08. Oktober 2022 / 09:10 Uhr

Leipzig-Trainer Marco Rose erklärt Rüffel nach Werner-Frust: "Muss nicht gleich die ganze Welt erfahren"

Leipzig-Trainer Marco Rose erklärt Rüffel nach Werner-Frust: "Muss nicht gleich die ganze Welt erfahren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RB Leipzigs Trainer Marco Rose hat sich zum Zwist mit Timo Werner nach dessen Auswechselung gegen Celtic Glasgow geäußert.
RB Leipzigs Trainer Marco Rose hat sich zum Zwist mit Timo Werner nach dessen Auswechselung gegen Celtic Glasgow geäußert. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Der öffentliche Rüffel von Trainer Marco Rose für Timo Werner nach dessen Auswechselung gegen Celtic Glasgow sorgte bei RB Leipzig für Gesprächsstoff. Dass der Spieler sauer sei, müsse "nicht gleich die ganze Welt erfahren", erklärte Rose in einem Video-Interview der "Leipziger Volkszeitung".

Der Frust von Timo Werner nach dessen Auswechselung im Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow (3:1) hat in den vergangenen Tagen für Gesprächsstoff im Umfeld von RB Leipzig gesorgt. Der Nationalstürmer war verärgert vom Platz gegangen und hatte nur zögerlich den Handschlag mit Trainer Marco Rose gesucht. Dafür gab es später einen öffentlichen Rüffel vom Coach: "Ich erwarte, dass der Spieler auf mich zukommt", hatte Rose im ZDF zu der Szene gesagt: "Ansonsten ist es ein Mannschaftssport. Die Botschaft gebe ich schon noch mal mit."

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Mit etwas Abstand betrachtet der RB-Coach die Angelegenheit grundsätzlich als geklärt. "Die Nummer ist durch, wir haben darüber geredet", sagte Rose in einem Video-Interview mit der Leipziger Volkszeitung (LVZ+), die wie der SPORTBUZZER dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) angehört. Allerdings erklärte der Trainer auch die Hintergründe für seine klare Ansage via TV. "Natürlich habe ich Verständnis dafür, wenn ein Spieler rausgeht, dass er sauer ist. Aber das muss nicht gleich die ganze Welt erfahren", betonte Rose.

Die Leipziger bestreiten drei Tage nach dem ersten Saisonsieg in der Champions League am Samstag (15.30 Uhr, Sky) ihr nächstes Bundesliga-Spiel. Dann müssen die Sachsen auswärts beim FSV Mainz 05 ran, wo Rose als Spieler jahrelang unter Vertrag stand und 2004 unter anderem den ersten Bundesliga-Aufstieg in der Klub-Geschichte der Rheinhessen miterlebte. "Grundsätzlich wünsche ich Mainz 05 immer nur das Beste", so Rose, der als Trainer bereits mit seinen Ex-Vereinen Borussia Mönchengladbach (2019 bis 2021) und Borussia Dortmund (2021 bis 2022) nach Mainz zurückgekehrt war. "Wir wollen das Spiel schon gewinnen. Aber wir wissen, dass es schwer wird", so der 46-Jährige weiter.

Bei der Frage nach einem möglichen Ersatz für den schwer verletzten Stammtorwart Peter Gulacsi blieb Rose vage. "Wir kümmern uns, werden irgendeine Lösung finden", sagte der Coach. Der ungarische Nationalkeeper Gulacsi hatte sich gegen Celtic einen Kreuzbandriss zugezogen und wird den Leipzigern darum monatelang fehlen. Weil das Transferfenster aktuell geschlossen ist, kann RB mit sofortiger Wirkung höchstens einen derzeit vertragslosen Schlussmann als möglichen Ersatz verpflichten. Berichten zufolge soll der Norweger Örjan Nyland, der in der Bundesliga einst beim heutigen Drittligisten FC Ingolstadt spielte, nach Leipzig wechseln.

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