28. Oktober 2020 / 23:18 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur 0:5-Blamage bei Manchester United

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur 0:5-Blamage bei Manchester United

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Victor Lindelof (M.l.) und Innenverteidiger Harry Maguire kämpfen mit Christopher Nkunku und Benjamin Henrichs um den Ball.
Victor Lindelof (M.l.) und Innenverteidiger Harry Maguire kämpfen mit Christopher Nkunku und Benjamin Henrichs um den Ball. © dpa
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Der Tabellenführer der Bundesliga ist in England regelrecht untergegangen. 0:5 (0:1) unterliegt RB Leipzig beim Manchester United. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Manchester. Wie geht eigentlich Champions League? RB Leipzig musste es am Mittwochabend schmerzvoll von Manchester United lernen. Die Engländer agierten auf eigenem Rasen gnadenlos effektiv, gewannen 5:0 (1:0) und schickten die vorab so selbstbewussten Sachsen ohne Punkte nach Hause. Marcus Rashford (3), Anthony Martial und Mason Greenwood sorgten für die Tore. RB kam im Old Trafford nie wirklich in Schwung, ließ die gewohnte Qualität deutlichst vermissen und rutscht durch die Niederlage auf Rang drei in Gruppe H ab.

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Dass Ballbesitz allein nicht viel bringt, bekamen die Messestädter in der ersten Halbzeit zu spüren. RB hatte mehr vom Spiel, ohne sich allerdings zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten. Die offensiven Akzente und vor allem der letzte Pass fehlten. Da half es auch nichts, dass Julian Nagelsmanns anfeuerndes Brüllen bestens hörbar durch's Old Trafford hallte. Auch ManU glänzte nicht vorm Tor, aber Mason Greenwood machte in der 21. Minute die zweite Gelegenheit schlicht rein und durfte nach ein wenig Wartezeit auch jubeln. Am TV-Schirm drängte sich der Abseitsverdacht doch arg auf, aber der VAR entschied: Treffer zählt. 1:0 für die Hausherren. Damit ging es auch in die Pause, weil keiner der Kontrahenten weitere Akzente setzen konnte.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Bei den Gegentoren ohne Chance und allein gelassen. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Bei den Gegentoren ohne Chance und allein gelassen. Note 3. ©

Weil sich auch nach Wiederbeginn wenig an der fehlenden RB-Offensivqualität änderte, reagierte Nagelsmann personell. Zunächst machte Benjamin Henrichs für Marcel Sabitzer Platz (63.), dann ersetzte Alexander Sörloth Christopher Nkunku (66.). Auch Justin Kluivert durfte ran. Zählbarer Effekt: keiner. Im Gegenteil: Die Tore fielen einmal mehr auf der anderen Seite. Der eingewechselte Marcus Rashford bedankte sich gleich dreifach bei Coach Ole Gunnar Solskjaer für das Vertrauen. Beim 2:0 (74.) musste der VAR ran, die Abseitsregelung konnte aber keine Anwendung finden, weil Rashford noch in der eigenen Hälfte gestartet war. Beim 3:0 (78.) war keine Prüfung nötig und RB Leipzig endgültig k.o. Das 4:0 (87.) per Elfmeter durch Anthony Martial und Rashfords 5:0 (92.) taten nur noch weh.