21. April 2020 / 13:19 Uhr

RB Leipzig sammelt 40.574 Euro für Leipziger Fußballvereine – Nächste Soli-Aktion angelaufen

RB Leipzig sammelt 40.574 Euro für Leipziger Fußballvereine – Nächste Soli-Aktion angelaufen

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Fans RB Leipzig Fanschals
Fans von RB Leipzig © Imago
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Mit dem Verkauf virtueller Eintrittskarten hat Bundesligist RB Leipzig mehr als 40.000 Euro für Leipziger Fußballvereine gesammelt. Jeder der 81 Clubs erhält rund 500 Euro. Trotz der Spende bleiben die Probleme durch die Corona-Pandemie für viele kleine Vereine bestehen.

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Leipzig. 81 Fußballvereine in Leipzig können sich in diesen schweren Zeiten auf einen kleinen Obolus von rund 500 Euro freuen. Im Rahmen einer Spenden-Aktion hatte RB Leipzig seine Unterstützer aufgerufen, für das ausgefallene Heimspiel gegen den SC Paderborn am 18. April 2020 für zwei Euro virtuelle Karten zu erwerben. Insgesamt wurden 20.287 Tickets verkauft, das Team von Julian Nagelsmann unterstützte die Aktion mit 6250 Eintrittskarten. Macht eine Gesamtsumme von 40.574 Euro, also exakt 500,91 Euro pro Verein.

Das Geld soll laut Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) voraussichtlich Anfang kommender Woche überwiesen werden. „Das ist für die Amateurvereine ein positives Signal“, sagt FVSL-Geschäftsführer Uwe Schlieder. „Es ist schön, dass RB auch an die kleinen Vereine denkt.“

„Ein Tropfen auf den heißen Stein“

Ankommen wird das Geld zum Beispiel bei der SG Lausen. „Wir freuen uns sehr über die Spende, aber am Ende ist es leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt der Vereinsvorsitzende Sven Fleck. Die Summe soll für die Begleichung laufender Kosten wie Strom, Wasser, Gas und Versicherungskosten eingesetzt werden.

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Das Problem: Weil sich wegen des pausierenden Sportbetriebs ca. 30 bis 40 von 200 Mitgliedern ihre Beiträge aufs Konto zurückgeholt haben, ist auf der Einnahmenseite ein Einbruch zu verzeichnen. Hinzu kommen Gebühren durch die Rückbuchungen. Die Verantwortlichen – auch bei anderen Vereinen – haben wenig Handhabe dagegen vorzugehen, sie sind auf die Solidarität ihrer Mitglieder angewiesen.

Eine Sportpause bis ins nächste Jahr hinein könnte für so manchen kleinen Verein zu einer existenzbedrohenden Lage führen. Ein weiteres Problem ist, dass Geldgeber in der schwierigen wirtschaftlichen Situation schauen müssen, dass sie selbst über die Runden kommen. Für den Sport ist da weniger übrig. Zumindest verschafft die von RB gesammelte Summe aktuell ein klein wenig Luft.

RB sammelt nun für Straßenkinder e.V.

RB Leipzig unterstützt den Leipziger Fußball im Rahmen seiner Kampagne „#WirAlle“, die nach Ausbruch der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Insgesamt will der Fußball-Bundesligist verschiedenen Leipziger Institutionen mit insgesamt 100.000 Euro aus eigenen Mitteln unter die Arme greifen. Das erste unterstützte Projekt war die Leipziger Tafel, für die der Club 20.000 Euro plus Direktspenden von Fans und Versteigerungserlöse zur Verfügung stellte. Insgesamt kamen 51.300 Euro zusammen.

Weitere Meldungen zu RB Leipzig

Das dritte Projekt, dass sich auf eine Förderung freuen kann, ist der Verein Straßenkinder e.V. Neben einer Direktspende von RBL in Höhe von 20.000 Euro sind Fans aufgerufen, Teamartikel der Profi-Kicker zu ersteigern oder direkt Geld zu überweisen, um die Summe weiter zu erhöhen.