20. Juni 2020 / 11:07 Uhr

Leipzig-Profi Kampl über Chelsea-Transfer von Werner und seine BVB-Zeit: "Tuchel wollte mich behalten"

Leipzig-Profi Kampl über Chelsea-Transfer von Werner und seine BVB-Zeit: "Tuchel wollte mich behalten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Tuchel (links) war 2015 offenbar bemüht, den damaligen BVB-Profi Kevin Kampl in Dortmund zu behalten.
Thomas Tuchel (links) war 2015 offenbar bemüht, den damaligen BVB-Profi Kevin Kampl in Dortmund zu behalten. © imago images/opokupix/PanoramiC
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Bei RB Leipzig zählt Kevin Kampl zu den Stammkräften, wurde zuletzt aber von einer Verletzung zurückgeworfen. Zuvor spielte er bereits bei Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in der Bundesliga. Im Interview mit "Sport1" erklärte er nun, dass Thomas Tuchel ihn seinerzeit gerne beim BVB gehalten hätte.

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Diese Saison ist für Kevin Kampl unglücklich verlaufen. Seit dem 4. Spieltag kämpfte er wiederholt mit einer Sprunggelenksverletzung, absolvierte deshalb nur neun Bundesliga-Spiele für RB Leipzig. Nach dem Corona-Neustart läuft es für den Mittelfeldspieler der Sachsen besser: in fünf von sieben Spielen kam er zum Einsatz, erzielte dabei ein Tor und bereitete zwei weitere vor. Im Vorjahr war Kampl in Leipzig verletzungsfrei geblieben und zählte mit 27 Liga-Spielen zu den absoluten Stammkräften.

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Vor dem Duell von RB gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr, Sky) sprach Kampl nun über seine bisherige Zeit in der Bundesliga. Im Januar 2015 wechselte der slowenische Nationalspieler von Red Bull Salzburg zum BVB. Unter dem damaligen Trainer Jürgen Klopp kam er in der Rückrunde 2015/16 immerhin auf 19 Pflichtspiele. "Ich habe in Dortmund viel gelernt, auch wenn ich nur eine kurze Zeit dort war", sagte Kampl im Sport1-Interview.

Kampl: "Hätte meine Chance unter Tuchel bekommen"

Seine Situation bei den Schwarz-Gelben war allerdings nicht einfach. "Ich kam aus Salzburg, wo wir Erster in der Liga und erfolgreich in der Europa League waren. In Dortmund standen wir zu Beginn der Rückrunde auf dem vorletzten Platz, das war das letzte Halbjahr unter Jürgen Klopp und wir mussten erst mal um den Klassenerhalt kämpfen", erklärte Kampl. "Ich habe aber fast jedes Spiel gemacht, hatte einen langfristigen Vertrag und ich hätte meine Chance auch unter Thomas Tuchel bekommen." Und der heutige PSG-Coach hätte den Slowenen auch durchaus gerne weiterhin im Team gehabt.

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Kampl: "Er war zwar nicht begeistert, dass ich nach Leverkusen wollte, denn er wollte mich gerne behalten. Aber in Leverkusen war zu der Zeit Roger Schmidt Trainer. Schmidt war sozusagen mein Mentor und ich wusste, dass ich unter ihm meinen besten Fußball spielen kann." Denn der damalige Coach der Werkself trainierte den heute 29-Jährigen in dessen Zeit in Salzburg.

Kampl über Werner: "Er hat es verdient"

Zwei Jahre lang spielte Kampl in Leverkusen (2015 bis 2017), dann folgte der Wechsel nach Leipzig. Sowohl in der Saison 2017/18 als auch der Folge-Spielzeit 2018/19 spielte er eine wichtige Rolle in der Mittelfeld-Zentrale - und war damit häufig Passgeber für Timo Werner, dessen 53-Millionen-Transfer zum FC Chelsea nun fix ist. Kampl über den deutschen Nationalspieler: "Er hat es verdient, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Ich finde es aber schade, dass er künftig nicht mehr in der Kabine sein wird, denn er ist ein lustiger Vogel, mit dem man viel lachen kann. Das werde ich schon vermissen."