27. November 2018 / 08:18 Uhr

RB Leipzig steht vor der Woche der Wahrheit

RB Leipzig steht vor der Woche der Wahrheit

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Salzburgs Trainer Marco Rose und Leipzigs Coach Ralf Rangnick stehen vor einer wichtigen Woche: Wer jubelt am Donnerstag? 
Salzburgs Trainer Marco Rose und Leipzigs Coach Ralf Rangnick stehen vor einer wichtigen Woche: Wer jubelt am Donnerstag?  © 2018 Getty Images
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Donnerstag in Salzburg, Sonntag gegen Gladbach – Gebeutelte Rasenballer müssen hart ran

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Leipzig. „Süßer die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit...“ Ein berühmtes Liedlein. Lieblich, eingängig, heilsam. Vielleicht sollten sich die Rasenballer „Süßer die Glocken“ in dieser besonderen Woche rein tun. Via Kopfhörer im Mittwoch-Flieger zum Europa-League-Spiel nach Salzburg, wo Red Bull Salzburg seit längerer Zeit alles und jeden wegbügelt – und dies auch am Donnerstag ab 18.55 Uhr (Nitro live) mit RB zu tun gedenkt.

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DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel gegen Salzburg

RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. Zur Galerie
RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. ©

Auch in der Kabine vorm Bundesliga-Hammer gegen Dieter Heckings Supermänner aus Gladbach könnte erbauliches Liedgut hilfreich sein. Anstoß zum Spiel des strapazierten Vierten (22 Punkte) gegen den ausgeruhten Zweiten (26 Punkte) ist am Sonntag um 15.30 Uhr in der prall gefüllten Red-Bull-Arena. Die „Woche der Wahrheit“ wird in Fußballer-Kreisen oft bemüht – die aktuelle ist eine für das Team von Cheftrainer Ralf Rangnick.

In Salzburg geht es ums Image, aber vor allem ums Überwintern im internationalen Geschäft. Die Lage: Salzburg (zwölf Punkte) reicht gegen RB ein Punkt für die K.-o.-Phase. Leipzig und Glasgow haben je sechs Punkte. Celtic spielt am Donnerstag bei den punktlosen Trondheimern. Jeder möge sich seinen Reim darauf machen, welche Partie schwerer ist. Wir hätten da so eine Idee. Übrigens, am letzten Spieltag der Europa League empfängt dann Leipzig Trondheim und Glasgow Salzburg.

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Wirklich nur der Vollständigkeit halber: Vor ziemlich genau einem Jahr verabschiedete sich 1899 Hoffenheim mit einem 1:3 in Braga aus der Europa League, trauerte sehr kurz und legte – vom Eise der Mehrfachbelastung befreit – eine formidable Rückrunde in der Bundesliga hin. Die führte auf Platz drei und in die Champions League ...

Wo wir schon beim reichlich schiefen Bild mit den süß klingenden Glocken (Glocken können auch in der Weihnachtszeit nicht süß klingen) sind: Ralf Rangnick musste beim 0:1 in Wolfsburg auf klangvolle Namen verzichten. In der Vorsaison läuteten Könner wie Emil Forsberg, Kevin Kampl, Marcel Sabitzer, Naby Keita und Ademola Lookman. Kreative Könner, güldene Nussknacker im Kampf gegen harte Wolfsburger Nüsse à la John Anthony Brooks und Wout Weghorst. Der Stand der Dinge in allen drei Wettbewerben ist eingedenk des Aderlasses bzw. der Probleme an der Verletzungsfront: ausnehmend gut.

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Beim gestrigen Üben standen die angeschlagenen Sabitzer und Dayot Upamecano auf dem Platz und absolvierten ein individuelles Programm. Kampl ließ seine malade Kapsel am Fuß in den Katakomben des Trainingszentrums behandeln.

Naby Keita bereitete sich aufs Liverpooler Spiel in Paris vor – als Edelreservist. Und Mister Lookman fragte sich im fernen Everton, ob zu seinen schmalen 147 Minuten in der Premier League noch ein paar dazu kommen und weshalb die Engländer ihn im Sommer partout nicht nach Leipzig gehen lassen wollten.

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens haben sowieso nichts mit Punkten und Toren zu tun. RB Leipzig hat das Kinderhaus Pestalozzi in Borna zum Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 eingeladen.