05. Dezember 2020 / 11:53 Uhr

Umworbene Urgewalt: Leipzig-Star Dayot Upamecano steht auch beim FC Bayern auf dem Zettel

Umworbene Urgewalt: Leipzig-Star Dayot Upamecano steht auch beim FC Bayern auf dem Zettel

Guido Schäfer und Patrick Strasser
Leipziger Volkszeitung
Leipzigs Leistungsträger Dayot Upamecano könnte schon bald für den FC Bayern auflaufen.
Leipzigs Leistungsträger Dayot Upamecano könnte schon bald für den FC Bayern auflaufen. © imago images/Montage
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Dayot Upamecano ist bei RB Leipzig der Fels in der Brandung: Der Innenverteidiger des Tabellenführers liefert konstant gute Leistungen ab - und das dürfte der Franzose auch im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstagabend tun. Im kommenden Jahr könnte der 22-Jährige die Seiten wechseln.

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Weil sie vieles, aber nicht abergläubisch sind, gehen die Roten Bullen an einem 13. mit einer brandheißen Neuigkeit an die Öffentlichkeit. Am 13. Januar 2017 verkündet der Bundesliga-Aufsteiger aus Leipzig, dass Dayot Upamecano, 18-jähriges Abwehrjuwel von Red Bull Salzburg, einen Vertrag bis 2021 unterzeichnet hat. Sockelablöse: 10 Millionen Euro. Gehalt für den am 27. Oktober 1998 in Evreux geborenen jungen Mann: 3 Millionen Euro. Ausstiegsklausel? Nein, sagt Ralf Rangnick, damals Sportdirektor. Später sickert durch, dass die Klausel 100 Millionen Euro schwer ist und mit jedem Vertragsjahr sinkt.

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Wer den Mann mit dem Raketenantritt im Sommer 2021 holen will, muss 45 Millionen Euro hinblättern. Upamecanos Gehalt bei RB wurde angepasst und beläuft sich nach dessen Vertragsverlängerung bis 2023 auf 6 Millionen Euro.

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Bei seiner Vorstellung 2017 bezeichnete der Hüne RB Leipzig als logischen nächsten Karriereschritt. Jetzt ist die Zeit für den nächsten Schritt. In Reihen der Leipziger hat man sich mit dem Sommerabgang des Abwehrchefs schon abgefunden und spielt mit dem Gedanken, den 18-jährigen Josko Gvardiol (Dinamo Zagreb) schon im Januar nach Leipzig zu holen, um ihn als Nachfolger aufzubauen.

Wie bereits 2015, als sich Upamecano für Salzburg entschied, werden der FC Bayern München, diverse Premier-League-Klubs, FC Barcelona und Real Madrid wieder gehandelt, wenn es um die Zukunft des 22-jährigen französischen Nationalspielers geht. Nach allem, was man hört, tendiert er nicht zu einem Wechsel innerhalb der Bundesliga. Der FC Liverpool sowie die beiden Manchester-Klubs City und United haben starkes Interesse – wie eben der FC Bayern. Die fixierte Ablösesumme ist für die Münchner reizvoll und stemmbar. Von den Qualitäten Upamecanos können sie sich beim Gastspiel der Leipziger an diesem Samstag (18.30 Uhr, Sky) in der Allianz-Arena, beim Duell Erster gegen Zweiter, erneut überzeugen.

Upamecano-Transfer zum FC Bayern? Das hängt an ungeklärten Faktoren

Ein Transfer hängt an Faktoren, die an der Säbener Straße noch nicht gänzlich geklärt sind. Es geht um das Defensivkonzept für die nächsten Jahre. Jerome Boateng (32) und Javi Martínez (32) werden wohl im Sommer verabschiedet, auch wenn Trainer Hansi Flick für Boateng noch ein gutes Wort einlegen will. Für Boatengs Erbe hat man Tanguy Nianzou (18) letzten Sommer ablösefrei von Paris Saint-Germain geholt. Ob Nianzou, der letzten Samstag in Stuttgart sein Bundesliga-Debüt feierte, einmal mit seinem Landsmann Upamecano die Innenverteidigung der Bayern bilden wird, hängt wiederum an David Alaba, dem aktuellen Abwehrchef. Nach langem Poker ums Gehalt haben die Bosse ihr Angebot an den Österreicher zurückgezogen (mit geöffnetem Hintertürchen), nächsten Sommer ist Alaba ablösefrei. Verlässt er den Verein, müsste Bayern in Sachen Upamecano handeln. Denn nur auf Niklas Süle als erfahrenen Mann neben Nianzou würde man sich dann in der Innenverteidigung nicht verlassen wollen.

Upamecanos Spiel nach vorne ist längst nicht fehlerfrei, dafür gilt er in direkten Duellen als Urgewalt. Münchens Torjäger Robert Lewandowski wird es am Samstag hautnah erfahren, in den letzten sechs Liga-Duellen seit Sommer 2017 traf der Pole nur zweimal gegen RB.