06. Februar 2021 / 15:44 Uhr

"Budapest oder Tottenham": RB Leipzig will Entscheidung zu Liverpool-Spiel zeitnah treffen

"Budapest oder Tottenham": RB Leipzig will Entscheidung zu Liverpool-Spiel zeitnah treffen

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
 Markus Krösche hat sich vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig bei Schalke 04 zu einer Verlegung der Champions-League-Partie gegen den FC Liverpool aus der Red Bull Arena geäußert.
Markus Krösche hat sich vor dem Bundesliga-Spiel von RB Leipzig bei Schalke 04 zu einer Verlegung der Champions-League-Partie gegen den FC Liverpool aus der Red Bull Arena geäußert. © imago images/Picture Point LE/Schroedter (Montage)
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RB Leipzigs Sportdirektor hat am Samstag bestätigt, dass Liverpool einen Tausch des Heimrechts im Achtelfinale der Champions League abgelehnt hat. Zwar wollte Markus Krösche keinen Austragungsort final nennen, erklärte aber, dass die ungarische Hauptstadt Budapest eine Möglichkeit ist. Laut Vorstandschef Oliver Mintzlaff ist Tottenham eine zweite.

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Gelsenkirchen. "Natürlich ist es etwas unglücklich, wie es gelaufen ist." Mit diesen Worten hat sich am Samstag erstmals RB Leipzig Sportdirektor Markus Krösche zu den Problemen rund um das Champions-League-Heimspiel gegen den FC Liverpool geäußert. Im Interview mit dem TV-Sender Sky kündigte er eine Entscheidung "in den nächsten Tagen" an. Vorstandschef Oliver Mintzlaff wurde, ebenfalls bei Sky, etwas deutlicher. "Wir werden uns am Sonntag entscheiden, die Entscheidung mit der UEFA diskutieren und am Montag bekanntgeben."

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Das ist auch nötig. Denn laut den UEFA-Regularien müssen die Messestädter, die Gastgeber des Hinspiels am 16. Februar sind, dem europäischen Verband bis zum 8. Februar mitteilen, wie sie mit der Partie verfahren wollen. Andernfalls droht eine 0:3-Wertung.

Da bis zum 17. Februar eine bundesweite Einreisesperre für Menschen aus Corona-Mutationsgebieten besteht, darf die Elf aus Liverpool nicht nach Leipzig reisen. Eine von RB beantragte Ausnahmegenehmigung hatte die Bundespolizei nach Rücksprache mit dem Bundesinnenministerium am Donnerstag abgelehnt. Der Grund: Die entsprechende Verordnung sieht zwar einige wenige Ausnahmen von der Einreisesperre vor, diese treffen aber nicht auf Profisportler auf dem Weg zu Wettkämpfen zu. Krösche ließ nun durchblicken, dass man schon mit einem negativen Bescheid gerechnet habe: "Als wir den Antrag auf Sondergenehmigung gestellt haben, waren wir natürlich nicht tatenlos."

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Krösche bestätigte am Samstag, dass ein Tausch des Heimrechts von den Engländern abgelehnt wurde. "Wir haben angefragt, sie haben unterschiedliche Gründe angeführt, warum sie es nicht können." Nach SPORTBUZZER-Informationen bevorzugen die Leipziger Verantwortlichen derzeit eine Austragung der Partie in Budapest. Das mochte der RB-Sportdirektor in dieser Absolutheit nicht bejahen, sagte aber: "Es ist eine der Städte, wo es stattfinden kann." Mintzlaff wiederum ergänzte später, es gebe insgesamt drei Optionen, nannte neben Budapest konkret noch Tottenham.

Die Kosten für den Umzug in ein anderes Land müssen die Sachsen übrigens selbst tragen. "Das ist ärgerlich. Aber wir müssen das so nehmen, wie es ist. Sicherlich ist es etwas teurer, als es bei einem Heimspiel in Leipzig wäre", so Krösche. "Aber das müssen wir momentan akzeptieren."