17. Oktober 2020 / 17:30 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum verdienten 2:0-Sieg in Augsburg

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum verdienten 2:0-Sieg in Augsburg

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Kurz vor Pause machte Angelino per Kopf das 1:0.
Kurz vor Pause machte Angelino per Kopf das 1:0. © Picture Point
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Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

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Augsburg. Defensiv war RB Leipzig nicht sonderlich gefordert beim FC Augsburg. Beharrlichkeit war dagegen durchaus gefragt, und zwar über 90 Minuten. Die legte der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer allerdings auch an den Tag und bleibt deshalb auch eine weitere Woche genau das: Klassenprimus. Denn die Messestädter belohnten sich beim FCA, gewannen am Samstagnachmittag vor Corona bedingt leeren Rängen 2:0 (1:0).

Ohne etatmäßigen Stürmer (so wie auch beim Sieg gegen Schalke) ging es los in Augsburg. Die Elf von Julian Nagelsmann tat sich schwer gegen die gut gestaffelte Abwehr der Hausherren, die wenig zuließ. Schnell war klar: Hier und heute würde vor allem Geduld gefragt sein. Die bewiesen die Messestädter und belohnten sich dafür kurz vor dem Pausenpfiff: Ausgerechnet der nicht sonderlich groß gewachsene Angelino traf per Kopf zur nicht unverdienten 1:0-Führung. Denn Offensivaktionen hatte es bis dato nahezu ausschließlich von den deutlich feldüberlegenen Leipzigern gegeben.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Zwei Bälle rauschen knapp vorbei, aufs Tor geht keiner. Note zwei für Anwesenheit und verbale Mitarbeit. Note: 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Zwei Bälle rauschen knapp vorbei, aufs Tor geht keiner. Note zwei für Anwesenheit und verbale Mitarbeit. Note: 2 ©

Zur zweiten Halbzeit brachte Nagelsmann Willi Orban für den bereits bei der Nationalelf angeschlagenen Lukas Klostermann. Am Spielverlauf änderte das wenig. Leipzig bemühte sich um das zweite Tor und die Vorentscheidung. Doch zunächst kratzte Mads Pedersen den Ball noch von der Linie. Die Entscheidung führte der Coach dann quasi selbst herbei, als er in der 66. Minute Yussuf Poulsen für Emil Forsberg in die Partie warf. Dessen erste Ballberührung: eine satte und wunderschöne Direktabnahme zum 2:0. Ganz allmählich kamen nun auch die Augsburger aus ihrem offensiven Schneckenhaus: zu spät. Ein Abseitstor von Florian Niederlechner in der 90. Minute genügte nicht für Zählbares gegen jederzeit geduldige und bereite Gäste aus Sachsen.