03. Oktober 2020 / 20:21 Uhr

RB Leipzig viel zu stark: Auch Neu-Trainer Baum kann Schalke-Abwärtstrend nicht stoppen

RB Leipzig viel zu stark: Auch Neu-Trainer Baum kann Schalke-Abwärtstrend nicht stoppen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Keine Chance: Manuel Baum verlor in Leipzig sein erstes Spiel als Trainer des FC Schalke 04.
Keine Chance: Manuel Baum verlor in Leipzig sein erstes Spiel als Trainer des FC Schalke 04. © Getty/imago images
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Der FC Schalke 04 bleibt Tabellenletzter der Bundesliga. Im ersten Spiel des neuen Trainers Manuel Baum unterlagen die Königsblauen deutlich beim neuen Spitzenreiter RB Leipzig - und zeigten wenig Anlass zu Optimismus. S04 ist jetzt seit 19 Spielen in Folge ohne Sieg. 

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Beim FC Schalke 04 ist auch unter Manuel Baum keine Besserung eingetreten. Der kriselnde Traditionsklub verlor im ersten Spiel mit dem neuen Trainer an der Linie deutlich mit 0:4 (0:3) beim neuen Tabellenführer RB Leipzig und bleibt damit Schlusslicht der Bundesliga. Wer nach der Trennung von David Wagner unter dessen Nachfolger auf eine Leistungssteigerung von S04 gesetzt hatte, wurde enttäuscht: Schalke hatte starken Leipzigern vor allem in der ersten Halbzeit nichts entgegenzusetzen. Zur Pause lag RB vor 8500 Zuschauern in der Red Bull Arena nach einem Eigentor von Can Bozdogan (31.) und weiteren Treffern von Angelino (35.) und Willi Orban (45.+2) bereits klar vorn. Im Anschluss verwaltete Leipzig die Führung und spielte sich weitere Chancen heraus - blieb im Abschluss aber zu ungenau. Marcel Halstenberg (80.) besiegelte mit einem Foulelfmeter den Endstand. Schalke hat nach drei Partien die Horror-Bilanz von 0 Punkten und 1:15 Toren auf dem Konto.

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Baum, der unter der Woche nach dem Wagner-Aus als neuer S04-Trainer vorgestellt worden war und bei seiner Vorstellung nach chaotischen Schalker Monaten mit nun 19 Bundesliga-Partien ohne Sieg demonstrativ betonte, dass er "ganz gut" wisse, was er tue, hatte im Vergleich zum letzten Spiel seines Vorgängers (dem 1:3 gegen Bremen) auf vier Positionen gewechselt: für den gesperrten Ozan Kabak, Sebastian Rudy, Nassim Boujellab und Benito Raman rutschten Matija Nastasic, Salif Sané, Alessandro Schöpf und Suat Serdar in die Startelf. Im Tor stand erneut Ralf Fährmann, der den Vorzug vor Neuzugang Frederik Rönnow erhielt. Leipzig-Coach Julian Nagelsmann nahm drei Wechsel vor - Tyler Adams, Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen, der seinen Vertrag vor dem Spiel verlängerte, mussten für Orban, Halstenberg und Christopher Nkunku weichen.

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Die Schalker versuchten im ersten Bundesliga-Spiel von Schiedsrichter Florian Badstübner frühzeitig offensive Akzente zu setzen, Serdar schoss drüber (5.). Leipzig offenbarte allerdings die bessere Spielanlage, kam zunächst aber nicht durch die dicht gestaffelte S04-Abwehr. Oft wurde RB gefährlich, wenn Forsberg involviert war. Ein erster Schuss des wiedererstarken Schweden wurde allerdings geblockt (13.). Die bis dahin dickste Chance hatte Angelino, der nach einer Nkunku-Flanke allerdings nicht mehr richtig dran kam (17.).

Bitter für Baum: der Trainer musste frühzeitig wechseln, der verletzte Serdar konnte nicht weitermachen, wurde nach 23 Minuten durch Bozdogan ersetzt. Der Youngster war kurze Zeit später mittendrin - allerdings im eigenen Sechzehner: Olmo bediente Forsberg, der in die Mitte querlegen will. Sein von Nastasic abgefälschter Ball wurde von Bozdogan unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht - ein Eigentor (31.). Nur vier Minuten später erhöhte Angelino nach einer mustergültigen Nkunku-Hereingabe gegen nun defensiv schicksalsergebene Schlaker auf 2:0 (35.), es ist die Vorentscheidung.

Leipzig schaltet im zweiten Durchgang einen Gang zurück

Schalke ließ offensiv fast jegliche Gefahr vermissen, was den Leipzigern beim Verwalten der Führung sehr zupass kam. Haidara hatte das 3:0 nach einer traumhaften Kombination auf dem Fuß, schoss aber drüber (43.), in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs erhöhte Ex-Kapitän Orban per Kopf dann zur endgültigen Entscheidung (45.+2). Für Schalke ging es nach dem soliden Anfang nun ausschließlich um Schadensbegrenzung.

Das gelang, nun mit Rönnow im Tor (der für den angeschlagenen Fährmann kam) im zweiten Durchgang - nicht zuletzt deshalb, weil Leipzig nun offensichtlich in einen Schongang schaltete, was angesichts des Mammut-Programms mit Liga, Pokal und Champions League (in der Gruppe geht es unter anderem gegen PSG und Manchester United) kaum verwundern dürfte. RB dominierte das Spiel dennoch weiter, verpasste durch Olmo (55., 63.), Mukiele (58., 60.) und Nkunku (66.) aber mehrfach das vierte Tor. Verunsicherte Schalker zeigten sich dagegen offensiv fast nie. Halstenberg, der nach einem persönlichen Schicksalsschlag wieder in die Mannschaft zurückgekehrt war, erhöhte per Elfmeter (80.) noch auf 4:0.