06. Februar 2021 / 17:20 Uhr

RB Leipzig siegt 3:0 - Keine Probleme gegen offensiv harmlose Schalker

RB Leipzig siegt 3:0 - Keine Probleme gegen offensiv harmlose Schalker

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Nordi Mukiele schoss RB kurz vor der Pause in Führung.
Nordi Mukiele schoss RB kurz vor der Pause in Führung. © Getty Images
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RB Leipzig hat die Pflichtaufgabe auf Schalke ohne Schwierigkeiten gemeistert. Gegen nur teilweise konkurrenzfähige Gastgeber gewann die Nagelsmann-Elf am Ende deutlich und auch in der Höhe verdient 3:0 (1:0).

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Gelsenkirchen. Souverän geht es bei RB Leipzig weiter. Nach dem überzeugenden 4:0-Pokalsieg gegen den VfL Bochum zeigen sich die Roten Bullen auch in der Bundesliga stabil. Mit 3:0 (1:0) gewinnen die Partie auf Schalke deutlich. Die Gelsenkirchener agieren zwar defensiv deutlich besser als zuletzt, bleiben vorn aber harm- und zahnlos. Die Messestädter sichern sich die drei Punkte vollkommen verdient.

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Viel Leipziger Druck

Zu Beginn gestaltet sich die Partie den Erwartungen gemäß. RB nistet sich mit viel Ballbesitz in der Hälfte der Königsblauen ein. In der 13. Minute geht Schalkes Neuzugang Shkodran Mustafi etwas ruppig zu Werke, fegt Kampl von den Füßen. Es gibt den ersten Freistoß. Christopher Nkunku führt aus, Dayot Upamecano legt das Leder per Kopf ab, ins Netz geht der Ball aber nicht. Dani Olmo versucht es mit einem Nachschuss, aber Knappen-Keeper Ralf Fährmann klärt zur Ecke. Auch die – diesmal ausgeführt von Angelino – bringt nix.

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Souveräner Auftritt in Gelsenkirchen: RB Leipzig setzt beim FC Schalke 04 klar mit 3:0 durch. Zur Galerie
Souveräner Auftritt in Gelsenkirchen: RB Leipzig setzt beim FC Schalke 04 klar mit 3:0 durch. ©

Nach etwa 20 Minuten kommt RB das erste Mal in Bedrändnis. Die Schalker haben sich gesammelt und soweit strukturiert, dass sie das Leipziger Offensivspiel besser stören und weniger Aktionen im eigenen Strafraum zulassen. Dennoch greifen die Gäste weiter an, Schalke stellt hinten aber gut zu. Vor allem Mustafi macht einen ordentlichen Job gegen Alexander Sörloth, so dass der Norweger nicht wirklich zum Zug kommt.

Mukiele erlöst RB

Für einen ersten Abschluss seinerseits reicht es erst nach etwa einer halben Stunde. Der Ball aus der Drehung heraus ist jedoch unsauber und relativ harmlos. Fährmann rettet ohne größere Probleme. Es ist erst die zweite gefährlichere Aktion der Roten Bullen, die sich sichtlich schwer tun wirkliche Torchancen herauszuspielen. Und das trotz deutlich mehr Ballbesitz, besserer Zweikampfquote und guten Kombinationen im gegnerischen Strafraum. Es fehlt an Konsequenz.


Die Erleichterung kommt in den letzten Sekunden der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nkunku führt eine Ecke aus, der Ball fliegt direkt auf Nordi Mukieles Kopf. Der Franzose steht völlig frei, muss das Leder nur noch ins Netz umleiten. Mustafi, der sich eigentlich bis zu diesem Zeitpunkt defensiv ins Rampenlicht gearbeitete hatte, vergisst den Verteidiger, der ungestört den 300. Bundesligatreffer für RB erzielen kann. Mit dem 1:0 geht es in die Kabine.

Nach der Pause geht es ähnlich weiter. In den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff kommen die Leipziger zu vier guten Abschlüssen, das Ergebnis bleibt jedoch unverändert. Eine Veränderung deutet sich erst nach etwa einer Stunde an, aber eher für die Hausherren. Benjamin Stambouli chipt einen Ball in Richtung des Leipziger Tores. Keeper Peter Gulacsi ist zwar dran, lässt die Kugel aber aus den Händen fallen. Als Matthew Hoppe allerdings nachlegen will, hält der RB-Schlussmann das Leder sicher zwischen den Handschuhen. Eine erste gute Situation für die Schalker, die sie jedoch nicht konsequent genug zu Ende spielen. Glück für RB Leipzig.

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Angelino legt zweimal auf

In der 66. Minute versucht sich Sörloth ein weiteres Mal, schießt aber erneut zu harmlos und am Tor der Knappen vorbei. Es ist seine letzte Aktion. Trainer Julian Nagelsmann bringt nun Yussuf Poulsen. Auch Tyler Adams räumt den Platz. An seiner Stelle soll Klostermann die Leipziger Abwehr unterstützen.

Wenige Minuten später präsentieren sich die Roten Bullen offensiv von ihrer besten Seite. Angelino nimmt den Ball an und stürmt in der 73. Minute in den Schalker Strafraum. Als er aber merkt, dass es mit einem eigenen Abschluss nichts mehr wird, passt der Spanier mit der rechten Hacke zu Marcel Sabitzer. Der Kapitän muss nur noch abziehen. Schalkes Fährmann ist chancenlos. Sabitzers viertes Saisontor bringt den Leipzigern die 2:0-Führung.

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(1) Peter Gulacsi: Im ersten Durchgang lediglich nach Mukieles Unpässlichkeit gefragt. Danach mit einer kleinen Unsicherheit beim Flug durch den Strafraum. Kein Nachmittag für Torhüter, die es gerne mit Ball und Gegner zu tun haben. Note: 3 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Im ersten Durchgang lediglich nach Mukieles Unpässlichkeit gefragt. Danach mit einer kleinen Unsicherheit beim Flug durch den Strafraum. Kein Nachmittag für Torhüter, die es gerne mit Ball und Gegner zu tun haben. Note: 3 ©

Etwa zehn Minuten vor Schluss gibt es einen Déjà-vu-Moment: Nkunku führt eine Ecke aus, Mukiele köpft gen Tor. Diesmal hält Fährmann aber den Ball. Dann wechselt Nagelsmann noch Hee-chan Hwang und Amadou Haidara ein. Der Südkoreaner hat in der 86. Minute die Chance, per Kopf auf 3:0 zu erhöhen, scheitert aber. Die darauffolgende Ecke bringt dann das 3:0. Angelino führt aus, Willi Orban ist zur Stelle und setzt den Ball perfekt in die lange Ecke. Von den Hausherren kommt nichts mehr.