20. November 2020 / 13:06 Uhr

Nagelsmann begeistert von Dani Olmo: "Für mich war er der beste Spieler auf dem Feld"

Nagelsmann begeistert von Dani Olmo: "Für mich war er der beste Spieler auf dem Feld"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Dani Olmo jubelt mit Ferran Torres über das 2:0 für Spanien.
Dani Olmo jubelt mit Ferran Torres über das 2:0 für Spanien. © Getty Images
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Für RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann kam der Spieler des Spiels beim 6:0-Sieg der Spanier gegen Deutschland aus den Reihen der Messestädter. Dani Olmo erhielt Sonderlob von seinem Vereinstrainer. Und beim FC Barcelona bereut man, das Eigengewächs nicht rechtzeitig in die eigenen Reihen zurückgeholt zu haben.

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Leipzig. Die deutsche Nationalelf musste am Dienstag eine vernichtende 0:6-Niederlage gegen Spanien einstecken. Mitverantwortlich für eines der sechs Tore: RB Leipzigs Winterneuzugang Dani Olmo. Der 22-Jährige stand in der Startelf von Trainer Luis Enrique und durfte über 73 Minuten zeigen, was er drauf hat. Und diese Chance nutzte er gut. Denn nach einer halben Stunde war es Olmo, der seinem Kollegen Ferran Torres das 2:0 auf den Fuß servierte.

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"Dominanter Auftritt"

„Er hat zwei, drei hervorragende Bälle gespielt und hat das Tor mit seinem guten Laufweg und dem sehr guten Kopfball mitvorbereitet“, kommentierte Trainer Julian Nagelsmann die Leistung seines Mittelfeldspielers. „Ich bin sehr stolz auf ihn, weil er es gut gemacht hat. Für mich war er der beste Spieler auf dem Feld.“ Der Spanier habe viele verschiedene Komponenten ins Spiel gebracht, die deutlich besser gewesen seien als bei anderen Akteuren der La Furia Roja.

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„Es war schon ein sehr dominanter Auftritt von ihm. Dafür, dass er noch nicht allzu viele Länderspiele hat, war das außergewöhnlich gut“, bewertete der Bullen-Coach Olmos Einsatz. Tatsächlich hat der 22-Jährige erst acht Partien im roten Nationaltrikot hinter sich, fünf davon in der Nations League. Insgesamt 452 Minuten stand er auf dem Rasen, im Schnitt also jeweils etwas weniger als eine Stunde pro Einsatz.

Nagelsmann erwartet seinen Schützling deshalb beflügelt in der Messestadt zurück. „Wenn er jetzt nicht völlig daneben ist, kommt er mit sehr viel Selbstvertrauen zurück“, lacht der Trainer. „Und das darf er auch haben, weil er seine Sache auch bei uns gut gemacht hat.“ Die Zahlen bestätigen diese Aussage. Im Bullen-Trikot stand der Spanier nunmehr in insgesamt 26 Partien auf dem Platz. In der vergangenen Saison durfte er zwölfmal in der Bundesliga auflaufen, zwei Champions-League-Partien bestreiten und einmal auch im DFB-Pokal dabei sein. Die Bilanz: fünf Tore und eine Vorlage.


Rückkehr zu Barcelona gescheitert

In der aktuellen Spielzeit stehen elf Einsätze, neun davon in der Startelf, und vier Vorlagen zu Buche. Zu einem eigenen Treffer hat es in den insgesamt 736 absolvierten Minuten bislang noch nicht gereicht. Aber Coach Nagelsmann weiß: „Er kann in einigen Situationen auch ein Tor machen, nach dem eigenen super Ballgewinn.“

Bei einer solchen Bilanz ist es kein Wunder, dass Barcelonas Vorstandsmitglied Javier Bordas Olmo am liebsten in den eigenen Reihen gesehen hätte. Der Mundo Deportivo berichtete Bordas, dass eine Rückholaktion nach Spanien an den Sportdirektoren gescheitert sei. Seine Jugend verbracht der RBL-Mittelfeldspieler nämlich bei Barca, sollte nach seiner Zeit bei Dinamo Zagreb auch wieder dorthin zurückkehren. Aber: „Die Wahrheit ist, dass es möglich war, Morata auszuleihen, aber das technische Sekretariat hat es abgewiesen und Boateng kam. Ich habe viele weitere Unterschriften empfohlen. Haaland, Ferran Torres von City, Dani Olmo für 20 Millionen“, so Bordas. RB Leipzig war bereit, diese Summe zu zahlen und den damals 21-Jährigen in die eigenen Reihen zu holen.