16. September 2018 / 11:40 Uhr

RB Leipzig: Rückkehr des kongenialen Offensivduos und eine Abwehr zum Verzweifeln

RB Leipzig: Rückkehr des kongenialen Offensivduos und eine Abwehr zum Verzweifeln

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Emil Forsberg (l) und Timo Werner jubeln nach dessen Treffer zum 2:1.
Leipzigs Emil Forsberg (l) und Timo Werner jubeln nach dessen Treffer zum 2:1. © dpa
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Ein wiedererstarktes Duo, ein neuer Matchplan und eine Defensivleistung, die dem Trainer Kopfzerbrechen bereitet. Nach dem Sieg gegen Hannover gibt es für Ralf Rangnick weiterhin viel zu tun, am Sonntag bekam seine Mannschaft aber zur Belohnung für den ersten Bundesligadreier einen Tag frei. 

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Leipzig. In der Premierensaison im Fußball-Oberhaus war dieses Duo nicht zu stoppen, schoss RB Leipzig gemeinsam mit 29 Toren und 30 Assists zur überraschenden Vizemeisterschaft. Beim 3:2-Sieg am Samstag gegen Hannover sorgten Emil Forsbergs Vorlagen auf den Doppeltorschützen Timo Werner seit langer Zeit wieder für gemeinsame Glücksmomente. Zumal es für den DFB-Kicker die ersten Treffer der Saison, für den Schweden die ersten zwei Bundesliga-Assists waren.

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RB Leipzig - Hannover 96 (3:2) Zur Galerie
RB Leipzig - Hannover 96 (3:2) ©
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Obwohl Trainer Ralf Rangnick die beiden nicht an der außergewöhnlichen Spielzeit vor zwei Jahren messen will, glaubt Werner, dass sich die Geschichte wiederholen kann: „In Topform hat Emil die Liga schon mal auseinander genommen – das kann er wieder machen. Ich freu mich, dass ich derjenige bin, der am Ende der Kette seine Bälle verwerten darf.“

Dabei agierten die beiden gegen Hannover mit Yussuf Poulsen zu Dritt in vorderster Linie, eine neue Konstellation mit Forsberg als Mittelstürmer. „Diese Position gefällt mir. Ich komme da sehr gut an“, meinte der Schwede. Der RB-Coach erklärte: „Alle drei Tore sind so gefallen, wie wir uns das vorgenommen haben – mit Tiefgang und gut gekontert.“

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Timo Werner (RB Leipzig): In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Das wollten wir in der zweiten Halbzeit genau so weitermachen. Schade, dass wir dann wieder so ein leichtes Tor bekommen. Zur Galerie
Timo Werner (RB Leipzig): "In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Das wollten wir in der zweiten Halbzeit genau so weitermachen. Schade, dass wir dann wieder so ein leichtes Tor bekommen." ©

Das Umschaltspiel klappte, weil der Matchplan gegen die 96er im Vergleich zu den ersten zwei sieglosen Bundesligapartien ein anderer war. RB überließ Hannover die Initiative, obwohl es im eigenen Stadion spielte, hatte selbst nur 38 Prozent Ballbesitz. Stürmer Werner beschrieb das Problem des Nachmittags: „Wir haben uns gut belohnt, aber dann auch relativ schnell wieder bestraft.“ Beide Gegentreffer fielen zwischen zwei und vier Minuten nach einem eigenen Tor.

Achillesferse Abwehr

Nach dem 1:1 handelte Rangnick, stellte von Vierer – auf Fünferkette um. Trotzdem bekam RB den zweiten Gegentreffer, als alle Spieler in der eigenen Hälfte standen und dort zwei Busse geparkt hatten. Der Coach versuchte es folgendermaßen zu erklären: „Mal in der eigenen Hälfte ballorientiert vorwärts zu verteidigen, das machen wir noch nicht so gut. Da verlassen sich die Jungs zu sehr aufeinander.“ Ein Blick auf die Statistik: Hannover hatte am Samstag 16 Torschüsse – RB Leipzig 15. Die Zahl der gegnerischen Chancen ist zu hoch.

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Die Abwehr bleibt wie vergangene Saison die Achillesferse der Mannschaft. Bereits sieben Gegentreffer in drei Bundesligapartien. Wettbewerbsübergreifend in zehn Spielen nur zweimal zu Null. Am Ende konnte sich das Team gegen Hannover bei Keeper Peter Gulacsi bedanken, dass der ungarische Nationaltorhüter mit tollen Reflexen auf der Linie den Sieg rettete. Ein winziger Lichtblick in der Defensive: Obwohl die Leipziger viele Standards, alleine zwölf Ecken zuließen, gab es keinen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball.

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(1) Peter Gulacsi: Top gegen Kopfball von Kevin Wimmer und mit Klasse-Parade kurz vor Schluss. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Top gegen Kopfball von Kevin Wimmer und mit Klasse-Parade kurz vor Schluss. Note 2. ©

Obwohl es viel zu tun gibt, bekamen die Rasenballer am Sonntag als Belohnung für den ersten Bundesligasieg frei. Denn nächste Woche warten mit Salzburg in der Europa League sowie Frankfurt in der Bundesliga die nächsten kräftezehrenden Herausforderungen. Am Montag trainiert RB um 15 Uhr öffentlich am Cottaweg.

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