08. Februar 2021 / 20:41 Uhr

Gibt es einen Königsweg für RB Leipzig und Co.? "Einheitliche (Reise-)Regeln in Europa wären ein Anfang"

Gibt es einen Königsweg für RB Leipzig und Co.? "Einheitliche (Reise-)Regeln in Europa wären ein Anfang"

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
In der Budapester Puskás Aréna wird RB Leipzig sein Heimspiel gegen Liverpool austragen.
In der Budapester Puskás Aréna wird RB Leipzig sein Heimspiel gegen Liverpool austragen. © Getty Images
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Champions League, Corona, Mutationen, Einreiseverbote. Die Verlegung des ersten Achtelfinals zwischen RB Leipzig und Liverpool in die ungarische Hauptstadt wirft viele Fragen auf und sorgt für Diskussionen. SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer hat einen verblüffend einfachen Lösungsvorschlag.

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Auf NDR 2 gab es früher die Radiosendung „Mit dem Finger auf der Landkarte“. Das war eine absolut unbeschwerte und vor allem unansteckende Reise-Variante, wahrscheinlich ganz nach Gusto des „Dauerbedenkenträgers“ Karl Lauterbach. Leider kommt man so nicht vom Fleck, nicht zum Spiel, auf gut Deutsch: nirgendwo hin.

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RB Leipzig und der FC Liverpool müssen in der Champions League nach Budapest ausweichen, um ihrem Beruf nachkommen zu dürfen. Wegen der Virus-Mutationen in Großbritannien ist ein One-Way-Ticket nach Deutschland für Welttrainer Jürgen Klopp und seine Weltklasse-Raumdeuter tabu.

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Wobei das im Dickicht aus Inzidenzen, Vorschriften, kakophonisch geplärrten Deutungshoheiten in den einschlägigen Talkshows, Symbol- und wirklicher Politik auch nur die halbe Wahrheit ist. Die Liverpooler könnten, wenn sie denn wollten, nach Ungarn fliegen, dort in einen Gelenkbus umsteigen, nach Leipzig fahren und hier gegen die Kugel und den Geist der deutschen Corona-Schutzverordnung treten. Machen sie natürlich nicht, sind ja an manchen Stellen wahre Gentlemen.



Der europäische Ein- und Ausreiseweg ist ein Teppich mit Flicken und Schlupflöchern – und nicht jeder kann es dieser Tage nachvollziehen, dass für den Fußball diese Löcher gesucht und auch genutzt werden. Wobei: Das Problem des Handlungsreisenden (wie es die Fußballer durchaus sind) ist ja generell und insbesondere in Zeiten wie diesen, die Strecke so kurz wie möglich zu halten. Das klappt hier gerade mit dem Umweg an die blaue Donau so gar nicht. Die Covidiotie hat eben viele Gesichter.

Ein Königsweg in der Königsklasse der Vielflieger? Einheitliche (Reise-)Regeln in Europa wären ein Anfang.