19. Oktober 2021 / 23:36 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur bitteren 2:3-Pleite in Paris

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zur bitteren 2:3-Pleite in Paris

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Nordi Mukiele kommt vor dem Gegner an den Ball.
Nordi Mukiele kommt vor dem Gegner an den Ball. © Getty Images
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Eine starke Leistung von RB Leipzig hat nicht für Zählbares bei Paris Saint-Germain gereicht. Trotz einer leidenschaftlichen Vorstellung müssen die Sachsen im Prinzenpark eine 2:3-Niederlage (1:1) hinnehmen. Guido Schäfer hat die Leistung der Roten Bullen unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Paris. Es war ein starker Auftritt der Sachsen, einer der Hoffnung macht. Dennoch steht RB Leipzig auch nach dem dritten Spieltag der Champions League weiter ohne Punkte da. Trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung unterlag das Team am Dienstagabend bei dem mit Weltstars gespickten Ensemble von Paris Saint-Germain mit 2:3 (1:1). Dabei machte es der bestens eingestellte und leidenschaftlich agierende Bundesligist den Gastgebern in den wenigen entscheidenden Momenten zu leicht, brachte sich so selbst um den Lohn für die geleistete harte Arbeit.

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Coach Jesse Marsch wechselte im Vergleich zum 1:1 in Freiburg fünfmal, setzte auf Dreier- bzw. Fünferkette, entschied sich im Angriff für André Silva statt Yussuf Poulsen. Seine Jungs marschierten von Beginn an, gingen vorn drauf, erspielten sich durch den Portugiesen und Konrad Laimer gleich in der Anfangsphase zwei Chancen. Die kalte Dusche folgte prompt: Nach einem Foul von Lionel Messi an Silva (Schiri Marco Guida verzichtete auf einen Pfiff) passte Marquinhos zu Kylian Mbappé, der Willi Orban im Eins-gegen-Eins abzockte: 1:0 (10.). Es war der einzige Torschuss der Gastgeber in der ersten Halbzeit. Denn die hatten zwar 72 Prozent Ballbesitz und mehr als doppelt so viele gespielte Pässe, kamen damit aber nicht voran. Denn RB machte, was Marsch zuvor gefordert hatte. Sie rannten, einer für alle, alle für einen, verteidigten, fighteten und suchten immer wieder ihre Chance auf einen Umschaltmoment. Das wurde belohnt. Angelino flankte von links in den Strafraum, Silva wuchtete das Leder ins Netz - 1:1 (28.). Angesichts eines leidenschaftlichen und konzentrierten Leipziger Auftritts ein hoch verdienter Ausgleich, mit dem es in die Pause ging.

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So hat LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gesehen: Zur Galerie
So hat LVZ-Chefreporter Guido Schäfer die Leistung der RB-Elf gesehen: ©

Nach Wiederbeginn war zunächst PSG am Drücker, ohne allerdings Ernsthaftes zu Wege zu bringen. RB stellte die Franzosen weiter clever zu und blieb bei seiner Nadelstichtaktik. Mit Erfolg: Nordi Mukiele nahm eine Flanke von Angelino direkt zum 2:1 für die Sachsen (57.). PSG-Coach Maurizio Pochettino reagierte sofort, brachte Danilo und Georginio Wijnaldum. Auch Marsch musste wechseln. Amadou Haidara humpelte vom Feld, Ilaix Moriba kam. Es folgte die zweite Pariser Chance, ermöglicht durch einen Patzer im Spielaufbau von Tyler Adams. Auftritt Lionel Messi, Tor Lionel Messi - 2:2 (67.). Der argentinische Superstar besorgte dann auch direkt das 3:2 für die Hausherren (74.). Mohamed Simakan hatte Mbappé zuvor im Strafraum mit einer eher zarten Berührung zu Fall gebracht. In der vergleichbaren Situation auf der anderen Seite vor dem 1:0 hatte der Unparteiische in Halbzeit eins von einem Pfiff abgesehen. Half alles nichts. Erneut hatte es RB, dessen Kickern in der Schussphase nach intensivem Spiel die Beine dann doch etwas müde wurden, dem Gegner viel zu leicht gemacht. Mbappé vergab schließlich einen weiteren Elfmeter.