13. August 2017 / 17:29 Uhr

Ohne Glanz und Glamour: RB Leipzig zieht in die zweite Pokalrunde ein

Ohne Glanz und Glamour: RB Leipzig zieht in die zweite Pokalrunde ein

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Mit 5:0 siegte RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokals bei den Sportfreunden Dorfmerkingen. 
Mit 5:0 siegte RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokals bei den Sportfreunden Dorfmerkingen.  © Imago
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Ein vergebener Elfmeter, frühe Wechsel und ein couragierter Sechstligist Dorfmerkingen haben RB Leipzig das Leben in der ersten Runde des DFB-Pokals alles andere als leicht gemacht. Doch der Einzug in die zweite Runde ist geglückt.

Aalen. Die Ost Alb Arena bleibt für Ralph Hasenhüttl ein gutes Omen – mit RB Leipzig ist er am Samstag dank eines 5:0-(1:0) Sieges gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen zum zweiten Mal in seiner Trainerkarriere in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Wiederum ist Aalen der Ort des Erfolgs gewesen. Dabei tat sich der Vizemeister gegen den Sechstligisten zum Saisonauftakt vor allem in der ersten Halbzeit enorm schwer.

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Hasenhüttl bot wie angekündigt die bestmögliche Startelf auf. Bruma ersetzte den an einer Angina erkrankten Emil Forsberg, Konrad Laimer spielte für den verletzten Diego Demme. Neuzugang Jean-Kevin Augustin stand wegen einer Erkältung nicht im Kader.

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RB Leipzigs Yussuf Poulsen warnt: „Wenn wir solche Fehler gegen Schalke machen, wird es hinten brennen“ ©

Bereits nach vier Minuten nutzte Marcel Sabitzer eine schöne Vorlage von Yussuf Poulsen, netzte ohne Mühe links unten zur 1:0-Führung ein. Die Stimmung im Aalener Stadion blieb trotzdem prächtig. Unter den knapp 10.500 Zuschauern befanden sich auch die Handballer des TSV Neusäß, die den Sportfreunden den in Mallorca verloren gegangenen WfV-Pokal wieder nach Baden-Württemberg brachten.

SfD-Keeper hält Werners Elfmeter

Auch eine Verletzung nach einer knappen Viertelstunde brachte die Dorfmerkingen nicht aus dem Konzept. Das Spiel begann so richtig Unterhaltungswert zu bekommen, als Torhüter Christian Zech einen Foulelfmeter von Timo Werner (25.) hielt. Schon aus diesem Grund hatte sich die frühzeitige Rückkehr aus den USA und den Bahamas von seinen Flitterwochen gelohnt.

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Bei den Gästen aus Leipzig lief nicht mehr viel zusammen. Das kleine Dorf aus dem Härtsfeld probte hingegen den Aufstand, spielte mutig, couragiert. Eine der besten Möglichkeiten der Freistoß von Marcel Haller nach einer knappen halben Stunde. Wäre RB-Keeper Peter Gulacsi nicht mit einer Glanzparade zur Stelle gewesen, hätte die Kugel im Dreiangel gezappelt.

Unter den rund 1000 mitgereisten Fans aus Leipzig wurde es ruhiger. Kein Wunder, der Vizemeister bekam wenig Überzeugendes gegen den Sechstligisten zustande. Kurz vor der Pause kam Kaiser für den mit Gelb vorbelasteten Laimer. Die Statistik zur Halbzeit: RB gewann nur 53 Prozent seiner Zweikämpfe, verbuchte dafür 10:1-Torschüsse sowie 7:0-Ecken.

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Timo Werner: Tor gemacht, Elfer verschossen, ansonsten auffällig unauffällig. Note 3 (@GEPA Pictures) Zur Galerie
Timo Werner: Tor gemacht, Elfer verschossen, ansonsten auffällig unauffällig. Note 3 (@GEPA Pictures) © GEPA Pictures

Wieder Blitzstart

Die Kabinenansprache von Coach Hasenhüttl zeigte Wirkung: Sabitzer erhöhte in der 47. Minute auf 2:0. Stefan Ilsanker rückte in der zweiten Halbzeit für Dayot Upamecano in die Innenverteidigung. Der 18-Jährige war mit einer gelben Karte vorbelastet und hatte in der ersten Halbzeit einige Schwächen offenbart.

Als Werner in der 57. Minute zum 3:0 traf, waren alle Hoffnungen des Außenseiters dahin. Nach Handspiel eines Dorfmerkingers verwandelte Poulsen, der die ersten drei Treffer vorbereitet hatte, den Elfmeter zum 4:0. Keita erhöhte auf 5:0.

RBL: Gulacsi – Klostermann, Orban (C), Upamecano (46. Ilsanker), Halstenberg – Laimer (41. Kaiser), Keita, Sabitzer (69. Burke), Bruma, Poulsen, Werner

SfD: Zech – Gruber, Schiele, Janik, Murphy – Weißenberger (C), Brenner, Vesel (14. Scherer), Haller – Weiß, Nietzer

Tore: 1:0 Sabitzer (4.), 2:0 Sabitzer (47.), 3:0 Werner (56.), 4:0 Poulsen (HE,59.), 5:0 Keita (65.)

Zuschauer: 10.460

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