11. Februar 2019 / 22:30 Uhr

Krisengipfel bei RB Leipzig: Mintzlaff und Fanvertreter diskutieren

Krisengipfel bei RB Leipzig: Mintzlaff und Fanvertreter diskutieren

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
In den Block wollte er am Samstag nicht kommen. Aber am Montag traf sich Oliver Mintzlaff mit den RB-Fans.
In den Block wollte er am Samstag nicht kommen. Aber am Montag traf sich Oliver Mintzlaff mit den RB-Fans. © dpa / Privat
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Nachdem Anhänger von RB Leipzig in der vergangenen Woche auf unterschiedliche Weise Kritik an der Fanarbeit ihres Vereins geäußert haben, sollte ein Gespräch mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Montagabend die Wogen glätten. Öffentlich verkündbare Ergebnisse gab es nicht.

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Leipzig. Am Montagabend haben sich unter anderem RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Vorstand Ulrich Wolter zu einem Krisengespräch mit Anhängern der Roten Bullen getroffen. Der Gipfel mit Vertretern verschiedener Fanclubs und -gruppen fand auf Einladung der Vereinsspitze und unter Ausschluss der Medien in den Räumen der Red Bull Arena statt – ein Einlenken, nachdem die Fans ihrem Ärger über den Umgang des Clubs mit seinen Anhängern in der vergangenen Woche Luft gemacht hatten.

Was am Montag während des zweistündigen Gesprächs inhaltlich im Detail vereinbart wurde, blieb nach SPORTBUZZER-Informationen auf ausdrücklichen Wunsch Mintzlaffs am Abend noch weitestgehend unter Verschluss. Aus Fankreisen heißt es jedoch, dass der Geschäftsführer einen klaren Plan für die Umgestaltung der Fanarbeit bei RB vorgegeben habe. Daran solle er nun gemessen werden. Die "Bild" berichtet außerdem, dass Mintzlaff unter anderem die Einstellung von zwei neuen Fanbeauftragen im Sommer und den versprochenen Umbau der Stehplätze in der Fankurve binnen der nächsten drei Jahre angekündigt hat."

Fans forderten lautstark den Dialog

Im Zuge der Protestaktionen, die dem Treffen vorausgegangen waren, hatten die Anhänger unter anderem die Umstrukturierung der Fanarbeit, mehr Konstanz und eine personelle Aufstockung mit fachkundigem Personal gefordert. Anstoß für die Aktionen gab vor einer Woche der Abschied des Fanbeauftragten Timm Merten, der bereits nach fünf Monaten im Amt seinen Platz wieder geräumt hatte.

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Bereits am Mittwoch hatten verschiedene Fangruppen gemeinsam einen Offenen Brief in Umlauf gebracht, in dem sie sich bei Merten bedankten und im gleichen Atemzug die Vereinsspitze kritisierten. Beim Bundesliga-Topspiel legten die Anhänger dann nach, präsentierten unter anderem über die komplette Spieldauer ein großes Banner mit der Aufschrift: "Wer viel verspricht, vergisst auch viel ... wir müssen reden – Dialog jetzt!" Noch über eine Stunde nach dem Spiel verharrten rund dreihundert Fans singend im Stadion und forderten die Vereinsspitze zum Gespräch auf. Unter anderem skandierten sie: „Wenn wir wollen, schlafen wir heute hier“, "Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt" und auch "Mintzlaff in den Block", Diesem Wunsch war der Geschäftsführer am Samstagabend nicht nachgekommen.

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