18. Oktober 2020 / 13:52 Uhr

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann witzelt: "Champions-League-Halbfinale ist Mindestziel"

RB Leipzigs Trainer Nagelsmann witzelt: "Champions-League-Halbfinale ist Mindestziel"

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
nagelsmann
RB-Trainer Julian Nagelsmann hat hohe Ziele und möchte mit der Mannschaft besser als in der Vorsaison abschließen. © Getty Images
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Nach der Champions League ist vor der Champions League. Auch für RB Leipzig. Kaum hat man das Halbfinale der vergangenen Saison hinter sich gelassen, peilt man schon das der neuen an. Trainer Julian Nagelsmann hat klare Ansagen bei Sky 90: Die Fußballdebatte gemacht.

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Leipzig. 22 Tage, sieben Spiele: RB Leipzig hat bis zur nächsten Länderspielpause ein straffes Programm. Vier Partien in der Bundesliga und drei Champions-League-Begegnungen sind in den gut drei Wochen vorgesehen. Der Start in die erste heftige Phase der anspruchsvollen Post-Corona-Saison ist ihnen mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Augsburg gelungen.

Nun geht es in der Königsklasse weiter. Bei Sky 90: Die Fußballdebatte trauen Didi Hamann und Sky-Kommentator Kai Dittmann dem 33-jährige Bullen-Coach durchaus den erneuten Einzug ins CL-Halbfinale zu. „Wenn sie gut durch die Gruppe durchkommen, ist bei ihnen mindestens das Halbfinale auf dem Plan. Wenn sie halbwegs RB Leipzig sein können, stehen ihnen echt alle Türen offen“, so Dittmann.

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Souveräne Vorstellung ohne zu glänzen: RB Leipzig setzt sich bei Verfolger FC Augsburg sicher mit 2:0 durch. Zur Galerie
Souveräne Vorstellung ohne zu glänzen: RB Leipzig setzt sich bei Verfolger FC Augsburg sicher mit 2:0 durch. ©

Auf diesen Zug springt Trainer Julian Nagelsmann spaßeshalber auf. „Wenn wir einen guten Start hinlegen, ist das Halbfinale natürlich das Mindestziel“, sagt der 33-Jährige mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht und lacht. Die Mannschaft habe durch den Erfolg in der vergangenen Saison Appetit bekommen. „Ich habe in den Ligaspielen und im Pokal das Gefühl, dass wir den Halbfinaleinzug schon als Motor sehen“, sagt der Bullen-Coach. Seine Mannschaft sei motiviert auch in der aktuellen Spielzeit weiter Gas zu geben in der Königsklasse eine gute Rolle zu spielen.

Rotation hat in dieser Saison höheren Stellenwert

Ehrgeizig ist Nagelsmann auch in Hinsicht auf die Platzierung in der Bundesliga. „Ich habe schon oftmals gesagt, dass wir auch in dieser Saison unter die ersten vier kommen wollen.“ Den dritten Platz der Vorsaison will er aber tatsächlich überbieten, strebt an, besser abzuschneiden. „Wir versuchen immer mehr zu erreichen, als im Jahr davor“, sagt er zuversichtlich. Die Art und Weise, wie er das erreichen möchte, müsse man wegen des vollen Spielplans und der wenigen Trainingsmöglichkeiten noch ausklammern.

In der intensiven Saison nimmt das Thema Rotation im Team auch für Julian Nagelsmann einen höheren Stellenwert ein. „Im normalen Saisonverlauf, mit einer normalen Vorbereitung und einer überschaubaren Anzahl von Länderspielen, wie auch einer üblich langen Winterpause, sehe ich es als nicht ganz so bedeutend.“ Einerseits ginge es darum, Top-Leistungen abrufen zu können, andererseits aber darum, dass die Spieler gesund bleiben.

Die Rotation hänge dabei sehr von der Stabilität innerhalb der Mannschaft ab. „Wenn man zehn Spieler hat, die stabile Leistungen bringen, kann man immer mal wieder vier Akteure rotieren“, erklärt der RBL-Cheftrainer. „Ich bin aber kein Freund davon, acht oder neun Spieler zu wechseln.“ Ein gewisses Grundgerüst müsse vorhanden sein.