29. November 2018 / 20:51 Uhr

RB Leipzig nach 0:1-Niederlage in Salzburg vor dem Aus in der Europa League

RB Leipzig nach 0:1-Niederlage in Salzburg vor dem Aus in der Europa League

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
29.11.2018, Österreich, Salzburg: Fußball: Europa League, RB Salzburg - RB Leipzig , Gruppenphase, Gruppe B, 5. Spieltag. Leipzigs Nordi Mukiele (r) und Salzburgs Zlatko Junuzovic  (l9kämpfen um den Ball. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hart umkämpft war die Partie zwischen dem FC Red Bull Salzburg und RB Leipzig: Hier duellieren sich Nordi Mukiele und Zlatko Junuzovic. © dpa
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RB Leipzig kann auch beim zweiten Aufeinandertreffen mit den Österreichern nicht überzeugen und verliert 0:1 (0:0). Das Überwintern im europäischen Wettbewerb hängt nun am seidenen Faden. Die Rangnick-Elf ist ausgerechnet auf Hilfe der Salzburger angewiesen.

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Salzburg. Raus mit Applaus oder Last-Minute-Quali für die Roten Bullen? Das Erreichen der K.o-Phase der Europa League ist für den gebeutelten Bundesliga-Vierten nach dem fünften Spieltag und der 0:1-Niederlage bei Gruppensieger RB Salzburg nicht wahrscheinlicher geworden. Celtic Glasgow (1:0 in Trondheim) reicht im finalen EC-Spiel daheim gegen Salzburg ein Unentschieden. Falls sich die qualifizierten Ösis auch bei Celtic straffen und gewinnen, braucht RB einen Dreier gegen Trondheim zum Weiterkommen. Gespielt wird am 13. Dezember. Das Tor des Tages im El Dosico erzielte in der ausverkauften Salzburger Red-Bull-Arena Fredrik Gulbrandsen in der 74. Minute.

Frage aller Fragen aus RBL-Sicht: Wer von den Maladen kann am Sonntag, 15.30 Uhr, gegen den Tabellenzweiten aus Gladbach kicken? Klar ist, dass Forsberg nicht dabei sein wird. Bei Kampl/Demme/Sabitzer gibt es Hoffnung. Auch Gladbach ist keine Insel der Glückseligen. Coach Dieter Hecking muss auf Nationalspieler Matthias Ginter (Gesichtsfraktur) und wohl auch auf Shootingstar Jonas Hofmann (muskuläre Probleme) verzichten.

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FC Red Bull Salzburg - RB Leipzig (1:0) Zur Galerie
FC Red Bull Salzburg - RB Leipzig (1:0) ©
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Es gab Zeiten, da durften deutsche Profi-Fußballer in Österreich so ziemlich alles tun. Skifahren, Bergsteigen usw. Eines durften sie im Land der Berge und Täler nicht: Ein Fußballspiel verlieren bzw. nicht gewinnen. Weil Österreich zwar ab und an einen Hans Krankl oder Toni Polster gebar, aber selten bis nie eine gescheite Kampfmannschaft. Die Lage hat sich gewandelt, in der ersten Ösi-Liga spielt ein Team außer Konkurrenz. Ein Team mit Bundesliga-Niveau. Trainiert vom Leipziger Marco Rose. Gesegnet mit Talent und Tempo. Red Bull Salzburg.

Gegen den Serienmeister, der bei internationalen Spielen unter FC Salzburg firmiert, kann man auch als deutsches Topteam verlieren. Siehe am Donnerstag Abend: RB Salzburg überwintert mit dem fünften Erfolg im fünften Gruppenspiel in der Europa League. Das 1:0 (0:0) gegen RB Leipzig hat viel mit eigener Klasse und einiges mit den Leiden des jungen Bundesligisten zu tun. Leipzigs Coach Ralf Rangnick muss in der mit 29520 Fans - 2500 aus Leipzig - auf seine komplette Kreativ-Mittelfeld-Abteilung verzichten. Ohne die angeschlagenen Kevin Kampl, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Diego Demme. Aber mit Männern wie Bruma, Matheus Cunha, Jean-Kevin Augustin und Nationalspieler Timo Werner. Die offensive Aufstellung zeigt: Abgeschenkt wird nix.

DURCHKLICKEN: RB Leipzig beim FC Red Bull Salzburg in der Einzelkritik

(28) Yvon Mvogo:  Zur Galerie
(28) Yvon Mvogo:  ©

RB mit Dreier-Abwehrkette, die im Bedarfsfall zur Fünfer-Kette wird. Im El Dosico geht es munter zur Sache. Stefan Ilsanker sieht nach drei Minuten gelb, Bruma nach neun. Erster Aufreger: Der norwegische Salzburger Fredrik Gulbrandsen scheitert volley mit links elastischen Yvon Mvogo. Der Traumpass kam von Munas Dabbur (21.). Salzburg präsent, griffig. Leipzig kommt selten dazu, Ball und Gegner laufen zu lassen. In der 28. Minute schießen Rangnicks Männer erstmals aufs Tor von Alexander Walke - Brumas Versuch geht weit drüber. Kurz vorm Wechsel, die Partie hat sich eigentlich beruhigt, hat RB das 1:0 auf dem Fuß. André Ramalho rutscht weg, Werner geht ab wie nur Werner abgehen kann, zirkelt den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei. Pause, 0:0. Celtic führt 1:0 in Trondheim.

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Wiederbeginn im Eisfach Red-Bull-Arena. 49. Minute: Werners Solo wird nach vermeintlichem Solo zurückgepfiffen, Rangnick kriegt einen Fön, der reklamierende Cunha gelb. 62.: Hannes Wolf scheitert aus spitzem Winkel am starken Mvogo. Rangnick bringt Yussuf Poulsen für Augustin. In der 74. Minute fällt das 1:0. Andreas Ulmer ist auf links extrem frei, passt auf Fredrik Gulbrandsen, der schiebt lässig ein. Das Stadion bebt. Kurz später rettet Walke gegen einen Werner-Böller. Leipzig drängt, Salzburg kontert, der blitzschnelle Hannes Wolf hat das 2:0 auf dem Fuß.

Aus, vorbei. Salzburg feiert die K.o-Phase, RB leckt Wunden. Die RB-Delegation düst um 23 Uhr zurück, der Flieger setzt um Mitternacht in Halle-Leipzig auf. Die RB-Fans lebten in Salzburg im Bier und Jetzt.

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Timo Werner (RB Leipzig): „Jeder kannte die Konstellation in der Gruppe, wir wollten gewinnen. Aber wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. In den zweiten 45 Minuten haben wir beim Tor dumm verteidigt. Ansonsten alles reingehauen und gekämpft.“ Zur Galerie
Timo Werner (RB Leipzig): „Jeder kannte die Konstellation in der Gruppe, wir wollten gewinnen. Aber wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. In den zweiten 45 Minuten haben wir beim Tor dumm verteidigt. Ansonsten alles reingehauen und gekämpft.“ ©

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