20. September 2020 / 17:24 Uhr

RB Leipzig sündigt vorm Tor, gewinnt dennoch locker 3:1 gegen Mainz

RB Leipzig sündigt vorm Tor, gewinnt dennoch locker 3:1 gegen Mainz

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Steuerte das Tor zum 3:1 bei: Amadou Haidara.
Steuerte das Tor zum 3:1 bei: Amadou Haidara. © Getty
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Der Saisonstart ist definitiv geglückt! RB Leipzig hat gegen den 1. FSV Mainz 05 nie wirklich Probleme, feiert einen 3:1-Erfolg. Emil Forsberg, Yussuf Poulsen und Amadou Haidara sorgen für die Tore. Allerdings wäre für die Hausherren noch deutlich mehr drin gewesen.

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Auf 5:0 und 8:0 folgt 3:1 (2:0): RB Leipzig hat zum Start in die neue Bundesliga-Saison nichts anbrennen lassen und gegen den 1. FSV Mainz 05 gewonnen. Auch wenn es nicht noch einmal ein Schützenfest wie in der Vorsaison wurde: Die Hausherren zeigten vor allem in der ersten Halbzeit eine überlegene Leistung, hätten zwischenzeitlich deutlich höher führen müssen. Die 8500 Corona gerecht grüppchenweise in der Red-Bull-Arena verteilten Fans mussten sich zu keinem Zeitpunkt Sorgen um den Sieg machen.

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Starker Leipziger Beginn

Nagelsmann musste - wie schon vorab angekündigt - auf Kapitän Marcel Sabitzer verzichten. Zunächst draußen blieb auch Christopher Nkunku. Ihn ersetzte Emil Forsberg der nach langer Wartezeit endlich mal wieder in der Startelf ran durfte. Amadou Haidara - zuletzt mit überzeugendem Auftritt im DFB-Pokal in Nürnberg - wechselte auf die Sabitzer-Position. Im Angriff setzte RB zunächst auf das Duo Yussuf Poulsen und Dani Olmo.

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Souveräner Auftritt im ersten Heimspiel: RB Leipzig setzt sich hochverdient mit 3:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 durch. Zur Galerie
Souveräner Auftritt im ersten Heimspiel: RB Leipzig setzt sich hochverdient mit 3:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 durch. ©

Die Hausherren zogen von Beginn an ihr Spiel auf, benötigten aber einen Elfmeter, um den Korken von der "Trefferflasche" zu lösen. Nachdem Olmo im Strafraum von den Beinen geholt wurde, trat Forsberg an den Punkt - 1:0 (17.). Nun rollte der Leipziger Express, Mainz hatte Mühe sich zu befreien. Als Olmo in der 21. Minute den Ball in den Strafraum hob, ging ein Raunen durchs Rund - zu langsam, zu hoch, viel zu lange unterwegs. Aber passgenau auf den Kopf von Poulsen, der seinerseits eine Bogenlampe köpfte, die sich über die Arme von Robin Zentner in die Maschen senkte - 2:0. In der 31. Minute dann fast das nächste Tor: Forsberg tanzte durch den Strafraum, ließ seinen Gegenspieler wie Slalomstangen stehen. Der Jubel blieb aus. Pfosten. Schade ja, traurig nein. Denn die Gastgeber versprühten Spielfreude, Witz, Lockerheit. Ein starker Auftritt in einer überlegen geführten ersten Hälfte.

In der 65. Minute fließt Blut

Das erste Ausrufezeichen nach Wiederbeginn setzten dann allerdings die Gäste. Nach tollem Pass, der die komplette Leipziger Abwehr aushebelt, schon Jean-Philippe Mateta den Ball ins Tor (43.). Nur noch 2:1. Sollten sich die ungenutzten Chancen der ersten 45 Minuten jetzt bitter rächen? Positiv aus RB-Sicht: Das Gegentor hinterließ wenig Eindruck. Ausgerechnet Haidara - in der Vorsaison selten glücklich - machte das 3:1, bedient von Forsberg, der sich regelrecht durchgewurschtelt hatte, um den entscheidenden Pass spielen zu können. Ein insgesamt mehr als ordentlicher Auftritt des Schweden an diesem Nachmittag.

Schrecksekunde in der 65. Minute: Nach einem Mehrkampf müssen Olmo und Forsberg behandelt werden. Letzterer kann mit einem kleineren Cut unter dem Linken Auge weitermachen. Beim Spanier fließt deutlich mehr Blut - Platzwunde am Hinterkopf. Coach Nagelsmann riskiert nichts, bringt Hee-chan Hwang für den 22-Jährigen. Am Spielausgang änderte die Szene natürlich nichts. Auch ohne Olmo vergaben seine Teamkameraden noch die eine oder andere gute Möglichkeit.