15. Mai 2019 / 09:43 Uhr

Kapitäne am Beckenrand: RB Leipzigs Willi Orban besucht SSG-Schwimmer

Kapitäne am Beckenrand: RB Leipzigs Willi Orban besucht SSG-Schwimmer

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Kapitän Willi Orban hat die Leistungsgruppe der Schwimmsportgemeinschaft Leipzig und SSG-Kapitän David Thomasberger in der Schwimmhalle in der Mainzer Straße besucht.
RB Leipzigs Kapitän Willi Orban hat die Leistungsgruppe der Schwimmsportgemeinschaft Leipzig und SSG-Kapitän David Thomasberger in der Schwimmhalle in der Mainzer Straße besucht. © Christian Modla
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Beim Meet & Greet in der Uni-Schwimmhalle hinterlässt RB Leipzigs Star Willi Orban bei den SSG-Schwimmern einen bleibenden Eindruck.

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Leipzig. Freudbetonte Betriebsamkeit in der Uni-Schwimmhalle. Er ist da. Der Willi. Der Orban. Der Kapitän des Bundesliga-Dritten und Pokalfinalisten RB Leipzig. Der 26-jährige ungarische Nationalspieler hat Autogrammkarten und gute Laune mitgebracht. Willi ist ein Geschenk an die Schwimmstartgemeinschaft Leipzig. Von SSG-Freund Steffen Göpel. Der 53-jährige Immobilien-Unternehmer hatte beim letztjährigen Business Award von Concept4Sport ein Orban-Bild ersteigert. Eingepreist: ein Treffen mit dem hochsympathischen Pfälzer Bub, der es in dieser Fußball-Welt weit gebracht hat. Dieses Meet & Greet hat Göpel der Schwimmgemeinschaft zukommen lassen.

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Auch Matthias Macht ist ein Unterstützer der SSG, hatte beim Award den Zuschlag für ein Porträt von Orbans Kollegen Kevin Kampl, 28, bekommen. Kampl wird heute der legendären Schwimmhalle seine Aufwartung machen. Macht ist 50, Ex-Schwimmer, hilft bei der Sponsorensuche. Schwimmen ist anstrengend – und teuer. An der Sponsorenfront staubt es zuweilen. Da hilft Öffentlichkeit, helfen Orban/Kampl, Meet & Greet. SSG-Cheftrainer Frank Embacher, 55, und Orban stecken die Köpfe zusammen. Orban deutet auf Embachers Schmetterling-Ass David Thomasberger, 24. Eine Figur wie gemeißelt. Körperfett? Embacher: „Zwischen vier und fünf Prozent.“

Willi spielt die beste Saison seines Lebens, hat unglaubliche 44 Pflichtspiele in den Knochen, schwankt fetttechnisch zwischen acht und zehn Prozent. Embacher schätzt den SPORTBUZZER-Reporter auf 40 Prozent, sagt: „Fett schwimmt oben, aber nicht schnell.“ Eine wertvolle Information. Embacher ist eine Trainer-Legende, hat Paul Biedermann zum Weltmeister und Weltrekordler gemacht. Orban fragt, was an Biedermann so besonders war. Embacher: „Er hatte nur das Schwimmen im Kopf. Und er war ein Killer.“ Übersetzt: Paul war einer, der nie um die Häuser zog, Wettkämpfe liebte sowie Gegner mit Haut und Haar verspeiste.

RB Leipzig will sich mit einem Sieg gegen Werder von den Fans verabschieden

Auch RB-Abwehrchef Orban ist ein Killer – im übertragenen Sinn. „Der Stürmer muss merken, dass du da bist, dass es schon mal wehtun kann.“ Zuletzt hat er den Bayern-Stars Thomas Müller, Robert Lewandowski & Co. wehgetan. Am Sonnabend spielen die Roten Bullen in Bremen. Werder braucht drei Punkte, RB Thermik fürs große Pokal-Finale am 25. Mai in Berlin. Gegen Bayern München. „Wir wollen uns in Bremen anständig und erfolgreich von unseren Fans verabschieden.“ Und beim Wiedersehen in Berlin gemeinsam feiern.

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SSG-Macher Matthias Macht arrangiert einen Schnappschuss. Kapitäne am Beckenrand, Leistungssportler unter sich. Mit SSG-Kapitänin Marie Pietruschka, 23, SSG-Kapitän Thomasberger und RB-Kapitän Orban. Am Startblock Nummer 1. Marie und David sind hochdekoriert, wissen, wie man Titel holt. Die SSG hat die erfolgreichste Saison der Club-Historie hinter sich. Willi will seinen ersten Titel in Berlin holen. „Das wird das größte Spiel meiner bisherigen Karriere“, sagt Orban. „Die Chancen stehen 50:50. Bayern ist bärenstark, das haben wir in Leipzig gesehen.“

SGG wünscht sich Kooperation mit Ralf-Rangnick-Stiftung

Auf dem Weg zum Abitur musste Willi Orban auch schwimmen. „Schmetterling, ich bin fast abgesoffen.“ Der Stargast hat Hochachtung vorm Pensum und dem inneren Antrieb der Schwimmer und Schwimmerinnen. „Das müssen besondere Charaktere sein.“ Frank Embacher nickt. Um in Embachers Metier oben anzukommen, braucht es eisernen Willen. Und Geld. Oft auch eigenes. Trainerkostenzuschuss, Eigenbeteiligung an Trainingslagern, Wettkampfreisen und so weiter.

Der Sportkamerad Macht und seine SSG-Mitstreiter rühren die Werbetrommel für ihre SportlerInnen. Auf dem Wunschzettel: Eine Kooperation mit der Ralf-Rangnick-Stiftung. Macht: „Auch bei uns geht es um soziale Integration von Kindern und das Einbinden in ein Team, in einen Verein.“

Willi Orban bestieg nach herzlicher Verabschiedung seinen Dienstwagen. Vielleicht kann er seinem Coach ja übermitteln, dass die SSG schon lange auf einen Kleinbus spart. Kevin Kampl könnte das Buslein am Mittwoch mitbringen.

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