19. Mai 2019 / 08:22 Uhr

RB Leipzigs Ralf Rangnick rechtfertigt Mega-Rotation – Spieler zeigen Verständnis

RB Leipzigs Ralf Rangnick rechtfertigt Mega-Rotation – Spieler zeigen Verständnis

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
BREMEN, GERMANY - MAY 18: Yuya Osako (C) of Werder Bremen challenges for the ball with Nordi Mukiele (L) of RB Leipzig during the Bundesliga match between SV Werder Bremen and RB Leipzig at Weserstadion on May 18, 2019 in Bremen, Germany. (Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)
Zum Saisonabschluss kassiert RB Leipzig gegen den SV Werder Bremen die erste Auswärtsniederlage in der Rückrunde. © 2019 Getty Images
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RB Leipzig hat das letzte Saisonspiel genutzt, um Spielern, die sich sonst vor allem auf der Bank wiederfinden, zu Spielpraxis zu verhelfen. Trainer Ralf Rangnick rechtfertigte die Entscheidung trotz der 1:2-Niederlage gegen Bremen. Die Stammspieler nehmen es gelassen.

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Die Fans von RB Leipzig dürften am Samstagnachmittag nicht schlecht gestaunt haben, als Ralf Rangnicks Aufstellung bekanntgegeben wurde. Im letzten Liga-Spiel der Saison 2018/19 setzte der Coach auf eine völlig neue Startelf, ließ im Vergleich zum torlosen Unentschieden gegen den FC Bayern nur Konrad Laimer im Team. Unter anderem rutschten Peter Gulacsi, Timo Werner und Ibrahima Konate gänzlich aus dem Kader.

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SV Werder Bremen - RB Leipzig (2:1) ©
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Am Ende verlor die B-Elf, auch wenn Rangnick sie nach dem Spiel nicht so bezeichnen wollte, gegen Bremen mit 1:2 (0:1). In der Pressekonferenz rechtfertigte der 60-Jährige trotz des verpassten Punkterekordes der Bundesliga-Premierensaison seinen Entschluss: "Wir haben heute unser 51. Pflichtspiel gemacht. Dazu sind wir die Mannschaft, die in jeder Länderspielpause die meisten Abstellungen hat vornehmen müssen. Ich habe mich schon zu Beginn der Woche entschieden, den Spielern, die zuletzt immer gespielt haben, eine schöpferische Pause zu geben und sie durchatmen zu lassen." Zudem habe er unnötige Verletzungen vor dem DFB-Pokalfinale am kommenden Wochenende gegen den FC Bayern München vermeiden wollen. Zumindest dieses Ziel dürfte Rangnick mit seiner Groß-Rotation erreicht haben.

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Rangnick trotz Niederlage nicht unzufrieden

Ob es mit der Leistung gegen Bremen tatsächlich ein Spieler geschafft hat, sich für die Final-Startelf zu empfehlen, ist hingegen fraglich. Zu fahrig und unpräzise wirkte das Spiel in manchen Phasen. Rangnick fand dennoch lobende Worte: "Wir haben heute mit elf Nationalspielern begonnen. Deswegen war das für mich keine B-Elf, sondern eine Mannschaft, die es verdient hat, sich für Berlin zu empfehlen. Vor dem Hintergrund, dass die Mannschaft so noch nie zusammengespielt hat, finde ich nach wie vor, dass sie über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht hat."

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Yvon Mvogo (28): Ist beim Elfer mit den Fingerspitzen dran. Unaufgeregter Auftritt des Schweizers. 3 Zur Galerie
Yvon Mvogo (28): Ist beim Elfer mit den Fingerspitzen dran. Unaufgeregter Auftritt des Schweizers. 3 ©

Das Ergebnis rückte für den Coach ohnehin in den Hintergrund. "Dass wir in der vorletzten Minute das 1:2 bekommen, ist ärgerlich, aber nicht ganz so dramatisch. Ich hätte mich aber für die Jungs gefreut. Sie haben sich etwas um ihren Lohn gebracht." Ähnlich sah es Yussuf Poulsen. "Wir haben uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Vielleicht hätten wir es auch clever zu Ende spielen und das 1:1 mitnehmen können."

Laimer ist das Ergebnis egal

Leipzigs 15-Torestürmer kam erst spät in die Partie, zeigte aber Verständnis für seinen Coach: "Das ist die Entscheidung vom Trainer und ich verstehe natürlich auch den Sinn dahinter. Ich hätte gern mehr gespielt, weil ich vor zwei Wochen ein paar Spiele wegen Krankheit verpasst habe. Aber es ist gut. Ich habe meine Minuten gekriegt und bin vorbereitet auf nächste Woche."

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Yvon Mvogo (RB Leipzig): Es war ein super Gefühl, mal wieder zu spielen. Wir haben versucht, unser Spiel zu spielen, aber wir hatten nicht die gleiche Mannschaft. Wir haben gewusst, dass wir heute vielleicht unsere Chance bekommen. Bremen hat das sehr gut gemacht und hat verdient gewonnen. Zur Galerie
Yvon Mvogo (RB Leipzig): "Es war ein super Gefühl, mal wieder zu spielen. Wir haben versucht, unser Spiel zu spielen, aber wir hatten nicht die gleiche Mannschaft. Wir haben gewusst, dass wir heute vielleicht unsere Chance bekommen. Bremen hat das sehr gut gemacht und hat verdient gewonnen." ©

Konrad Laimer, der als einziger RB-Spieler sowohl zuhause gegen den FC Bayern als auch gegen Werder auf dem Platz stand, wollte dem Bremen-Spiel gar keine Bedeutung zumessen: "Schlussendlich ist mir das Ergebnis egal. Wir wollten gewinnen, so haben wir auch gespielt. Wir hätten es nicht verlieren müssen. Nächste Woche zählt es. Da müssen wir alles raushauen, was in uns steckt."

With 66 points, we finish our third Bundesliga season in third place! 🥉 Something to be extremely proud of ❤️

Gepostet von RB Leipzig am Samstag, 18. Mai 2019

Trainingsfrei am Sonntag

Bereits kurz nach Abpfiff wirkte der Österreicher voll motiviert und schickte schon mal ein verbales Ausrufezeichen Richtung München: "Bayern hat großartige Spieler. Es ist ein großartiger Verein. Aber es sind 90 Minuten, elf gegen elf. Da kann alles passieren. Wir wissen, was wir können. Wir brauchen uns nicht in die Hosen scheißen." Am Sonntag bekommen er und die übrigen Roten Bullen noch einen trainingsfreien Tag zum Luftholen, bevor die Vorbereitung auf das bisher größte Spiel der Vereinsgeschichte beginnt.

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