08. April 2022 / 15:39 Uhr

RB Leipzig kann Hoffenheim aus Königsklassen-Rennen schießen

RB Leipzig kann Hoffenheim aus Königsklassen-Rennen schießen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB Leipzigs Trainer Domenico Tedesco will sich von den vielen Ausfällen bei der TSG Hoffenheim nicht aus dem Konzept bringen lassen.
RB Leipzigs Trainer Domenico Tedesco will sich von den vielen Ausfällen bei der TSG Hoffenheim nicht aus dem Konzept bringen lassen. © PICTURE POINT
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Drei Tage nach dem Viertelfinale in der Europa League geht es für RB Leipzig wieder um die Champions League. Ein Sieg gegen Hoffenheim wäre ein großer Schritt.

Leipzig. Der Traum vom Halbfinale in der Europa League lebt weiter, doch für RB Leipzig geht es nur drei Tage nach dem Highlight-Spiel gegen Atalanta Bergamo schon wieder um die Champions League. Mit einem Sieg am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) gegen die TSG Hoffenheim könnte der Vizemeister die Kraichgauer praktisch aus dem Rennen um die Königsklasse schießen. Sechs Spieltage vor Schluss läge Leipzig dann sieben Punkte vor Hoffenheim und müsste sich wohl nur noch mit dem SC Freiburg um Platz vier streiten.

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Nicht blenden lassen

Trainer Domenico Tedesco will die Ausgangslage dennoch nicht vor der Mannschaft thematisieren. Grund ist die enorme Terminhatz im April, bei der man fast alle drei Tage ein wichtiges Spiel hat. "Wenn wir so ein Spiel akzentuieren, heißt das automatisch, dass alle anderen Spiele weniger wichtig sind", sagte der 36-Jährige am Freitag. Wäre man in Europa oder im DFB-Pokal nicht mehr dabei, würde man dies vielleicht tun. In der aktuellen Situation habe man jedoch den ganzen Monat akzentuiert.

Noch in der Nacht zu Freitag schaut sich Tedesco das glückliche 1:1 gegen Atalanta noch einmal an und suchte nach Lehren. Diese werden wohl eher für das Rückspiel am Gründonnerstag von Bedeutung sein als gegen Hoffenheim. Die werden ohnehin schwer im Vorfeld zu analysieren sein, da aufgrund von Verletzungen, Sperren und Coronainfektionen mindestens acht Ausfälle fix sind.

Tedesco will sich davon nicht blenden lassen. "Die Breite des Kaders ist da. Sie werden etwas zusammenbasteln, was gut ist und uns herausfordern wird", sagte der Coach. Tedesco gab auch zu, dass es extrem für einen Trainer sei, wenn so viele Spieler ausfielen.

"Ich hoffe, dass wir viel Ballbesitz generieren"

Leipzig selbst ist in einer deutlich komfortableren Situation. Am Freitag meldeten sich Yussuf Poulsen und Tyler Adams fit für das Spiel gegen Hoffenheim. Somit fehlt nur noch der ohnehin länger verletzte Amadou Haidara. Trotzdem wird Tedesco im Vergleich zum Europacup leicht rotieren, Emil Forsberg, Mohamed Simakan, Nordi Mukiele und Dominik Szoboszlai sind Kandidaten für die Startelf.

Mit frischen Kräften hofft Tedesco auf einen anderen Fußball, als RB ihn beim 4:1 in Dortmund und gegen Bergamo gespielt hat. Dort hatte sich die Mannschaft vornehmlich auf Konter konzentriert, gegen Atalanta wuchs der Ballbesitz erst nach dem Rückstand. "Ich hoffe, dass wir viel Ballbesitz generieren. Das hilft unserer Art Fußball zu spielen", sagte Tedesco.


Was Leipzig ebenfalls half, war das Urteil am Freitag, den Einspruch des SC Freiburg gegen die Wertung des 1:4 gegen Bayern München abzulehnen. Hätte Freiburg Recht bekommen, weil Bayern kurzzeitig zwölf Spieler auf dem Platz hatte, wären die Breisgauer plötzlich punktgleich mit RB gewesen. "Als Trainer von RB und direkter Tabellennachbar habe ich eine RB-Brille auf, da weiß man, wie ich denke. Ich verstehe aber auch die andere Partei aufgrund der juristischen Fragen", sagte Tedesco.

Tom Bachmann, dpa