26. April 2021 / 14:56 Uhr

RB Leipzig tankt Selbstvertrauen vor Pokal-Spiel: "Jeder Sieg gibt Schub"

RB Leipzig tankt Selbstvertrauen vor Pokal-Spiel: "Jeder Sieg gibt Schub"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - APRIL 25: Naouirou Ahamada of VfB Stuttgart is challenged by Amadou Haidara of RB Leipzig during the Bundesliga match between RB Leipzig and VfB Stuttgart at Red Bull Arena on April 25, 2021 in Leipzig, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Odd Andersen - Pool/Getty Images)
RB Leipzigs Amadou Haidara hat in zwei aufeinanderfolgenden Spielen getroffen. © 2021 Getty Images
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Die spärliche Chancenverwertung der vergangenen Spiele sei kein Motivationsproblem gewesen, betonte Trainer Julian Nagelsmann vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Das zeigte RB Leipzig in der Partie deutlich. Die wichtigen drei Punkte nehmen sie auf dem Weg zur Champions-League-Qualifikation gerne mit. Das Selbstvertrauen kommt ihnen für das Pokal-Halbfinale gerade recht.

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Leipzig. Es sind wichtige drei Punkte, die RB Leipzig im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:0) holt, denn damit zeigen sie eine Reaktion auf die vergangenen drei Partien in der Red Bull Arena, die sie nicht gewonnen haben, wie auch auf die zuletzt liegengelassenen fünf Punkte. Die Roten Bullen machen damit nicht nur einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation, sondern vermiesen den Bayern zudem die vorzeitige Meisterfeier. „Es sieht zu fast 100 Prozent danach aus, dass wir die Qualifikation in der Tasche haben“, sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem Spiel.

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Torgefahr aus dem offensiven Mittelfeld

Und obwohl sie in den vergangenen Wochen schwankten, zeigten Julians Nagelsmänner am Sonntag, dass sie auch weiterhin Gas geben. Vor allem einer schien sich nach dem Köln-Spiel (1:2) angesprochen gefühlt zu haben: Amadou Haidara, der per Kopf zur Führung gegen die Stuttgarter einnetze, war bereits schon in Köln der Torschütze. Der Bullen-Coach hatte sich nach dem Spiel beim Effzeh aber gewünscht, dass aus dem offensiven Mittelfeld mehr Torgefahr kommt: „Ein Amadou Haidara kann auch drei Tore gegen Köln schießen“, sagte er als Beispiel.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder aus der Partie

RB Leipzig hat sich nach dem souveränen 2:0-Erfolg gegen dezimierte Stuttgarter für die Champions League qualifiziert. Zur Galerie
RB Leipzig hat sich nach dem souveränen 2:0-Erfolg gegen dezimierte Stuttgarter für die Champions League qualifiziert. ©

Seinen Treffer im Heimspiel gegen Stuttgart erzielte Haidara knappe 18 Sekunden nach Wiederanpfiff. Gegen den VfB lieferte der 23-Jährige zwar keinen Hattrick, mit seiner Leistung war der Leipziger Trainer aber zufrieden. „Er hat ein schönes Kopfballtor gemacht, hätte auch noch eins machen können. In der ersten Halbzeit hatte er sehr viele gute, aggressive Läufe in die Box, hat viele Doppelpässe versucht.“ Als Trainer sehe man es gerne, „dass Haidara nicht nur Tore machen will, sondern auch das Ding zu null nach Hause bringen möchte.“

RB Leipzig nimmt Selbstvertrauen ins Pokalspiel mit

Das frühe Tor in der zweiten Halbzeit war sehr bedeutend für die Roten Bullen, sagte auch Emil Forsberg, der einen Elfmeter zum 2:0 verwandelte, nach dem Heimsieg. „Es war wichtig, um das Spiel wieder ein bisschen unter Kontrolle zu bekommen und mehr Ruhe am Ball reinzubringen“, so der Schwede. Das Thema Chancenverwertung, das die Roten Bullen bereits die gesamte Saison über begleitet, und in den vergangenen Wochen wieder verstärkt betont wurde, habe die Spieler dazu motiviert, im Training hart daran zu arbeiten, berichtete Forsberg im Nachgang der Partie. „Heute hat es gut gepasst“, sagte er zum Spiel gegen Stuttgart. „Es müssen nicht immer schöne Tore sein, sondern einfach nur Tore.“ Die zwei Treffer seien auch gut für das Selbstvertrauen der Mannschaft, betonte der 29-Jährige.

Nagelsmann wäre, wie er bei der Pressekonferenz vor dem Spiel sagte, auch mit einem Tor aus einer Chance zufrieden gewesen, wenn sie keinen Gegentreffer kassieren. Seine Jungs gaben ihm zwei. Der zweite Treffer kam aus einem Elfmeter zustande, verursacht durch ein Foul im VfB-Strafraum von Stuttgarts Konstantinos Mavropanos an Emil Forsberg. Viel wichtiger für den Trainer hingegen war es, dass seine Mannschaft die guten Leistungen der letzten Wochen mit einem guten, positiven Ergebnis paart.

Den Effekt des Sieges auf das Selbstvertrauen leugnete auch er nicht: „In Anbetracht des K.o.-Spiels am Freitag nochmal eine Spur wichtiger.“ Denn am 30. April steht den Roten Bullen schon das Halbfinale im DFB-Pokal gegen den SV Werder Bremen bevor. „Jeder Sieg gibt Schub. Wenn wir heute gut gespielt und wieder nicht gewonnen hätten, wie zuletzt, wäre es blöder gewesen“, sagte der Bullen-Coach und lächelte dabei etwas verhalten.