05. November 2019 / 20:50 Uhr

Das Achtelfinale winkt! RB Leipzig mit souveräner Vorstellung in St. Petersburg

Das Achtelfinale winkt! RB Leipzig mit souveräner Vorstellung in St. Petersburg

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Das Team um den Torschützen Diego Demme feiert den Treffer zur 1:0-Führung.
Das Team um den Torschützen Diego Demme feiert den Treffer zur 1:0-Führung. © Picture Point
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RB Leipzig hat sich in der russischen Metropole keinerlei Blöße gegeben. 2:0 (1:0) gewinnen die Sachsen die Champions-League-Partie bei Zenit St. Petersburg. Marcel Sabitzer und Diego Demme treffen.

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St. Petersburg. Glorioser Zwischenspurt der Roten Bullen - und zwar ein wettbewerbsübergreifender! 6:1 in Wolfsburg - DFB-Pokal. 8:0 gegen Mainz - Bundesliga. Am Dienstag dann ein abgeklärtes 2:0 (1:0) bei Zenit St. Petersburg - in der Champions League. Die Männer von Julian Nagelsmann lassen vor 50452 Fans - 350 aus Leipziger Gefilden - wenig bis nichts anbrennen, stoßen das Tor zur K.o-Runde weit auf. Tore: Diego, ja, Demme (45 + 5) und Marcel Sabitzer (63.). Nächster Halt in der Champions League: Leipzig, Heimspiel gegen Benfica Lissabon (27. November, 21 Uhr).

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Zenit St. Petersburg - RB Leipzig (0:2) Zur Galerie
Zenit St. Petersburg - RB Leipzig (0:2) ©
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Es wird keine großartigen Änderungen geben. O-Ton Julian Nagelsmann vorm Russland-Trip. Zahlenmäßig stimmt das, zehn der Elf Mainz-Besieger stehen auch in der Gazprom-Arena in der Start-Elf. Dass Emil Forsberg ins Team zurückkehrt, war klar. Dass der Schwede für Christopher Nkunku auflaufen würde, galt als gesichert. Überraschung: Nagelsmann setzt seinen aktuell besten, aber leicht angeschlagenen Mann, Timo Werner, auf die Bank. Des Torminators Adduktoren sollen bis zum Sonnabend-Match bei der Hertha (15.30 Uhr) wieder befriedet sein. Ohne Werner geht bei RB eigentlich nix. Der 23-Jährige hat in 15 Spielen (zehn in der Bundesliga, drei in der Champions League, zwei Pokalspiele) 13 Tore erzielt und sechs Tore vorgelegt. Nur mal so: 2017 gewann der Nationalspieler im St. Petersburger 800-Millionen-Euro-Stadion den Confed-Cup und wurde von Diego Maradona geherzt.

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(1) Peter Gulacsi: Der Ungar hält in seinem 150. Pflichtspiel für RB Leipzig wie immer: Klasse! Note: 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Der Ungar hält in seinem 150. Pflichtspiel für RB Leipzig wie immer: Klasse! Note: 2. ©

RB beginnt selbstgewiss, kommt zur ersten guten Chance. Konrad Laimers Schuss aus elf Meter landet in den Fangarmen von Mikhail Kerzhakov. 14. Minute, das Leipziger 1:0 durch Marcel Halstenbergs Flachschuss? Mitnichten. Das Tor wird überprüft und von Orel Grindeld zurückgenommen, weil Nkukus Hand eheanbahnend unterwegs war. Weiter 0:0. Zenit taucht selten vorm RB-Gehäuse auf. Wenn es nur ansatzweise nach einem Törchen riecht, entwickeln dieses Stadion und diese Fans eine enorme Wucht. Siehe die 25. Minute bei Douglas Santos‘ Annäherung aus 18 Metern.

Bonbon kurz vor der Pause

RB tut sich gegen die Fünfer-Abwehrkette und den davor saugenden und klopfenden Mittelfeldspielern schwer, Tiefe ins Offensivspiel zu bekommen. Eine Ausnahme: Nkunku steil auf Forsberg, der zieht mit links ab und zwingt Mikhail Kerzhakov zu einer hübschen Parade (42.). Als die Beutel zum Pausentee schon zu Wasser gelassen werden, spielt Artem Dzyuba einen kleinen und feinen Pass in die Spitze auf Sardar Azmoun, dessen Schuss hoppelt Zentimeter neben dem rechten Pfosten ins Aus.

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Die Nachspielzeit hält noch ein Bonbon für RB bereit. Ein Freistoß von Marcel Sabitzer wird abgeblockt und landet bei Diego Demme. Der in Sachen erfolgreicher Torabschluss unverdächtige DD zieht aus 20 Metern unhaltbar ab - 1:0 (45 + 5). Demmes zweites Tor im 205. Pflichtspiel für die Rasenballer. Beim ersten Mal - 4:0 gegen Freiburg im April 2017 - opferte Demme einen Zahn auf dem Altar des Erfolges.

Wiederbeginn. Mit Kevin Kampl für den angeschlagenen Marcel Halstenberg. RB bestätigt später via Twitter Oberschenkelprobleme. Laimer rückt nach hinten links. Zenit macht zwar nicht auf, profitiert aber von einem Kampl-Fehler und kommt durch Azmoun zur Ausgleichs-Chance. Peter Gulacsi rettet (60.).

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Marcel Sabitzer (RB Leipzig): Ich bin bissl platt, hatte schon viele Spiele in den Beinen. Aber wenn man so einen Lauf hat und selbst ein Tor macht, dann macht das natürlich Spaß. Kompliment an die Mannschaft, sie hat gegen einen tief stehenden Gegner immer viele Lösungen gefunden und Chancen erarbeitet. Neun Punkte in vier Spielen sind schon klasse. Zur Galerie
Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Ich bin bissl platt, hatte schon viele Spiele in den Beinen. Aber wenn man so einen Lauf hat und selbst ein Tor macht, dann macht das natürlich Spaß. Kompliment an die Mannschaft, sie hat gegen einen tief stehenden Gegner immer viele Lösungen gefunden und Chancen erarbeitet. Neun Punkte in vier Spielen sind schon klasse." ©

Nagelsmann bringt Werner für Nkunku, will den Sack zubinden. Guter Move. Werner spielt auf Forsberg, der wohltemperiert in die Gasse zu Sabitzer - 2:0 (63.). Jetzt drücken die Gastgeber, muss Gulacsi hart ran gegen einen Kopfball von Yordan Osorio (71.). RB holt sich die Regie übers Spiel zurück, verwaltet nicht, sondern kombiniert und schließt ab. Letzter Aufreger: Mukiele verhindert das 2:1 durch Dzyuba (87.). Abpfiff, Duschen - und ab in den Flieger. Am Sonnabend geht es nach Berlin zur Hertha.

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