14. September 2019 / 10:26 Uhr

Duell der Super-Stürmer: In dieser Statistik ist Leipzig-Star Werner besser als Bayern-Torjäger Lewandowski

Duell der Super-Stürmer: In dieser Statistik ist Leipzig-Star Werner besser als Bayern-Torjäger Lewandowski

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leipzigs Timo Werner und Bayerns Robert Lewandowski sind die Stars in ihrer Mannschaft.
Leipzigs Timo Werner und Bayerns Robert Lewandowski sind die Stars in ihrer Mannschaft. © dpa/Montage
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Das Bundesliga-Spiel RB Leipzig gegen den FC Bayern ist auch das Aufeinandertreffen der beiden derzeit besten Angreifer der Liga: Timo Werner und Robert Lewandowski. Ein Vergleich.

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Es ist das Duell des Ranglistenzweiten gegen den Besten. Und das innerhalb des Duells des Tabellenführers gegen den Tabellenzweiten. Klingt verwirrend, ist aber so. Die Auflösung: Timo Werner, Zweiter der aktuellen Bundesliga-Torschützenliste, empfängt mit RB Leipzig, dem Tabellenführer, den FC Bayern München, derzeit nur Zweiter, jedoch mit Robert Lewandowski an Bord. Und der ist momentan wieder einmal Deutschlands bester Torjäger. Am Samstagabend (18.30 Uhr/So könnt ihr das Spiel live sehen!) ist dieses direkte Aufeinandertreffen der Topteams samt ihrer Toptorschützen der Hingucker des Spieltages.

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Hier der Bulle, dort der Bayer. Hier Werner (23) mit schon fünf Treffern nach drei Partien, dort Lewandowski (31), stolzer Besitzer von vier Torjägerkanonen, mit sechs Toren. Während Werner, wie auch in der Nationalelf, gern auf den linken Flügel ausweicht, um seine Schnelligkeit auszuspielen, ist Lewandowski, physisch perfekt gestählt, der Zentrumsstürmer, der die Bälle im Strafraum behauptet und schnellstmöglich Zuspiele in Tore umsetzt. Auf ihre spezielle Art sind beide unwiderstehlich.

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Am Vorabend des Spitzenspiels zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München ist der deutsche Rekordmeister in der Messestadt angekommen. Zur Galerie
Am Vorabend des Spitzenspiels zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München ist der deutsche Rekordmeister in der Messestadt angekommen. © Sylvio Hoffmann

Sie sind die Punktebringer ihrer Vereine, die Ballermänner des Landes. Während Werner vor zwei Wochen bei Leipzigs 3:1 bei Borussia Mönchengladbach seine Dreierpackpremiere als Profi feierte, erzielte Lewandowski beim 3:0 der Bayern beim FC Schalke alle drei Treffer – sein neunter (!) Dreierpack.

Nur Mbappé und Messi sind erfolgreicher

Auch wenn beide Torjäger in den EM-Qualifikationsspielen leer ausgingen, beeindrucken ihre Zahlen: In den europäischen Topligen trafen im aktuellen Kalenderjahr lediglich Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain) und Lionel Messi (FC Barcelona) mit je 21 Treffern häufiger als Lewandowski, der 18-mal erfolgreich war. Statistiker haben einen Wert ausfindig machen können, bei dem Werner tatsächlich vor dem Bayern-Profi rangiert: In den letzten elf Ligaspielen gelangen ihm 15 Scorerpunkte, zehn Tore und fünf Vorlagen – einsame Spitze.

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In Timo Werners Stürmerauswahl tummeln sich deutsche Größen und internationale Prominenz. ©

Löw sorgt für die Wende im Vertragspoker

Werner hat sich nach langem Überlegen, gedanklichen Flirts mit Bayern und mehrfach verstrichenen Deadlines in Leipzig doch für eine Zukunft bei RB entschieden, zumindest mittelfristig. Er verlängerte seinen Vertrag bis 2023 – nur wenige Tage nachdem Lewandowski sein Arbeitspapier in München um weitere zwei Jahre ebenfalls bis 2023 ausgedehnt hatte. Reiner Zufall? Für die Wende bei Werner sorgte unter anderem auch ein Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw. „Er hat mir auch gesagt: Egal, wie ich mich entscheiden werde, es sei kein Rückschritt, in Leipzig zu verlängern“, sagte Werner der Sport Bild.

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Der andere Faktor im Prozess des Umdenkens heißt Julian Nagelsmann. Dessen fachliche Analyse überzeugte Werner. "Es geht darum, ihn weiterzuentwickeln", sagte der neue RB-Trainer im ZDF, "um ein paar Dinge, die noch besser werden können." Ein Beispiel: "Er hat immer noch Phasen im Spiel, in denen er zu wenig Aktionen hat." Werner habe im Training in Leipzig „"sehr befreit gewirkt", erzählte Nagelsmann. Er hofft: "Timo wird ein sehr wichtiger Faktor sein. Er wird in der Lage sein, Bayern sehr, sehr wehzutun." Dann könnten die verlustpunktfreien Leipziger ihren "Run" (Nagelsmann) ausbauen und ein Fünf-Punkte-Polster auf Bayern schaffen.

Werner und Lewandowski in einer Mannschaft

Sich selbst sieht Werner noch eine Stufe unter Lewandowski, dem besten ausländischen Torschützen der Bundesliga (208 Treffer). "Ich bin noch nicht Weltklasse, nein. Für mich ist er das definitiv. Ich arbeite daran, irgendwann auch auf dieses Level zu kommen", sagte Werner, der in seiner Karriere auf 68 Ligatreffer kommt. Sein Pfund: die Jugend. Er ist der jüngste Spieler der Geschichte, der die Marke von 100 beziehungsweise 150 Bundesliga-Spielen erreichte. Und wer weiß? Vielleicht laufen sie eines nicht allzu fernen Tages gemeinsam auf, als Münchner Traumduo.

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