29. August 2018 / 14:56 Uhr

RB Leipzig: Siegen oder fliegen – Rangnick setzt auf volle Offensivpower

RB Leipzig: Siegen oder fliegen – Rangnick setzt auf volle Offensivpower

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Marcelo Saracchi wird gegen Luhansk nicht dabei sein. Er ist nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt.
Marcelo Saracchi wird gegen Luhansk nicht dabei sein. Er ist nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt. © dpa
Anzeige

Dem Sportdirektor von RB Leipzig fehlt zwar der finanzielle Anreiz, um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen, sportlich hat Trainer Rangnick allerdings ein paar Gründe parat, warum der Bundesligist weiter international dabei sein will.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Der lange Weg über Schweden, Rumänien und die Ukraine, er soll sich gelohnt haben: RB Leipzig will am Donnerstagabend im sechsten Qualifikationsspiel der Europa League vor den eigenen Fans mit aller Macht in die Gruppenphase einziehen. Dort warten namhafte Kontrahenten wie der FC Arsenal, AC Mailand und Vorjahresfinalist Olympique Marseille.

Nach dem 0:0 im Hinspiel gegen Sorja Luhansk ist aufgrund der Auswärtstorregel klar: Ein Remis reicht den Leipzigern nicht im eigenen Stadion. „Wir müssen gewinnen, unabhängig davon, wie der Gegner spielt. Sie werden defensiv auftreten und auf Konter hoffen“, ist sich RB-Trainer Ralf Rangnick sicher. Seine personelle Strategie: „Ich werde in der Aufstellung auf Spieler setzten, die Tore schießen können und wollen.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel in Luhansk

Schiedsrichter Benoit Bastien (FRA) zeigt Bogdan Lednev nach einer Tätlichkeit (Luhansk) die Rote Karte.  Zur Galerie
Schiedsrichter Benoit Bastien (FRA) zeigt Bogdan Lednev nach einer Tätlichkeit (Luhansk) die Rote Karte.  ©
Anzeige

Um erfolgreich zu sein, muss die Chancenverwertung im Vergleich zum Hinspiel und bei der 1:4-Niederlage am Sonntag in Dortmund besser werden. Mit Ausnahme von Marcelo Saracchi, der nach seiner dritten Gelbe Karte in fünf Euro-League-Quali-Spielen gesperrt ist, und Marcel Halstenberg, der erst nach der Länderspielpause wieder eine Option wird, sind alle Akteure einsatzbereit. Emil Forsberg und Nordi Mukiele plagten Knieprobleme, konnten jedoch am Mittwoch am Abschlusstraining teilnehmen.

Pressekonferenz vorm Play-off-Heimspiel gegen Zorya Luhansk!

🎥 JETZT LIVE: Die Pressekonferenz vor dem UEFA Europa League-Play-off-Heimspiel gegen den @fczoryaluhansk mit unserem Trainer Ralf #Rangnick! #RBLLUH

Gepostet von RB Leipzig am Mittwoch, 29. August 2018

Finanzieller Anreiz fehlt

Warum will Rangnick eigentlich an der Europa League teilnehmen, die im Vergleich zur Champions League keinen besonders guten Ruf genießt? „Es geht darum, Spieler zu entwickeln, besser zu machen. Europäische Erfahrungen mitzunehmen. Die Medien werden von uns erwarten, dass wir die deutschen Fahnen hochhalten und Punkte sammeln, für den Europa-Koeffizienten. Das wollen wir erfüllen“, meint Rangnick, der zum Beispiel Torhüter Yvon Mvogo nur von einem Wechsel abbringen konnte, weil er ihn als Keeper bei internationalen Partien in der Saison einsetzt.

Mehr zum Hinspiel

Monetär hat der Bundesligist hingegen keinen Anreiz, meint Rangnick: „Finanziell wir die Europa League ein bisschen geschönt dargestellt. Ich habe letzte Saison mal mit Oliver Mintzlaff darüber diskutiert, der mir versichert hat, dass erst ab dem Halbfinale Geld zu verdienen ist. Du darfst nicht vergessen, dass die ganzen Reisen auch Geld kosten und die Prämien für die Spieler.“

Zum Vergleich: Die Teilnahme an der Euro-League-Gruppenphase garantiert eine Uefa-Prämie von 2,92 Millionen Euro, während in der Königklasse 15,25 Mio. fließen. Am Freitag werden bereits um 13 Uhr in Monaco die Gruppen für die Euro League ausgelost. Die erste Partie steigt dann am 20. September.

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt