21. April 2020 / 10:51 Uhr

RB Leipzigs Boss Mintzlaff auf Geisterkulissen gespannt: "Wird ein ganz anderes Spiel"

RB Leipzigs Boss Mintzlaff auf Geisterkulissen gespannt: "Wird ein ganz anderes Spiel"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff von RB Leipzig: „Es wäre schön, wenn wir den Fans wieder ein Stück ... Normalität geben könnten.“
Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff von RB Leipzig: „Es wäre schön, wenn wir den Fans wieder ein Stück ... Normalität geben könnten.“ © Picture Point
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Der Neustart der Bundesliga bahnt sich an. RB-Leipzig-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nimmt die Botschaft aus der Politik freudig auf, blickt aber zugleich auf die anstehenden Herausforderungen.

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Leipzig. Erleichterung und Mahnung: Vorstandschef Oliver Mintzlaff von RB Leipzig hat die bevorstehende Wiederaufnahme der Bundesliga begrüßt und zugleich die große Verantwortung der Clubs betont. „Es wäre schön, wenn wir den Fans durch den Fußball wieder ein Stück Lebensfreude und Normalität geben könnten. Die jüngsten Signale aus der Politik sind positiv“, sagte der 44-Jährige am Dienstag bei BILD. Geisterspiele seien zwar ungewohnt, aber momentan sei man in einer Situation, in der täglich neue Dinge auf einen zukommen.

Derzeit pausiert der Spielbetrieb in den beiden Bundesligen aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis mindestens zum 30. April 2020. Am Montag hatten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und sein bayerischer Kollege Markus Söder (CSU) den 9. Mai 2020 als möglichen Wiederbeginn ins Spiel gebracht. Mintzlaff betonte, mit den sich anbahnenden Möglichkeiten durch die Politik gewissenhaft umzugehen. „Wir sehen diese als klaren Auftrag, weiter wie bisher sehr verantwortungsvoll und im Einklang mit allen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit vorzugehen. So ist es bislang auch im Konzept der DFL sehr gut ausgearbeitet worden“, sagte der Ex-Leichtathlet.

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(1) Peter Gulacsi: Vertrag bis 30.6.2023 mit Vereinsoption auf ein weiteres Jahr. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Vertrag bis 30.6.2023 mit Vereinsoption auf ein weiteres Jahr. ©

Für die Spieler wird die Umstellung teilweise enorm sein, wenn sie vor leeren Rängen statt vor über 40.000 Zuschauern spielen. „Es wird ein ganz anderes Spiel und ich bin gespannt, welche Auswirkungen das hat. Es wird Mannschaften geben, die das besser wegstecken können“, meinte Mintzlaff. Für RB Leipzig stünde als nächstes ein Heimspiel gegen den SC Freiburg an.

Spielbetrieb ist Gratwanderung

Zunächst geht es für die Bundesliga-Teams jedoch darum, in den normalen Trainingsbetrieb zurückzukehren. Bisher trainieren die Mannschaften in Kleingruppen und ohne Körperkontakt. So müsse laut Mintzlaff am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der DFL besprochen werden, wie man den Schalter umlege. „Wir müssen ins Teamtraining zurückkehren. Nur dann kann man auch gut Fußball spielen“, befand Mintzlaff.

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Letztlich wird die Rückkehr in den Spielbetrieb eine Gratwanderung werden. „Alle im Fußball sind in der Verantwortung. Normalität ist wichtig und Normalität ist, wenn der Ball rollt“, sagte der RB-Leipzig-Boss. Allerdings, das hatte Mintzlaff in der Vergangenheit oft betont, stehe die Gesundheit an oberster Stelle und man werde keine Risiken eingehen.

Zuvor gab es auch aus der sächsischen Politik Rückendeckung für die Austragung von Spielen ohne Zuschauer. „Geisterspiele sind besser als nichts. Viele Deutsche freuen sich auf die Fußballübertragung. Ich auch“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Leider gibt es nicht viele Sportarten, für die sich diese Möglichkeit eröffnet. Wenigstens der Fußball bleibt uns.“