19. März 2019 / 16:50 Uhr

Lukas Klostermanns erste Tage beim DFB: Anreise ungewohnt, Fehler erlaubt

Lukas Klostermanns erste Tage beim DFB: Anreise ungewohnt, Fehler erlaubt

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Lukas Klostermann auf dem Podium bei der DFB-Pressekonferenz.
Lukas Klostermann auf dem Podium bei der DFB-Pressekonferenz. © imago images / Eibner
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Die deutsche Nationalelf will eine neue Zeitrechnung einläuten. Neben Timo Werner und Marcel Halstenberg gehört auch Lukas Klostermann zu eben dieser. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Serbien gab der 21-Jährige Verteidiger von RB Leipzig einen Einblick in seine Gefühlswelt.

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Wolfsburg. „Eine neue Zeitrechnung“ hat Bundestrainer Joachim Löw für die Nationalmannschaft ausgerufen. Lukas Klostermann gehört dazu. Der Verteidiger aus den Reihen von RB Leipzig weilt in diesen Tagen erstmals beim A-Kader und durfte am Dienstag zur Premiere auch direkt gemeinsam mit Löw und Kollege Leroy Sané auf dem Podium der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Serbien am Mittwoch Platz nehmen.

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Startpunkt Leipzig Hauptbahnhof: RB Leipzigs Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann und Timo Werner auf dem Weg zum Treffpunkt der Deutschen Nationalmannschaft nach Wolfsburg. Zur Galerie
Startpunkt Leipzig Hauptbahnhof: RB Leipzigs Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann und Timo Werner auf dem Weg zum Treffpunkt der Deutschen Nationalmannschaft nach Wolfsburg. ©
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Ungewohnt sei schon die Anreise gewesen, räumte der 21-Jährige nicht ohne Schmunzeln ein. Zu den Lehrgängen der U21, die er zwischenzeitlich als Kapitän anführte, sei er immer allein unterwegs gewesen. Nicht so dieses Mal. Gemeinsam mit Marcel Halstenberg und Timo Werner hatte sich Klostermann am Montag per Zug auf den Weg nach Wolfsburg gemacht. „Es hat mich aber natürlich sehr gefreut, es hat auch die beiden und den Verein sehr gefreut.“ Denn erstmals nominierte der Bundestrainer gleich drei RB-Akteure. Ein Umstand, der RB-Coach Ralf Rangnick zu einem kleinen Seitenhieb Richtung Konkurrenz verleitete. „Jetzt haben wir drei Nationalspieler, Dortmund einen und die Bayern fünf“, sagte er in der vergangenen Woche.

Löw sichert Rückhalt zu

Klostermann selbst, sparte sich am Dienstag derlei Aussagen, betonte: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden.“ Am Vortag hatte er das erste Mal mit den Nationalmannschaftskollegen um Marco Reus, Leroy Sané und Manuel Neuer auf dem Trainingsplatz gestanden. Dass seine Berufung nicht als Eintagsfliege gedacht ist, bestätigte Löw. Das Verteidigen nach Ballverlusten müsse besser werden. „Da können junge Leute wie Lukas Klostermann wichtige Stabilisatoren in der neu formierten Abwehr sein.“

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Ohnehin war der Bundestrainer darauf bedacht, seinen Youngstern Sicherheit zu vermitteln. „Wir wollen den Spielern, die da sind, einer jungen Mannschaft, das Gefühl geben, dass wir ihnen unser absolutes Vertrauen entgegenbringen, die Möglichkeit sich zu entwickeln und Verantwortung übergeben“, so Löw. Heißt mit anderen Worten: Auch für den Fall, dass Klostermann oder sein verletzungsbedingt nach langer Pause erstmals wieder nominierter Teamkollege Halstenberg nicht sofort überzeugen, ist die Tür nicht zu. „Wir müssen bei Rückschlägen auch mit Lösungen zur Seite stehen. Die Spieler brauchen das Vertrauen von uns Trainern in den nächsten Monaten. Wir wollen ihnen klar machen, dass sie die Zeit, die sie benötigen, auch bekommen werden.“

Dass der 21-jährige Verteidiger Ambitionen hat, unterstrich er auch bei der Frage nach seinen Gedanken rund um das in den vergangenen Tagen so oft diskutierte Thema Führungsspieler. „Das hat für mich nicht nur mit dem Alter zu tun“, ließ Klostermann die anwesenden Journalisten wissen. „Wenn ich mir die Entwicklung von Leroy anschaue, dann sieht man, dass er viel richtig gemacht hat. Daran kann man sich orientieren.“

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