29. April 2019 / 21:56 Uhr

RB Leipzig: Ralf Rangnicks Analyst steigt auf

RB Leipzig: Ralf Rangnicks Analyst steigt auf

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Lars Kornetka (links) und Trainer Ralf Rangnick vor dem Bundesligaspiel Bayer 04 Leverkusen gegen RB Leipzig am 6. April 2019 in der BayArena in Leverkusen
Lars Kornetka (links) und Trainer Ralf Rangnick vor dem Bundesligaspiel Bayer 04 Leverkusen gegen RB Leipzig am 6. April 2019 in der BayArena in Leverkusen © imago/Picture Point
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Lars Kornetka wird „Koordinator Fußball International“ bei RB. Außerdem spielen die Roten Bullen am Freitag in Mainz.

Leipzig. Nach zwei freien Tagen im Kreise ihrer Lieben kehren die RB-Fußballer am Dienstag, 11 Uhr, zurück an die Werkbank. Wem der Sinn nach Autogrammen und Selfies steht – die Einheit am Cottaweg ist öffentlich.

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Die Fußball-Großwetterlage, dies und das: Die RB-Fußballer müssen sommerurlaubstechnisch nicht knausern, die Prämie für die Champions League hilft über den Brenner und auch weiter gen Süden. Und falls sich am 25. Mai auch noch der Pokalsieg gegen den FC Bayern dazugesellt, dürfen die besseren Hälften der Helden ihre begehbaren Kleider- und Schuhschränke aufmunitionieren. Ja, das Fußballer-Leben kann schön sein. Wenn man beim richtigen Verein spielt und öfter gewinnt als verliert.

DURCHKLICKEN: Bilder zum 4:1 gegen Mainz im Dezember 2018

RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 (4:1) Zur Galerie
RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 (4:1) ©

Die Titelfrage: In Sachen Meisterschaft stürmt und windet es, weiß der geneigte Fan nicht mehr, ob er Männchen oder Weibchen ist. Der BVB verabschiedet sich nach der Pleite gegen Schalke via Lucien Favres Botschaft aus dem Titelrennen, die Bayern legen tags darauf mit einem schalen 1:1 in Nürnberg ihr Veto ein und führen die Borussen zurück zum Schalen-Tier.

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Wenn die Rasenballer in Freiburg nicht 0:3 verloren und nicht 0:0 gegen Augsburg gespielt hätten... Lassen wir das. Das Team von Ralf Rangnick tritt am Freitag, 20.30 Uhr, beim liebenswerten FSV Mainz 05 an.

Mainz, Bayern, Bremen – dann das Pokalfinale

Die Mainzer müssten konservativ geschätzte neun Punkte mehr als ihre aktuell 31 haben, brachten es am Wochenende aus obskure Weise fertig, in Hannover 0:1 zu verlieren. Nur betagte 96-Fans konnten sich vorm Gastspiel der Nullfünfer an den letzten Bundesliga-Sieg ihrer Lieblinge erinnern. Die talentierten sowie ab und an sorglosen Mainzer würden RB gern ein Bein stellen. Wie vor knapp einem Jahr, als die Männer von Sandro Schwarz träge Bullen 3:0 überrannten und aus der Königsklasse kegelten. Letzteres ist anno 2019 und nach acht RB-Pflichtspielsiegen in Serie nicht mehr möglich.

In Mainz, gegen die Bayern, in Bremen und dann das große Pokalfinale – danach zieht Ralf Rangnick seinen Trainingsanzug aus und übergibt das aufgebügelte Stöffchen Julian Nagelsmann. Auch Rangnicks Videoanalyst und Co-Trainer Lars Kornetka befindet sich auf Abschiedstournee, wird auf eigenen Wunsch hin nicht dem Nagelsmann-Stab angehören. Kornetka ist 41 und ein Star der immer wichtiger werdenden Analysten-Szene. Er stammt wie Ex-SPD-Chef Martin Schulz aus Würselen. Seine Vita – prominent besetzt.

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Kornetka hat mit Roger Schmidt bei Bayer Leverkusen gearbeitet, mit Pep Guardiola bei Bayern, mit Huub Stevens auf Schalke, mit Rangnick in Hoffenheim und seit 2018 in Leipzig. Kornetka stieß 2007 zur TSG Hoffenheim, war Ziehsohn von Rangnick – und von dessen Mentor Helmut Groß. Nach LVZ-Information soll der von Rangnick hoch geschätzte Kornetka der RB-Familie weiter angehören und ab Sommer als „Koordinator Fußball International“ fungieren.

In einem Spox-Interview erinnerte Kornetka so seine Anfänge in Sinsheim anno 2007: „Ralf Rangnick hat enorm viel drauf, kann einem als ausgebildeter Pädagoge ziemlich gut etwas beibringen. An seiner Seite war sein Mentor Helmut Groß, für mich einer der größten Fußball-Fachmänner Deutschlands. Groß ist extrem innovativ. Anfangs hatte ich viele Sieben-Tage-Wochen.“