28. November 2019 / 12:14 Uhr

RB Leipzig trotzt gegen Benfica allen Widrigkeiten und setzt neue Ziele

RB Leipzig trotzt gegen Benfica allen Widrigkeiten und setzt neue Ziele

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Der Jubel nach dem Ausgleich kannte keine Grenzen.
Der Jubel nach dem Ausgleich kannte keine Grenzen. © Picture Point
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Erstmals in der jungen Geschichte des Vereins steht RB Leipzig im Achtelfinale der Champions League. Die junge Mannschaft hat sich für einen leidenschaftlichen Kampf belohnt und blickt schon auf neue Aufgaben.

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Leipzig. "Ich bin sehr glücklich und stolz auf die Jungs. Das ist etwas Historisches. Viele Spieler haben die Geschichte des Clubs nicht nur geschrieben, sondern auch geprägt und jetzt ein Kapitel hinzugefügt", fasste Trainer Julian Nagelsmann nach dem 2:2 gegen Benfica Lissabon seine Sicht der Dinge zusammen. Insgesamt bestimmten bei RB Leipzig ob des erstmaligen und vorzeitigen Einzugs ins Achtelfinale der Champions League große Emotionen das Bild.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom 2:2-Unentschieden gegen Benfica!

Im vorletzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase empfing RB Leipzig am 27. November die portugiesische Elf von Benfica Lissabon. In einem mitreißenden Endspurt holten die Roten Bullen einen 0:2-Rückstand auf und holten den dringend benötigten Punkt um Erreichen des Achtelfinales. Zur Galerie
Im vorletzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase empfing RB Leipzig am 27. November die portugiesische Elf von Benfica Lissabon. In einem mitreißenden Endspurt holten die Roten Bullen einen 0:2-Rückstand auf und holten den dringend benötigten Punkt um Erreichen des Achtelfinales. ©
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Dabei hatte es lange Zeit gar nicht danach ausgesehen, dass die Roten Bullen den benötigten Punkt tatsächlich holen könnten. Im Gegenteil, zunächst lief alles gegen RB. Einem mehr als unglücklichen Rückstand und einem nicht gegebenen Elfmeter vor derPause, folgten in Halbzeit zwei ein weiteres Gegentor, die Verletzung von Torwart Peter Gulacsi und eine Phase, in der auch offensiv nur noch wenig zusammenlief: "Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich hatte es im Urin, dass wir noch zwei Tore schießen", gestand der RB-Coach.

Nagelsmann fühlte sich an Lyon erinnert

Und obwohl Leipzig in der Schlussphase den Druck auf die portugiesischen Gäste immer weiter erhöhen konnte, mussten auch die Zuschauer ernsthafte Zweifel an einem Comeback der Roten Bullen haben. Viel deutete angesichts hochkarätigster Chancen, die unter anderem von Christopher Nkunku, Timo Werner und Emil Forsberg vergeben wurden, darauf hin, dass es einer dieser Tage war, an denen der Ball einfach nicht rein will und der Fußballgott auf der gegenerischen Seite steht. "Es hat sich ein bisschen wie gegen Lyon angefühlt, weil wir wieder mit zwei unglücklichen Situationen in Rückstand geraten", stellte folglich Nagelsmann fest.

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Emil Forsberg (RB Leipzig): Ein geiles Gefühl, ein wunderbarer Abend - für solche Spiele lebe ich. Weiter zu kommen war unser Ziel, und am Ende haben wir Mentalität und Leidenschaft gezeigt. Die letzten Minuten waren einfach nur geil. Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Es war eine unglaubliche Atmosphäre und es ist ein so großer Erfolg für unsere Fans und den Verein. Wir haben nie aufgegeben, uns immer wieder Chancen herausgespielt und am Ende auch belohnt. 
Benfica war ein starker Gegner, wir haben vor den Gegentoren zu einfache Fehler gemacht. Doch das ist jetzt egal. Es bleibt das wunderbare Gefühl vom Achtelfinale. Zur Galerie
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Ein geiles Gefühl, ein wunderbarer Abend - für solche Spiele lebe ich. Weiter zu kommen war unser Ziel, und am Ende haben wir Mentalität und Leidenschaft gezeigt. Die letzten Minuten waren einfach nur geil. Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Es war eine unglaubliche Atmosphäre und es ist ein so großer Erfolg für unsere Fans und den Verein. Wir haben nie aufgegeben, uns immer wieder Chancen herausgespielt und am Ende auch belohnt. Benfica war ein starker Gegner, wir haben vor den Gegentoren zu einfache Fehler gemacht. Doch das ist jetzt egal. Es bleibt das wunderbare Gefühl vom Achtelfinale." ©

Doch bekanntlich kam es anders. In einer furiosen Schlussphase erzwang seine Mannschaft noch das Unentschieden, für keinen der jungen Spieler ein alltägliches Ereignis, wie Konrad Laimer im Anschluss verdeutlichte: "Wir haben über 90 Minuten an uns geglaubt. Man hat gesehen, dass wir gewinnen oder zumindest weiterkommen wollten. Dass wir es so spannend machen, war nicht der Plan. Aber dafür lebt man im Fußball. Den Moment können wir genießen.“ Besonders stolz zeigte sich auch sein Coach: "Man hat gesehen, dass wir diese Gier haben. Natürlich ist ein 8:0 gegen Mainz auch was Schönes, aber Nachhaltiger für die intrinsische Motivation und auch die Erinnerungsmomente, bleibt so ein Spiel wie heute.“

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Beim Coach überwiegt der Stolz

Leipzig kann nun relativ entspannt auf das letzte Spiel gegen Lyon blicken. Am 10.12. geht es in Frankreich "nur" noch darum, ob man die Gruppe auf Rang eins oder zwei abschließt. Bei der Auslosung am 16. Dezember wird dann jedem Erstplatzierten ein Zweitplatzierter zugeteilt. Während RB-Boss Oliver Mintzlaff bereits direkt nach dem Spiel klarmachte hat, dass er sich dann einen machbaren Gegner wünscht, gaben sich die Spieler flexibel. Doppeltorschütze und Matchwinner Emil Forsberg sagte: "Für mich ist es egal. Wir wollen weiterkommen. Es macht kein Sinn über Gegner zu reden." Mit Blick auf potenzielle Spielorte ließ er jedoch zumindest ein paar Präferenzen durchblicken: "Camp Nou ist schön, Anfield ebenso, Im Bernabeau habe ich schon gespielt."

DURCHKLICKEN: So kommentiert die Presse das Spiel

Publico: „RB Leipzig war bereits sicher k.o.. Aber Benfica brachte die Deutschen selbst zurück ins Spiel.“ Zur Galerie
Publico: „RB Leipzig war bereits sicher k.o.. Aber Benfica brachte die Deutschen selbst zurück ins Spiel.“ ©

Sein Trainer verzichtete mit der Erfahrung einiger internationaler Wettbewerbe derweil gänzlich auf Prognosen: "Ich habe mir vor Auslosungen immer schon so viel gewünscht. Es ist selten das geworden. Jetzt wünsche ich mir mal nichts." Deutlich konkreter war der 32-Jährige hingegen, als es um die kommenden Aufgaben ging: "Das nächste Ziel kann sich jeder denken. Natürlich wollen wir auch im Achtelfinale weiterkommen. Jetzt spielen wir aber erstmal in Lyon und wollen den Gruppensieg klar machen. Dann schauen wir, was uns zugelost wird."

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