 2:1 für Köln. Julian Nagelsmann reagierte, brachte Angelino und Dani Olmo für Emil Forsberg und Tyler Adams. Außerdem kurz darauf Justin Kluivert für Marcel Halstenberg. Das Motto war ganz klar: Offensive total. Eine Viertelstunde vor Ultimo durfte dann auch der letzte Angreifer noch ran: Hee-chan Hwang. Allein, es nützte nichts. Denn da war ja immer noch die fehlende Effizienz. Und die befiel ruck-zuck auch die Eingewechselten. So verpasste Kluivert gleich dreifach, setzte unter anderem in der 94. Minute den Ball aus kürzester Distanz an die Latte. Das Ergebnis: null Punkte für den haushohen Favoriten.